Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Bamberg wurde einmal mehr deutlich, wie stark der gesellschaftliche Zusammenhalt vor Ort ist.
Bürgerinnen und Bürger zeigten eine beeindruckende Solidarität und sammelten insgesamt 23.032,65 Euro für das soziale Projekt ‚RückzugsRAUM – sicheres Wohnen für Frauen‘. Die Spendensumme setzt ein klares Zeichen: Das Engagement für Menschen in schwierigen Lebenssituationen hat in Bamberg einen hohen Stellenwert.
Starkes Zeichen für soziale Verantwortung
Die hohe Spendenbereitschaft beim Neujahrsempfang unterstreicht, wie wichtig vielen Menschen konkrete Hilfe für benachteiligte Gruppen ist. Besonders Frauen, die von Obdachlosigkeit betroffen oder bedroht sind, stehen im Fokus des Projekts. Vertreter der Stadt betonten die Bedeutung dieses Engagements. Die gesammelten Mittel zeigen eindrucksvoll, dass die Bamberger Bevölkerung bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zur Verbesserung sozialer Strukturen beizutragen.
‚RückzugsRAUM‘: Hilfe für Frauen in Not
Das Projekt ‚RückzugsRAUM‘ richtet sich gezielt an Frauen, die keinen festen Wohnsitz haben oder kurz davor stehen, ihre Wohnung zu verlieren. Oft wird Wohnungslosigkeit vor allem mit Männern in Verbindung gebracht – doch auch die Zahl betroffener Frauen steigt kontinuierlich. Für diese Frauen bedeutet Wohnungslosigkeit häufig eine besonders belastende Situation. Neben existenziellen Sorgen kommen Unsicherheit, Scham und erhöhte Gefahren im Alltag hinzu. Genau hier setzt das Projekt an und bietet gezielte Unterstützung.
Ein Zuhause als erster Schritt
Im Mittelpunkt des Projekts steht der sogenannte Housing-First-Ansatz. Dieser verfolgt ein klares Prinzip: Betroffene erhalten zunächst eine eigene Wohnung, ohne vorher umfangreiche Bedingungen erfüllen zu müssen. Geplant sind fünf neu gebaute Mini-Appartements, die vollständig ausgestattet sind. Jedes Apartment verfügt über:
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ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette
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eine kleine Kochmöglichkeit
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einen abschließbaren, privaten Wohnraum
Mit einer Größe von rund zwölf Quadratmetern bieten die Wohnungen genau das, was vielen Betroffenen fehlt: Sicherheit, Privatsphäre und Stabilität.
Mehr als nur ein Dach über dem Kopf
Das Projekt geht jedoch weit über die Bereitstellung von Wohnraum hinaus. Ein zentraler Bestandteil ist die sozialpädagogische Betreuung vor Ort.
Die Bewohnerinnen erhalten Unterstützung bei:
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der Strukturierung ihres Alltags
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Behördengängen und bürokratischen Fragen
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gesundheitlichen und sozialen Herausforderungen
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der langfristigen Lebensplanung
Ziel ist es, die Frauen nachhaltig zu stabilisieren und ihnen den Weg zurück in ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Die Kombination aus Wohnraum und persönlicher Betreuung schafft dafür die notwendige Grundlage.
Finanzierung: Bau gesichert, Betrieb herausfordernd
Die bauliche Umsetzung des Projekts ist bereits gesichert. Dank der Unterstützung einer Stiftung können die fünf Appartements realisiert werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro, der Baustart ist für Mitte 2026 geplant. Doch während der Bau finanziert ist, bleibt der langfristige Betrieb eine Herausforderung. Besonders die laufenden Kosten für Betreuung und Infrastruktur müssen dauerhaft gedeckt werden. Ein Teil der Personalkosten wird im ersten Jahr durch staatliche Fördermittel übernommen. Dennoch bleibt das Projekt auf zusätzliche Spenden angewiesen, um langfristig bestehen zu können.
Spenden als wichtiger Baustein
Die beim Neujahrsempfang gesammelten Gelder leisten einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Projekts. Sie helfen dabei, nicht nur Wohnraum zu schaffen, sondern diesen auch mit Leben zu füllen. Jede Spende trägt dazu bei, Frauen in schwierigen Lebenslagen neue Perspektiven zu eröffnen und ihnen einen sicheren Neuanfang zu ermöglichen.
Gemeinsam Perspektiven schaffen
Der große Erfolg der Spendenaktion zeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn eine Gemeinschaft zusammensteht. Das Projekt ‚RückzugsRAUM‘ ist ein Beispiel dafür, wie gezielte Hilfe konkret umgesetzt werden kann. Mit Engagement, Solidarität und langfristiger Unterstützung entsteht in Bamberg ein Ort, der weit mehr ist als nur Wohnraum – ein Ort der Sicherheit, der Hoffnung und des Neuanfangs für Frauen in Not.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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