Die BMA365 Bamberg Baskets sind mit einer deutlichen Niederlage in die neue Saison der easyCredit BBL gestartet.
Beim FC Bayern München Basketball musste sich das Team von Head Coach Jesús Ramírez am Sonntagabend mit 72:108 (28:55) geschlagen geben. Nur in der Anfangsphase konnten die Bamberger mit dem Gastgeber mithalten. Nach einem guten Start übernahmen die Münchner zunehmend die Kontrolle und setzten sich bereits im ersten Viertel deutlich ab. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 28:55 praktisch entschieden. Bester Bamberger Werfer war Jordan Wright mit 16 Punkten. Für die Bayern erzielten Justinian Jessup und Johannes Voigtmann jeweils 15 Punkte.
Bamberg startet stark in die Partie
Head Coach Jesús Ramírez schickte Richard Balint, Yuval Hochstadter, Trevon Scott, Hason Ward und Geburtstagskind Mylik Wilson zum Saisonauftakt auf das Parkett. Trotz zweier früher Ballverluste erwischten die Bamberger einen guten Start. Trevon Scott erzielte per Dreier die ersten Punkte der neuen Spielzeit und brachte sein Team mit 3:0 in Führung. Die Bayern antworteten schnell, doch Richard Balint traf ebenfalls von außen und stellte den Spielstand auf 8:6 für Bamberg. Kurz darauf sorgte Mylik Wilson nach einem Steal von Hason Ward sogar für die 10:6-Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt sah es nach einem offenen Auftakt aus. Doch anschließend kippte die Partie innerhalb weniger Minuten.
Bayern drehen das Spiel mit einem Lauf
Nach gut viereinhalb Minuten nahm Ramírez einen kompletten Wechsel vor. Die Münchner nutzten diese Phase konsequent und legten einen 10:0-Lauf hin. Jordan Wright konnte die Serie zwischenzeitlich unterbrechen, doch die Bayern hatten das Momentum nun klar auf ihrer Seite. Bis zum Ende des ersten Viertels folgte sogar eine 24:3-Serie der Gastgeber. Nach zehn Minuten führten die Münchner bereits mit 30:13. Damit hatte sich das Kräfteverhältnis innerhalb weniger Minuten deutlich verschoben. Auch im zweiten Viertel fanden die Bamberger nicht zurück in die Partie. Justinian Jessup erhöhte den Rückstand nach gut einer Minute erstmals auf mehr als 20 Punkte. Bis zur Halbzeit kontrollierte der FC Bayern das Spiel und ging mit einer 55:28-Führung in die Kabine.
Nach der Pause bleibt Bayern souverän
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Bild. Die Münchner bestimmten das Spiel und konnten ihrem Coach dadurch viel Spielraum bei den Einsatzzeiten geben. Der FC Bayern verteilte die Minuten über den gesamten Kader. Lediglich Andreas Obst und Miles Norris standen am Ende länger als 20 Minuten auf dem Parkett. Das dritte Viertel verlief aus Bamberger Sicht zwar deutlich ausgeglichener. Mit 22:28 ging dieser Abschnitt nur mit sechs Punkten Differenz an die Gastgeber. An der klaren Führung änderte das allerdings nichts. Nach 30 Minuten stand es 83:50 für den FC Bayern.
56 Punkte aus der Zone
Im Schlussviertel war die Begegnung längst entschieden. Die Bayern kontrollierten das Geschehen weiterhin und bauten ihre Führung zwischenzeitlich sogar auf 39 Punkte aus. Besonders unter dem Korb hatten die Münchner große Vorteile. Insgesamt erzielte der FC Bayern 56 Punkte in der Zone und stellte damit die Bamberger Defensive immer wieder vor Probleme. Beim Stand von 106:67, gut zwei Minuten vor dem Ende, war die höchste Führung der Gastgeber erreicht. Am Ende gewann der FC Bayern seinen Season Opener souverän mit 108:72.
Bayern überzeugen als Kollektiv
Ein entscheidender Faktor für den deutlichen Erfolg war die Tiefe des Münchner Kaders. Auch ohne Duane Washington Jr., Niels Giffey und den verletzten MarJon Beauchamp konnte der FC Bayern seine Intensität über die komplette Spielzeit hochhalten. Alle zwölf eingesetzten Spieler erhielten Spielzeit. Johannes Voigtmann stand dabei mit 10:28 Minuten am kürzesten auf dem Feld, nutzte seine Einsatzzeit aber besonders effektiv. Der Center kam auf 15 Punkte, sieben Rebounds und drei Assists. Daraus ergab sich ein Effektivitätswert von 23. Auch Justinian Jessup erzielte 15 Punkte. Miles Norris kam auf 13 Zähler, Andreas Obst ebenfalls auf 13 Punkte. Bei Bamberg war Jordan Wright mit 16 Punkten der erfolgreichste Scorer.
