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News Bamberg

3D-Druck eines jüdischen Grabsteins in Bamberg enthüllt

Historischer Fund erinnert an den Umgang mit Kulturgütern und religiösen Traditionen

Leah Von Leah
21.März.2025 | 12:51 Uhr
in Bamberg, Campus, Geschichte, Kultur
Der 3D-Nachdruck des jüdischen Grabsteins von 1400 wurde am Donnerstag, 20. März 2025, enthüllt. Quelle: Mia Rademacher/Universität Bamberg

Der 3D-Nachdruck des jüdischen Grabsteins von 1400 wurde am Donnerstag, 20. März 2025, enthüllt. Quelle: Mia Rademacher/Universität Bamberg

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat ein eindrucksvolles Zeichen der Erinnerung gesetzt: Am 20. März 2025 wurde in der Aula der Universität der 3D-Nachdruck eines jüdischen Grabsteins aus dem Jahr 1400 enthüllt.

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Das Original wurde 2015 bei Sanierungsarbeiten entdeckt – ein bedeutender Fund mit weitreichender historischer Bedeutung.

Ein bewegendes Zeichen der Erinnerung

Die ehemalige Dominikanerkirche, die heute als Aula der Universität dient, blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Im Zuge von Renovierungsarbeiten stießen Forschende auf einen jüdischen Grabstein, der als Baumaterial zweckentfremdet worden war. „Der Fund war für mich so erfreulich wie erschreckend“, erklärt Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, der damalige Präsident der Universität Bamberg. „Ein Fund aus dem Jahr 1400 noch dazu mit einer so eindrucksstarken Inschrift ist die eine Seite, die andere ist die Ignoranz gegenüber einer Religionsgemeinschaft, ein solches Dokument als Baumaterial zu verwerten.“ Aus diesem Grund wurde entschieden, den Grabstein nicht nur wieder auf einem jüdischen Friedhof beizusetzen, sondern ihn auch als originalgetreuen Nachdruck in der Aula zu präsentieren. Damit soll er als Mahnmal für einen verantwortungsvollen Umgang mit kulturellen und religiösen Artefakten dienen.

Die Geschichte hinter dem Fund

Die Sanierung der ehemaligen Dominikanerkirche begann 1999, als das Gebäude in stark sanierungsbedürftigem Zustand an die Universität übergeben wurde. Neben der Restaurierung des historischen Bauwerks fanden gleichzeitig archäologische Untersuchungen statt. Im Zuge dieser Arbeiten entdeckten Forschende in zwei Grüften mehrere jüdische Grabsteinfragmente. Besonders bemerkenswert war ein 70 x 55 cm großer Grabstein mit hebräischer Inschrift aus dem Jahr 1400. Er war mit der Schrift nach außen in die Seitenwand eines Grabes eingebaut worden – ein deutliches Zeichen dafür, dass jüdische Grabsteine als Baumaterial zweckentfremdet wurden. „Zumindest für Bamberg ist ein solcher Fund bislang einzigartig“, betont Judaistin Prof. Dr. Susanne Talabardon. Zudem liefert der Grabstein wertvolle Hinweise auf die jüdische Geschichte der Stadt: Er bestätigt, dass der jüdische Friedhof im Sandgebiet bereits vor seiner ersten Erwähnung im Jahr 1407 genutzt wurde.

Bedeutung für die Denkmalpflege und Erinnerungskultur

Die Wiederentdeckung und Reproduktion des Grabsteins war nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich. Das Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) spielte eine zentrale Rolle bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung. „Die Bamberger Altstadt ist so reich an Geschichte, dass man kaum einen Stein bewegen kann, ohne dabei ein historisch bedeutsames Artefakt zutage zu fördern“, sagt Prof. Dr. Kai Fischbach, amtierender Präsident der Universität Bamberg. Dank moderner Technologien wie dem 3D-Druck kann der Grabstein nun in seiner ursprünglichen Form sichtbar bleiben, ohne das Original weiter zu gefährden. Die Initiative zur Reproduktion des Grabsteins zeigt eindrucksvoll, wie moderne Wissenschaft und historische Verantwortung Hand in Hand gehen können. Der 3D-Druck ermöglicht eine detailgetreue Rekonstruktion, die als Mahnmal an die Geschichte erinnert und zugleich für den Erhalt kultureller Güter sensibilisiert.

Ein Denkmal für die Zukunft

Mit der feierlichen Enthüllung des 3D-Nachdrucks setzt die Universität Bamberg ein klares Zeichen: Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten, und der respektvolle Umgang mit kulturellem Erbe ist essenziell für eine aufgeklärte Gesellschaft. Das Projekt zeigt, dass Erinnerungskultur nicht nur aus der Bewahrung historischer Dokumente besteht, sondern auch aus aktiven Maßnahmen, um vergangenes Unrecht sichtbar zu machen und daraus zu lernen. Der jüdische Grabstein in der Aula der Universität Bamberg bleibt somit nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch ein lebendiges Mahnmal für kommende Generationen. Weitere Informationen zum Nachdruck des jüdischen Grabsteins finden Sie unter: www.uni-bamberg.de/universitaet/profil/geschichte-und-tradition/3d-grabstein/

Leah


Leah

Als Bambergerin mit Leib und Seele ist Leah unsere Redakteurin für das lokale Geschehen. Sie kennt die Stadt wie ihre Westentasche und weiß ganz genau, wo der Hase wirklich läuft.

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