Nach jahrelanger Planung und Bauarbeiten wurde nun auf der Baustelle der Maria-Ward-Schulen in der Edelstraße in Bamberg Richtfest gefeiert.
Bis zum Frühjahr 2027 soll hier einer der modernsten Schulbaukomplexe Bayerns entstehen. Für die Domstadt bedeutet das einen großen Schritt in Richtung zeitgemäßer Bildung.
Ein Schulbau als mehr als nur Räume
Baudirektorin Petra Postler vom Erzbistum Bamberg betonte in ihrer Ansprache, dass mit dem Neubau mehr entstehe als nur ein Gebäude. Ziel sei ein offenes, einladendes Haus, das eine ‚andere Lernwelt‘ ermögliche. Dieses Konzept stellt christliche Werte wie Miteinander, Respekt und Wertschätzung in den Mittelpunkt.
Verbindung von Gymnasium, Realschule und Ganztagsschule
Der neue Schulkomplex wird die drei Schularten miteinander verknüpfen. Damit entsteht ein Ort des Austauschs und der Begegnung, an dem Schülerinnen verschiedener Bildungswege voneinander profitieren können.
Moderne Architektur mit nachhaltigem Konzept
Geplant wurden die Gebäude nach den neuesten pädagogischen Anforderungen. Dabei verfolgt das Erzbistum ein integrales ‚Konzept der Höfe‘, das Innen- und Außenräume harmonisch verbindet.
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Ein Glasdach verwandelt den großen Innenhof in eine helle Aula.
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Große Fenster schaffen Offenheit und Transparenz.
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Schattenspendende Bäume und ein ‚grünes Klassenzimmer‘ sorgen für ein angenehmes Mikroklima.
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Nachhaltige Baustoffe und eine Geothermie-Kühlung übertreffen aktuelle Klimaschutzstandards.
Vielfältige Lernräume für die Zukunft
Insgesamt entstehen 47 Klassenzimmer sowie Fachräume für Naturwissenschaften und Werkstätten. Ergänzt wird das Angebot durch eine Mensa, eine Bibliothek, einen Multifunktionsraum und eine Turnhalle im Untergeschoss. Damit entwickelt sich der Standort von einer Schule mit langen Fluren hin zu einem lebendigen Lern- und Lebensraum.
Ein Bauprojekt mit langer Vorgeschichte
Die ersten Ideen für die Neugestaltung wurden bereits 2010 entwickelt. 2012 starteten die Bauarbeiten an der Edelstraße 8, abgeschlossen 2017. 2014 begannen die Planungen für die Generalsanierung an der Edelstraße 1, der Architekturwettbewerb fiel 2019. Seit 2021 läuft die aktuelle Bauphase, die nun mit dem Richtfest im Rohbau einen entscheidenden Meilenstein erreicht hat.
100 Millionen Euro für moderne Bildung
Das Erzbistum Bamberg investiert insgesamt rund 100 Millionen Euro in das Projekt, davon übernimmt es selbst etwa 66 Millionen Euro. Während der Bauarbeiten wird der Schulbetrieb im Schulvillage am Heinrichsdamm aufrechterhalten, das eigens 2020 als Übergangslösung eingerichtet wurde.
Bildungstradition seit über 300 Jahren
Die Maria-Ward-Schulen blicken auf eine lange Tradition zurück: Bereits seit mehr als drei Jahrhunderten werden dort Schülerinnen im Geist und Auftrag der Gründerin Maria Ward unterrichtet. Seit 2002 ist das Erzbistum Bamberg Träger von Gymnasium und Realschule, 2004 folgte die Umbenennung in Maria-Ward-Schule der Erzdiözese Bamberg.
Bildung mit Zukunft
Mit dem Neubau der Maria-Ward-Schulen entsteht in Bamberg nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein Ort, der Tradition und Zukunft vereint. Die Verbindung moderner Lernwelten mit christlichen Werten macht den Campus zu einem wegweisenden Bildungsstandort, der Generationen von Schülerinnen auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet.
