Rebounds und Ballverluste sprechen für München
Auch ein Blick auf die Statistik verdeutlicht, warum die Partie so deutlich ausging. Die Bayern entschieden das Rebound-Duell mit 46:33 für sich. Besonders bei den Offensiv-Rebounds waren die Münchner erfolgreich. 20 Abpraller unter dem eigenen gegnerischen Korb konnten sie sichern und daraus 27 Punkte aus zweiten Chancen erzielen. Auch beim Zusammenspiel zeigte der FC Bayern seine Stärke. Die Gastgeber verteilten 26 Assists bei zwölf Ballverlusten. Bamberg kam dagegen auf 15 direkte Korbvorlagen und leistete sich 18 Ballverluste. Damit hatte München auch in dieser Kategorie klare Vorteile.
Ramírez: „Wir waren nicht bereit“
Nach der deutlichen Niederlage fand Jesús Ramírez klare Worte. Der Bamberger Head Coach gratulierte dem FC Bayern zunächst zum Sieg, kritisierte anschließend aber die eigene Leistung deutlich. Seiner Einschätzung nach sei sein Team nicht ausreichend auf die Intensität und die Anforderungen der BBL vorbereitet gewesen. Die Verantwortung dafür übernahm Ramírez selbst. Gleichzeitig betonte der Coach, dass die Saison noch sehr lang sei. Er verglich die Spielzeit mit einem Marathon, bei dem die Bamberger nach dem schwierigen Auftakt nun die richtigen Schlüsse ziehen müssten.
Bayern-Coach Gavel zufrieden mit der Defensive
Bayerns Head Coach Anton Gavel sah vor allem die starke Defensivleistung als Grundlage für den Erfolg. Sein Team habe bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Sieg gelegt. Nur 13 Punkte im ersten und 15 Punkte im zweiten Viertel ließ der FC Bayern zu. Auch die 26 Assists und 20 Offensiv-Rebounds hob Gavel positiv hervor. Gleichzeitig verwies auch er darauf, dass es sich zunächst nur um einen Sieg handle und bereits das nächste Spiel bevorstehe.
Bamberg muss schnell nach Vechta
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Bambergern nicht. Bereits am kommenden Mittwoch macht sich das Team erneut auf den Weg. Am Donnerstagabend um 20 Uhr steht am zweiten Spieltag der easyCredit BBL das Auswärtsspiel bei RASTA Vechta auf dem Programm. Damit haben die Baskets unmittelbar die Gelegenheit, auf den schwierigen Saisonauftakt zu reagieren.
Erstes Heimspiel gegen Ludwigsburg
Die erste Partie vor den eigenen Fans folgt nur zwei Tage später. Am Samstag, 26. September, um 20 Uhr empfangen die BMA365 Bamberg Baskets die MHP RIESEN Ludwigsburg in der BROSE ARENA. Für die Bamberger ist es damit die erste Möglichkeit, sich in der neuen Saison vor heimischem Publikum zu präsentieren. Nach der deutlichen Niederlage in München dürfte dabei vor allem interessant werden, welche Reaktion die Mannschaft von Jesús Ramírez auf den misslungenen Saisonstart zeigt.
Die wichtigsten Zahlen zum Spiel
| FC Bayern | Bamberg | |
|---|---|---|
| Endstand | 108 | 72 |
| Halbzeit | 55 | 28 |
| Rebounds | 46 | 33 |
| Assists | 26 | 15 |
| Ballverluste | 12 | 18 |
| Punkte in der Zone | 56 | – |
Die nächsten Spiele
- Donnerstag, 20 Uhr: RASTA Vechta – BMA365 Bamberg Baskets
- Samstag, 26. September, 20 Uhr: BMA365 Bamberg Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg
- Spielort: BROSE ARENA Bamberg
Jetzt zählt die Reaktion
Der Saisonauftakt beim FC Bayern ist für die BMA365 Bamberg Baskets deutlich anders verlaufen als erhofft. Nach einer guten Anfangsphase übernahmen die Münchner die Kontrolle und entschieden die Partie bereits vor der Halbzeit. Für Bamberg bleibt nun wenig Zeit, um sich mit der Niederlage aufzuhalten. Mit dem Spiel in Vechta wartet bereits am Donnerstag die nächste Aufgabe, ehe am Samstag das erste Heimspiel gegen Ludwigsburg folgt. Die kommenden beiden Partien bieten damit die nächste Gelegenheit, die eigenen Abläufe zu stabilisieren und eine Reaktion auf den Auftakt in München zu zeigen.















