Die BMA365 Bamberg Baskets haben im dritten Spiel der Playoff-Halbfinalserie der easyCredit BBL ein wichtiges Lebenszeichen gesendet.
Vor 5.700 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften BROSE ARENA setzte sich das Team von Head Coach Anton Gavel mit 81:73 gegen ALBA BERLIN durch und verkürzte in der Best-of-Five-Serie auf 1:2. Nach zwei Niederlagen in Berlin präsentierten sich die Bamberger vor heimischem Publikum deutlich verbessert. Vor allem die Verteidigung, die zuletzt nicht immer überzeugen konnte, war der Schlüssel zum Erfolg gegen die Hauptstädter.
Defensive als Grundlage für den Erfolg
Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Defensivspezialist EJ Onu zeigte Bamberg eine engagierte und physische Leistung. Die Gastgeber schafften es, die Offensive der Berliner immer wieder aus dem Rhythmus zu bringen und hielten ALBA in drei der vier Viertel unter der Marke von 20 Punkten. Vor allem die intensive Arbeit gegen die Berliner Ballhandler zahlte sich aus. Immer wieder zwang Bamberg den Gegner zu schwierigen Würfen und nutzte Ballgewinne konsequent für einfache Punkte. ALBA-Coach Pedro Calles lobte nach dem Spiel die aggressive Verteidigung der Franken: „Bamberg hat heute sehr physisch gespielt und so haben sie das Spiel in der Verteidigung diktiert.“
Starker Start vor lautstarker Kulisse
Bereits in den ersten Minuten war zu spüren, dass die Bamberger unbedingt ein Ausscheiden verhindern wollten. Cobe Williams übernahm früh Verantwortung und erzielte die ersten sechs Punkte seines Teams. ALBA konnte zwischenzeitlich zwar die Führung übernehmen, doch die Gastgeber blieben stabil. Besonders Ibi Watson sorgte mit wichtigen Distanzwürfen dafür, dass Bamberg die Kontrolle behielt. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel führten die Hausherren knapp mit 17:16.
Dreier fallen endlich wieder
Ein großer Unterschied zu den ersten beiden Halbfinalspielen war die Trefferquote von jenseits der Dreipunktelinie. Während die Würfe in Berlin häufig ihr Ziel verfehlten, fanden die Bamberger vor eigenem Publikum deutlich besser ihren Rhythmus. Ibi Watson und Demarcus Demonia trafen wichtige Würfe von außen und bauten den Vorsprung im zweiten Viertel kontinuierlich aus. Ein Drei-Punkte-Spiel von Daniel Keppeler sowie weitere erfolgreiche Abschlüsse sorgten erstmals für eine zweistellige Führung. Kurz vor der Halbzeit lag Bamberg bereits mit 39:26 vorne, ehe ALBA den Rückstand noch etwas verkürzen konnte. Mit einer 39:30-Führung ging es in die Kabinen.
Bamberg dominiert das dritte Viertel
Nach der Pause setzte Bamberg zunächst dort an, wo das Team aufgehört hatte. Finn Döntgens, der überraschend für den verletzten Onu in die Startformation gerückt war, überzeugte mit starken Aktionen am Korb. Als Ibi Watson seinen vierten Dreier des Abends zum 56:41 versenkte, schien Bamberg das Spiel fest im Griff zu haben. Kurz darauf erhöhte Daniel Keppeler per Dunk auf 58:41. Doch ALBA zeigte die Qualitäten eines Spitzenteams. Mit einem 9:0-Lauf kämpften sich die Berliner zurück ins Spiel und verkürzten den Rückstand deutlich. Dank eines wichtigen Dreiers von Zach Ensminger behielten die Gastgeber jedoch die Oberhand und gingen mit einer 63:56-Führung in den Schlussabschnitt.
Cobe Williams übernimmt in der Crunchtime
Im letzten Viertel wurde es noch einmal spannend. ALBA kam bis auf fünf Punkte heran und setzte die Gastgeber unter Druck. In dieser Phase übernahm Cobe Williams Verantwortung. Der Point Guard setzte mit einem spektakulären Dunk ein Ausrufezeichen und war auch in den entscheidenden Minuten nicht zu stoppen. Als Michael Rataj knapp zwei Minuten vor Schluss auf 76:71 verkürzte, drohte das Spiel erneut zu kippen. Doch Williams antwortete mit einem wichtigen Korbleger, ehe Zach Ensminger mit einem Dreier zum 81:73 die Entscheidung herbeiführte. Defensiv sorgte Williams mit seinem sechsten Ballgewinn des Abends dafür, dass ALBA keine Chance mehr auf eine Aufholjagd bekam.
Williams, Watson und Demonia führen Bamberg an
Mehrere Spieler ragten auf Bamberger Seite heraus:
| Spieler | Punkte | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Cobe Williams | 20 | 5 Assists, 6 Steals |
| Ibi Watson | 18 | 4 erfolgreiche Dreier |
| Demarcus Demonia | 12 | Double-Double mit 11 Rebounds |
| Zach Ensminger | 6 | Wichtiger Dreier in der Schlussphase |
Bei ALBA BERLIN waren Norris Agbakoko und Justin Bean mit jeweils 14 Punkten die erfolgreichsten Werfer.
Stimmen zum Spiel
Der Bamberger Spielmacher Cobe Williams hob nach der Partie insbesondere die Unterstützung der Fans hervor:
„Wir haben heute in Spiel #3 wieder zu uns selbst und zu unserem Spiel gefunden. Dabei haben uns unsere Fans unglaublich unterstützt und uns mit dieser Atmosphäre hier in der Arena Momentum und Energie verschafft.
Auch Cheftrainer Anton Gavel zeigte sich zufrieden:
Es war ein wichtiger Sieg für unser Selbstvertrauen und für unsere Köpfe. Jetzt geht es darum, so schnell als möglich zu regenerieren, weil das heute auch von den Minuten her doch sehr eng war, und dann schauen wir, dass wir die Mannschaft so gut es geht auf Samstag vorbereiten.“
Entscheidung vertagt: Spiel vier wartet
Mit dem Erfolg hat Bamberg die Serie wieder spannend gemacht. Die Baskets verhinderten das vorzeitige Saisonende und dürfen weiter vom Einzug ins Finale träumen. Bereits am Samstag steht in Freak City das vierte Duell auf dem Programm. Mit einem weiteren Heimsieg könnte Bamberg die Serie ausgleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel in Berlin erzwingen. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen: Die Mannschaft hat ihr Selbstvertrauen zurückgewonnen, die Fans stehen geschlossen hinter dem Team und die BROSE ARENA dürfte erneut für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgen. Spiel 4 zwischen den BMA365 Bamberg Baskets und ALBA BERLIN beginnt am Samstag um 18:30 Uhr in der BROSE ARENA.
















