Mit einem feierlichen Gottesdienst auf Burg Feuerstein bei Ebermannstadt hat Erzbischof Herwig Gössl den neuen Jugendplan des Erzbistums Bamberg offiziell in Kraft gesetzt.
Damit löst das neue Grundsatzpapier den bisherigen Jugendplan aus dem Jahr 2014 ab und soll künftig als Leitfaden für die katholische Kinder- und Jugendarbeit dienen. Mehr als 100 Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus der katholischen Jugendarbeit nahmen an der Feier teil.
Orientierung für die Jugendarbeit
Der neue Jugendplan trägt den Titel „Du bewegst die Welt“ und richtet sich an alle, die in der Jugendpastoral tätig sind – von Jugendverbänden über Pfarreien bis hin zu Bildungseinrichtungen. Erzbischof Herwig Gössl betonte, dass der Jugendplan allen Beteiligten Sicherheit und neue Impulse für ihre Arbeit geben solle. Das Dokument bündele zahlreiche Ideen, Hilfen und Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre.
Mitbestimmung und Vertrauen im Mittelpunkt
Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier bezeichnete den Jugendplan als klares Bekenntnis des Erzbistums, junge Menschen auch künftig zu begleiten und zu unterstützen. Für den stellvertretenden Jugendamtsleiter Björn Scharf steht insbesondere der Titel des Jugendplans für Vertrauen und echte Mitbestimmung junger Menschen in allen Bereichen der katholischen Jugendarbeit.
Antworten auf aktuelle Herausforderungen
Im Gottesdienst wurden verschiedene Herausforderungen thematisiert, mit denen junge Menschen heute konfrontiert sind – darunter Arbeitssuche, Mobbing und Kriege. Gleichzeitig stand die Botschaft im Mittelpunkt, dass der christliche Glaube Hoffnung und Orientierung geben könne. In seiner Predigt betonte Erzbischof Gössl, dass die Begegnung mit Jesus Christus das Fundament der Jugendarbeit bilde und Menschen dazu befähigen könne, die Welt positiv zu verändern.
Vielfältige Angebote für junge Menschen
Der Jugendplan dient künftig als Arbeitshilfe für Verantwortliche in der Jugendpastoral. Er umfasst Leitlinien für zahlreiche Angebote – darunter Jugendgruppen, Freizeiten, Zeltlager, internationale Begegnungen, Freiwilligendienste, Jugendberatung sowie besondere Formate wie Taizé-Fahrten, Star-Wars-Gottesdienste oder die bundesweite 72-Stunden-Aktion. Dabei richten sich die Angebote grundsätzlich an alle jungen Menschen bis 35 Jahre – unabhängig von Voraussetzungen oder Vorerfahrungen.
Entstanden in einem breiten Beteiligungsprozess
Der neue Jugendplan wurde über mehrere Monate hinweg gemeinsam von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bereiche des Erzbistums erarbeitet. Neben der Jugendamtsleitung waren unter anderem der BDKJ-Diözesanvorstand, die Hauptabteilung Seelsorge, die Mitarbeitendenvertretung sowie zahlreiche Ehren- und Hauptamtliche beteiligt. Die offizielle Einführung wurde nach dem Gottesdienst mit einem gemeinsamen Buffet, Musik und vielen Gesprächen gefeiert. Mit dem neuen Jugendplan will das Erzbistum Bamberg die katholische Jugendarbeit langfristig stärken und jungen Menschen weiterhin verlässliche Angebote und Orientierung bieten.
















