Die Kirche St. Elisabeth im Sand gehört zu den geschichtsträchtigen Bauwerken der UNESCO-Welterbestadt Bamberg. Nun widmet der Kunstverlag Josef Fink dem spätmittelalterlichen Gotteshaus einen eigenen Kunstführer.
Mit dem neu erschienenen Band ‚Bamberg, St. Elisabeth im Sand‘ erhalten Interessierte einen kompakten und zugleich fundierten Einblick in die bewegte Geschichte sowie die künstlerische Bedeutung der bekannten Kapelle im Sandgebiet. Verfasst wurde die Publikation von der renommierten Kunsthistorikerin Dr. Barbara Kahle. Auf 36 Seiten und mit insgesamt 33 Abbildungen zeichnet sie die Entwicklung des Bauwerks von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart nach.
Von der Spitalkirche zum kulturellen Wahrzeichen
Die Geschichte von St. Elisabeth reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde die Kapelle als Spitalkirche errichtet und war eng mit der Versorgung von Kranken und Bedürftigen verbunden. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Gebäude zahlreiche Veränderungen und wurde für unterschiedliche Zwecke genutzt.
Der neue Kunstführer beleuchtet diese wechselvolle Vergangenheit und zeigt, wie sich die Kirche über die Jahrhunderte hinweg entwickelte. Gleichzeitig wird deutlich, welche Bedeutung das Bauwerk für die Stadtgeschichte Bambergs besitzt. Besonderes Augenmerk legt die Autorin dabei auf die Wiederbelebung der Kirche im 19. Jahrhundert, die maßgeblich dazu beitrug, das historische Gebäude für kommende Generationen zu erhalten.
Moderne Kunst trifft auf mittelalterliche Architektur
Ein Höhepunkt des Kunstführers sind die außergewöhnlichen Glasfenster des international bekannten Künstlers Markus Lüpertz. Die zwischen 2019 und 2022 entstandenen Werke prägen heute das Erscheinungsbild des Innenraums und setzen einen faszinierenden Kontrast zur historischen Architektur der Kapelle. Mit ihren kräftigen Farben und ihrer expressiven Bildsprache erzählen die Fenster die Geschichte der Heiligen Elisabeth von Thüringen neu. Gleichzeitig greifen sie das zentrale Thema der Barmherzigkeit auf, das eng mit der Geschichte des Gotteshauses verbunden ist. Durch das einfallende Tageslicht entsteht im Kirchenraum ein eindrucksvolles Farbspiel, das Besucherinnen und Besucher gleichermaßen beeindruckt. Die Fotografien des Bamberger Fotografen Thomas Bachmann setzen diese besondere Atmosphäre im Kunstführer wirkungsvoll in Szene.
Kunst, Geschichte und Spiritualität auf engem Raum
Der neue Band richtet sich nicht nur an Kunsthistoriker oder Fachpublikum. Vielmehr bietet er auch interessierten Besucherinnen und Besuchern der Stadt Bamberg einen leicht verständlichen Zugang zur Geschichte und Bedeutung von St. Elisabeth. Die Verbindung von mittelalterlicher Baukunst und zeitgenössischer Glasmalerei macht die Kirche zu einem außergewöhnlichen Ort. Der Kunstführer zeigt, wie historische Traditionen und moderne Kunst miteinander in Dialog treten können und dadurch neue Perspektiven auf bekannte Bauwerke entstehen. Gerade für Gäste der Welterbestadt Bamberg bietet die Publikation die Möglichkeit, ein oft übersehenes, aber kulturell bedeutendes Denkmal näher kennenzulernen.
Praktischer Begleiter für den Besuch vor Ort
Neben historischen Hintergründen und kunstgeschichtlichen Erläuterungen eignet sich der Kunstführer auch als Begleiter für einen Besuch der Kirche. Die zahlreichen Abbildungen erleichtern die Orientierung vor Ort und helfen dabei, Details der Architektur und der Kunstwerke bewusst wahrzunehmen. Erhältlich ist ‚Bamberg, St. Elisabeth im Sand‘ ab sofort direkt in der Kirche St. Elisabeth, im Diözesanmuseum sowie im Historischen Museum in der Alten Hofhaltung. Darüber hinaus kann der Band auch über den Kunstverlag Josef Fink bezogen werden.
Ein weiteres Werk zu den Lüpertz-Fenstern erhältlich
Wer sich noch intensiver mit den beeindruckenden Glasfenstern beschäftigen möchte, findet im Kunstverlag Josef Fink eine weitere Publikation zum Thema. Unter dem Titel ‚Werke der Barmherzigkeit – Werke des Lichts. St. Elisabeth in Bamberg und die Fenster von Markus Lüpertz‘ werden die modernen Kunstwerke und ihre Entstehung ausführlich vorgestellt. Damit stehen Kunst- und Kulturinteressierten gleich zwei Veröffentlichungen zur Verfügung, die einen tieferen Blick auf eines der faszinierendsten sakralen Bauwerke Bambergs ermöglichen.
Ein lohnender Blick auf ein verborgenes Juwel Bambergs
Mit dem neuen Kunstführer erhält die Kirche St. Elisabeth im Sand die Aufmerksamkeit, die ihrer historischen und künstlerischen Bedeutung gerecht wird. Die Kombination aus spannender Stadtgeschichte, mittelalterlicher Architektur und moderner Kunst macht das Gotteshaus zu einem besonderen Ort innerhalb der Welterbestadt Bamberg. Der Band lädt dazu ein, die Kapelle neu zu entdecken und ihre Entwicklung über die Jahrhunderte nachzuvollziehen. Gleichzeitig macht er Lust darauf, den Kirchenraum selbst zu besuchen und die eindrucksvollen Glasfenster von Markus Lüpertz mit eigenen Augen zu erleben.















