Die BMA365 Bamberg Baskets stehen im Playoff-Halbfinale der easyCredit Basketball Bundesliga unter Druck.
Nach der zweiten Niederlage gegen ALBA BERLIN liegt das Team von Head Coach Anton Gavel in der Best-of-five-Serie mit 0:2 zurück. Vor 6.833 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle mussten sich die Oberfranken am Montagabend mit 71:85 geschlagen geben. Damit wird die Aufgabe für die kommenden Heimspiele klar definiert: Die Bamberger müssen ihren Heimvorteil nutzen, um die Serie zu verlängern und die Chance auf den Finaleinzug am Leben zu halten. Spiel drei findet am Donnerstagabend um 20:30 Uhr in der ausverkauften BROSE ARENA statt.
Verbesserte Leistung reicht nicht zum Auswärtssieg
Im Vergleich zur ersten Halbfinalpartie präsentierten sich die Bamberg Baskets deutlich verbessert. Die Mannschaft zeigte mehr Einsatz, hielt über weite Strecken dagegen und konnte das Spiel phasenweise offen gestalten.Dennoch verhinderten vor allem Schwächen in der Offensive ein besseres Ergebnis. Während die Freiwurfquote nach einer schwachen ersten Halbzeit noch verbessert werden konnte, blieb die Trefferquote von der Dreierlinie ein großes Problem. Lediglich fünf von 28 Distanzwürfen fanden den Weg durch den Ring – eine Quote von lediglich 18 Prozent. Auch zahlreiche Ballverluste erschwerten es den Gästen, den Druck auf ALBA dauerhaft hochzuhalten.
Ausgeglichener Beginn mit Vorteilen für Berlin
Die Partie begann auf Augenhöhe. Beide Teams fanden schnell ihren Rhythmus und lieferten sich in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch. Bamberg hielt durch Treffer von Richard Balint und Cobe Williams dagegen, nachdem Jonas Mattisseck früh zwei Dreier für die Berliner versenkt hatte. Mit zunehmender Spieldauer übernahm jedoch ALBA die Kontrolle. Spielmacher Martin Hermannsson lenkte das Berliner Offensivspiel geschickt und sorgte gemeinsam mit Malte Delow für die erste größere Führung der Gastgeber. Nach dem ersten Viertel lag Bamberg mit 21:28 zurück.
Verpasste Chancen bremsen die Aufholjagd
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gelang den Gästen zunächst die gewünschte Reaktion. Ein Dreier von Demarcus Demonia brachte die Bamberger wieder auf Schlagdistanz. Doch genau in dieser Phase ließ das Team mehrere gute Wurfmöglichkeiten ungenutzt. ALBA nutzte die Schwächephase konsequent aus und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf zehn Punkte aus. Kurz vor der Halbzeit kämpften sich die Baskets zwar noch einmal heran, doch ein Dreier von Martin Hermannsson mit der Schlusssirene sorgte für einen echten Stimmungskiller. Statt eines knappen Rückstands ging Bamberg mit einem 38:46 in die Kabine.
Berliner Zwischenspurt entscheidet die Begegnung
Die entscheidende Phase der Partie folgte im dritten Viertel. Nach einem Drei-Punkte-Spiel von Ibi Watson verkürzte Bamberg zunächst auf 47:53 und schien wieder in Schlagdistanz zu kommen. Doch anschließend folgte der spielentscheidende Lauf der Berliner. Während die Gäste offensiv kaum noch Lösungen fanden, legte ALBA einen 17:6-Run aufs Parkett. Besonders Jack Kayil setzte dabei Akzente und traf kurz vor Ende des Viertels einen spektakulären Dreier aus großer Distanz zum 70:53. Dieser Rückstand erwies sich für die Bamberger als zu groß.
ALBA bringt den Vorsprung souverän ins Ziel
Auch im Schlussviertel ließ ALBA nichts mehr anbrennen. Ein weiterer Dreier von Moses Wood brachte die Gastgeber erstmals mit 20 Punkten in Führung. Zwar stemmten sich die Baskets weiterhin gegen die Niederlage, doch die Berliner kontrollierten das Spielgeschehen und verwalteten ihren Vorsprung souverän bis zur Schlusssirene. Am Ende stand ein verdienter 85:71-Erfolg für die Hauptstädter, die damit einen großen Schritt Richtung Playoff-Finale machen.
Cobe Williams fordert mehr Aggressivität
Bester Werfer der Bamberger war Cobe Williams mit 14 Punkten. Nach dem Spiel sprach der Guard vor allem die offensiven Probleme seines Teams an.
„Unsere Würfe sind heute nicht gefallen. Da gibt es auch nicht viel zu erklären. Wir müssen es im nächsten Spiel schaffen, noch bessere Möglichkeiten herauszuspielen und vielleicht auch einfach ihren Korb noch viel aggressiver zu attackieren. ALBA hat heute wieder sehr diszipliniert gespielt und so müssen wir jetzt in Spiel #3 von Beginn an noch härter spielen und uns vollkommen auf uns und unser Spiel fokussieren.“
Anton Gavel blickt nach vorne
Auch Head Coach Anton Gavel machte nach der Partie keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in mehreren Bereichen zulegen muss. Der Bamberger Trainer gratulierte ALBA zum zweiten Sieg und kritisierte die mangelnde Disziplin auf beiden Seiten des Feldes. Gleichzeitig richtete er den Fokus bereits auf die kommenden Aufgaben. „Vor dem dritten Spiel müssen wir an vielen Sachen arbeiten. Wir wollen jetzt in Bamberg die Serie verlängern. Das große Ziel ist dann natürlich, noch einmal zurück nach Berlin zu kommen.““, sagte Gavel.
Freak City soll zum Trumpf werden
Die Ausgangslage ist eindeutig: Noch eine Niederlage und die Saison der BMA365 Bamberg Baskets ist beendet. Doch genau jetzt setzt das Team auf die Unterstützung seiner Fans. Die BROSE ARENA wird am Donnerstagabend restlos ausverkauft sein und soll zur Festung werden. Wenn es den Bambergern gelingt, die Energie von Freak City auf das Spielfeld zu übertragen und ihre offensiven Probleme in den Griff zu bekommen, könnte die Serie noch einmal spannend werden. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich bereits in Spiel drei – einem Duell, das für die Baskets bereits Endspielcharakter besitzt.















