Nur rund 50 Stunden nach der deutlichen Niederlage im Halbfinalauftakt bekommen die BMA365 Bamberg Baskets die Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Am Montagabend treffen die Oberfranken in der Max-Schmeling-Halle erneut auf ALBA BERLIN. Nach dem 86:105 in Spiel eins steht das Team von Head Coach Anton Gavel bereits unter Druck, möchte aber unbedingt mit einem Erfolgserlebnis aus der Hauptstadt zurückkehren. Vor Beginn der Serie hatte Gavel als Ziel ausgegeben, mindestens ein Spiel in Berlin zu gewinnen. Diese Chance besteht weiterhin. Ein Auswärtssieg würde die Halbfinalserie wieder ausgleichen und den Heimvorteil zurück nach Freak City holen.
Starker Auftakt, danach brach Bamberg ein
Die erste Begegnung der Serie verlief aus Sicht der Bamberger zunächst vielversprechend. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel lagen die Gäste mit 19:18 in Führung und hielten gegen die Berliner Offensive gut dagegen.
Ab Mitte des zweiten Spielabschnitts änderte sich das Bild jedoch grundlegend. ALBA dominierte die Partie zunehmend und nutzte eine lange Schwächephase der Bamberger konsequent aus. Ein 25:4-Lauf der Gastgeber sorgte bereits vor der Halbzeit für klare Verhältnisse. Während die Berliner offensiv nahezu fehlerfrei agierten und insgesamt 28 Assists verbuchten, fand Bamberg kaum noch Zugriff auf das Spiel. Mit einer Feldwurfquote von über 60 Prozent und acht Spielern mit mindestens acht Punkten demonstrierte ALBA eindrucksvoll seine Offensivstärke.
Spätestens nach dem dritten Viertel war die Partie entschieden. Die Berliner bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als 30 Punkte aus und sicherten sich am Ende einen ungefährdeten 105:86-Erfolg.
Gavel fordert eine klare Reaktion
Entsprechend kritisch fiel die Analyse von Anton Gavel nach dem Spiel aus. Besonders die Defensive und die fehlende Bereitschaft seines Teams standen im Fokus. „Wir haben heute im zweiten und dritten Viertel 65 ALBA-Punkte zugelassen. Wir waren nicht bereit für dieses Spiel“, erklärte der Bamberger Cheftrainer nach der Begegnung. Auch Demarcus Demonia machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Zu viele Ballverluste, mangelnde Aggressivität und eine schwache Trefferquote hätten den Bambergern die Chance auf ein besseres Ergebnis genommen.
Bamberg setzt auf seine Qualitäten
Trotz der klaren Niederlage gibt es für die Gäste keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen, dass sie auf Rückschläge reagieren kann. Nicht ohne Grund waren die Bamberger mit zehn Siegen in Serie ins Halbfinale eingezogen. Vor allem defensiv wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein. Gleichzeitig muss der Ball im Angriff wieder besser laufen. Genau diese Stärken hatten die Bamberger in den erfolgreichen Playoff-Spielen zuvor ausgezeichnet. Die Motivation dürfte jedenfalls stimmen. Bereits unmittelbar nach Spiel eins war den Spielern anzumerken, wie unzufrieden sie mit ihrer Leistung waren. Entsprechend konzentriert und entschlossen dürfte der Auftritt am Montagabend ausfallen.
Serie noch lange nicht entschieden
Auch wenn ALBA mit dem Auftaktsieg die Führung übernommen hat, ist im Halbfinale weiterhin alles offen. Die Berliner überzeugten in Spiel eins zwar mit hoher Intensität und einer starken Wurfquote, wissen aber selbst, dass die Serie noch längst nicht entschieden ist. ALBA-Coach Pedro Calles lobte nach dem Sieg die Konzentration seiner Mannschaft, warnte jedoch gleichzeitig vor dem kommenden Gegner. Bamberg bleibe ein gefährliches Team, das jederzeit in der Lage sei, zurückzuschlagen. Genau das wollen die Oberfranken nun beweisen. Mit einer deutlich verbesserten Leistung soll in Spiel zwei der Ausgleich gelingen, bevor die Serie anschließend nach Bamberg zurückkehrt.
Wichtige Weichenstellung am Montagabend
Spiel zwei könnte bereits richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Halbfinalserie werden. Während ALBA den Vorsprung auf 2:0 ausbauen möchte, kämpfen die Bamberg Baskets darum, die Serie wieder auszugleichen. Tip-Off in der Max-Schmeling-Halle ist am Montag um 18:30 Uhr. Für die Mannschaft von Anton Gavel bietet sich die Chance, die klare Niederlage vom Samstag schnell vergessen zu machen und ein deutlich anderes Gesicht zu zeigen.















