Die Sternsingerinnen und Sternsinger im Erzbistum Bamberg haben auch 2026 ein beeindruckendes Sammelergebnis erzielt.
Bis zum Stichtag am 31. Juli kamen bei der 68. Aktion Dreikönigssingen insgesamt 1.751.877 Euro zusammen. Damit liegt das Ergebnis zwar unter dem Vorjahreswert von 1.903.646 Euro, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Kinder und Jugendliche aus zahlreichen Gemeinden und Einrichtungen waren Anfang Januar gemeinsam mit ihren erwachsenen Begleitpersonen unterwegs, um Spenden für benachteiligte Kinder weltweit zu sammeln.
Sternsinger aus 348 Einrichtungen beteiligt
An der diesjährigen Aktion beteiligten sich Sternsingergruppen aus 348 Pfarrgemeinden, Verbänden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen im Erzbistum Bamberg. Mit ihren traditionellen Gewändern zogen die Gruppen durch Dörfer und Städte. Dabei brachten sie nicht nur den Segen in die Häuser, sondern machten zugleich auf die Situation von Kindern aufmerksam, die unter Armut, Ausbeutung und fehlenden Bildungschancen leiden. Andreas Hoppe Weick, Vorsitzender des BDKJ-Diözesanverbands Bamberg, bedankte sich bei allen Beteiligten. Besonders hob er das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger hervor, die mit ihrem Einsatz ein Zeichen gegen Kinderarbeit weltweit gesetzt hätten.
Motto: „Schule statt Fabrik!“
Im Mittelpunkt der Aktion stand 2026 das Motto „Schule statt Fabrik! Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Damit richtete sich der Blick insbesondere auf Kinder, die arbeiten müssen, anstatt eine Schule besuchen zu können. Die gesammelten Spenden helfen dabei, Projekte zu finanzieren, die Kindern bessere Zukunftsperspektiven ermöglichen. Unter anderem werden Vorhaben in Bangladesch unterstützt, durch die Kinder Zugang zu Bildung erhalten. Bildung gilt dabei als wichtiger Schlüssel, um Kindern langfristig ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Aktion setzt deshalb nicht nur auf kurzfristige Hilfe, sondern unterstützt Projekte, die nachhaltige Veränderungen schaffen sollen.
Fast 47,2 Millionen Euro bundesweit
Auch bundesweit war die Aktion Dreikönigssingen erfolgreich. Nach Angaben der Träger wurden 2026 insgesamt 47.173.855 Euro gespendet. Seit dem Start der Aktion im Jahr 1959 sind damit bundesweit bereits mehr als 1,475 Milliarden Euro zusammengekommen. Mit den Spenden werden Projekte für benachteiligte und notleidende Kinder in verschiedenen Regionen der Welt unterstützt. Die geförderten Projekte decken zahlreiche Bereiche ab. Dazu gehören unter anderem:
- Bildung und Ausbildung
- Gesundheit und Ernährung
- Kinderschutz
- Nothilfe
- soziale Integration
- pastorale Aufgaben
Unterstützt werden Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa.
Kinder helfen Kindern
Eine Besonderheit der Aktion Dreikönigssingen ist, dass Kinder und Jugendliche selbst aktiv werden, um anderen Kindern zu helfen. Sie sammeln Spenden, informieren über die Lebenssituation von Gleichaltrigen in anderen Teilen der Welt und bringen gleichzeitig den traditionellen Segen in die Häuser. Getragen wird die bundesweite Aktion vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Im Erzbistum Bamberg wird die Aktion von zahlreichen Ehrenamtlichen, Gemeinden und Einrichtungen unterstützt. Ohne deren Engagement wäre das hohe Sammelergebnis nicht möglich.
Neue Aktion startet zum Jahreswechsel
Lange warten müssen die Sternsingerinnen und Sternsinger nicht auf ihren nächsten Einsatz. Rund um den kommenden Jahreswechsel startet bereits die 69. Aktion Dreikönigssingen. Im Mittelpunkt steht dann das Thema gesunde Ernährung. Das Leitwort lautet „Gutes Essen, starke Kinder – Sternsingen für gesunde Ernährung“. Als Beispielland steht Guatemala im Mittelpunkt der kommenden Aktion. Auch im Erzbistum Bamberg wird der Start wieder besonders gefeiert. Die diözesane Eröffnung der 69. Aktion Dreikönigssingen findet am Mittwoch, 30. Dezember 2026, in Bamberg statt.
Engagement mit großer Wirkung
Das aktuelle Sammelergebnis zeigt erneut, welchen Beitrag die Sternsingerinnen und Sternsinger leisten. Mehr als 1,75 Millionen Euro aus dem Erzbistum Bamberg fließen in diesem Jahr in Hilfsprojekte für Kinder, die Unterstützung dringend benötigen. Damit verbinden die Sternsinger Tradition, Gemeinschaft und weltweite Solidarität. Auch wenn das Ergebnis unter dem Vorjahr liegt, bleibt die Bereitschaft vieler Menschen, sich für benachteiligte Kinder einzusetzen, bemerkenswert. Mit der nächsten Aktion wird diese Tradition fortgesetzt – diesmal mit einem besonderen Blick auf gesunde Ernährung und starke Kinder in Guatemala.











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