Der Krieg in der Ukraine hält die Welt weiterhin in Atem – doch gerade in schwierigen Zeiten sind Zeichen der Verbundenheit von großer Bedeutung.
Die Stadt Bamberg unterstreicht ihre Solidarität mit der Ukraine durch konkrete Hilfsmaßnahmen und eine geplante Städtepartnerschaft. Ein besonderer Moment war der Besuch des ukrainischen Botschafters Oleksii Makajew, der sich am 5. Februar in das Goldene Buch der Stadt Bamberg eintrug.
Ehrenvoller Moment im Alten Rathaus
Im historischen Rokokosaal des Alten Rathauses wurde Botschafter Oleksii Makajew feierlich empfangen. Neben Oberbürgermeister Andreas Starke nahmen auch die Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz, Lisa Badum und Thomas Silberhorn, Bürgermeister Wolfgang Metzner sowie die Mitglieder des Ältestenrats an der Zeremonie teil. Der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bamberg hatte eine besondere Symbolkraft: Er verdeutlichte die enge Verbundenheit zwischen Bamberg und der Ukraine. Oberbürgermeister Starke betonte in seiner Rede: „Auch die Stadt Bamberg unterstützt die Ukraine. Viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Kriegsgebiet sind hier, und wir helfen, eine neue Heimat zu finden.“
Hilfe für Geflüchtete in Bamberg
Die Stadt Bamberg engagiert sich stark für die rund 1.400 Geflüchteten aus der Ukraine. Eine besondere Rolle spielt dabei die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger: Etwa 200.000 Euro wurden bereits in den ‚Bamberger Hilfsfonds Ukraine eingezahlt.
Mit diesen Geldern konnte unter anderem das Stadtteilzentrum Löwenzahn finanziert werden, das Geflüchteten folgende Unterstützung bietet:
- Deutschkurse, um die Integration in den Arbeitsmarkt und den Alltag zu erleichtern
- Bewerbungshilfen, um eine berufliche Perspektive in Deutschland zu schaffen
- Psychosoziale Betreuung, um mit den traumatischen Erlebnissen des Krieges besser umgehen zu können
Zusätzlich würdigte Oberbürgermeister Starke den Einsatz des Vereins ‚Bamberg:UA‘, der von Studierenden der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gegründet wurde. Gemeinsam mit vielen Gastfamilien sorgt der Verein dafür, dass die Geflüchteten eine würdevolle und unterstützende Umgebung finden. „Wir versuchen alles, um die kulturelle Integration zu erleichtern“, so Starke.
Neue Städtepartnerschaft mit Mukatschewo geplant
Ein weiterer zentraler Punkt des Treffens war die geplante Städtepartnerschaft zwischen Bamberg und Mukatschewo, einer Stadt in der Westukraine. Oberbürgermeister Starke lud Botschafter Makajew offiziell zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde ein. Makajew betonte die enorme Bedeutung solcher Partnerschaften:„Städtepartnerschaften spielen eine enorme Rolle in den Beziehungen beider Länder.“ Diese Partnerschaft soll nicht nur den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch fördern, sondern auch gemeinsame Hilfs- und Bildungsprojekte ermöglichen.
Gastvortrag über den Krieg in Europa
Am Abend nahm Botschafter Makajew an einer Gedenkveranstaltung in der Volkshochschule Bamberg teil. Sein Vortrag ‚Krieg in Europa – Leben (und Tod) in der Ukraine‘ erinnerte an den dritten Jahrestag des Kriegsausbruchs. Vor zahlreichen Zuhörern schilderte Makajew die aktuelle Lage in seinem Heimatland und sprach über die menschlichen und politischen Auswirkungen des Krieges. Die Veranstaltung bot den Bambergern die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und Solidarität zu zeigen.
Bamberg bleibt ein verlässlicher Partner der Ukraine
Der Besuch von Botschafter Oleksii Makajew in Bamberg war ein starkes Zeichen der Zusammenarbeit und Unterstützung. Mit der Hilfe für Geflüchtete, der großzügigen Spendenbereitschaft und der geplanten Städtepartnerschaft mit Mukatschewo zeigt Bamberg, dass es an der Seite der Ukraine steht. Die Stadt wird auch in Zukunft aktive Solidarität zeigen und weiterhin daran arbeiten, Geflüchteten eine neue Perspektive zu ermöglichen.