Die beeindruckende Saison der BMA365 Bamberg Baskets ist beendet. Im entscheidenden fünften Spiel der Halbfinalserie der easyCredit BBL musste sich das Team von Head Coach Anton Gavel am Dienstagabend bei ALBA BERLIN deutlich mit 66:97 geschlagen geben.
Damit verloren die Oberfranken die Best-of-five-Serie mit 2:3 und verpassten den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft. Trotz des bitteren Ausscheidens bleibt eine außergewöhnliche Spielzeit in Erinnerung, die mit dem Gewinn des BBL-Pokals einen historischen Höhepunkt erreichte.
Fans sorgen erneut für Gänsehaut-Moment
Auch im letzten Saisonspiel konnten sich die Bamberg Baskets auf ihre treuen Anhänger verlassen. Mit sieben Reisebussen machten sich Hunderte Fans aus Freak City auf den Weg nach Berlin und verwandelten Teile der ausverkauften Max-Schmeling-Halle in ein blau-weißes Tollhaus. Bis zur letzten Minute unterstützten die mitgereisten Anhänger ihr Team lautstark und sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre, die die besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans einmal mehr unter Beweis stellte.
Starker Beginn, dann übernimmt ALBA das Kommando
Die Bamberger starteten engagiert in die Partie. Center EJ Onu eröffnete das Spiel mit einem spektakulären Dunking und sorgte für einen vielversprechenden Auftakt. Doch die Gastgeber präsentierten sich von Beginn an hochkonzentriert, aggressiv beim Rebound und treffsicher aus der Distanz. Während Martin Hermannsson das Berliner Spiel lenkte, hatte Bamberg früh Probleme im Offensivrhythmus. Mehrere Ballverluste verhinderten einen besseren Start. Dennoch hielten die Gäste zunächst Kontakt und gingen mit einem Rückstand von lediglich fünf Punkten in die erste Viertelpause (17:22).
Das zweite Viertel wird zum Knackpunkt
Wie bereits im zweiten Spiel der Serie fiel die Entscheidung im zweiten Viertel. ALBA BERLIN spielte sich förmlich in einen Rausch und dominierte beide Seiten des Feldes. Die Berliner nutzten zahlreiche Ballverluste der Gäste konsequent aus und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Bamberg fand weder offensiv noch defensiv Lösungen gegen die Energie und Intensität der Hausherren. Mit einem deutlichen 30:9 entschied ALBA den zweiten Abschnitt für sich. Zur Halbzeit stand es bereits 52:26 für die Berliner. Besonders die Rebound-Dominanz und die hohe Effizienz der Gastgeber machten den Unterschied aus.
Keine Aufholjagd nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Bamberg Baskets noch einmal zurückzukommen. Ein schneller 5:0-Lauf sorgte kurzzeitig für Hoffnung. Doch näher als auf 21 Punkte Rückstand kamen die Gäste nicht mehr heran. ALBA kontrollierte weiterhin das Geschehen unter den Körben und dominierte das Rebound-Duell deutlich. Vor allem die zahlreichen Offensivrebounds ermöglichten den Berlinern immer wieder zweite Chancen. Spätestens beim Stand von 39:70 kurz vor Ende des dritten Viertels war die Entscheidung gefallen. Im Schlussabschnitt verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung souverän und feierten schließlich einen ungefährdeten 97:66-Erfolg.
Stolz trotz Enttäuschung
Trotz der klaren Niederlage überwog bei den Bambergern nach Spielende auch der Stolz auf eine außergewöhnliche Saison. „Ich bin unglaublich stolz auf unsere Mannschaft in dieser Saison. Natürlich hätten wir uns heute ein anderes Ende dieses Spiels gewünscht, aber Berlin war heute einfach besser“, erklärte Kapitän Zach Ensminger nach der Partie. Auch Trainer Anton Gavel gratulierte dem Gegner fair zum Finaleinzug: „Wir haben ab dem zweiten Viertel keinen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt. Wir haben defensiv nicht stattgefunden und es ALBA zu einfach gemacht.“
ALBA lobt Bamberger Leistung
Auch auf Berliner Seite gab es anerkennende Worte für die Gäste aus Franken. ALBA-Coach Pedro Calles hob die Leistung seiner Mannschaft hervor, betonte aber zugleich den Respekt vor dem Gegner. „Die Bamberger haben eine tolle Saison gespielt und uns in dieser Halbfinalserie alles abverlangt“, sagte der Spanier nach dem Spiel.
Saisonabschluss gemeinsam mit den Fans
Auch wenn der Traum vom Finale geplatzt ist, soll die Saison einen würdigen Abschluss erhalten. Die BMA365 Bamberg Baskets laden ihre Fans deshalb am Freitag zum großen Saisonabschlussfest am Trainingszentrum in Strullendorf ein. Ab 16:30 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Rahmenprogramm mit Freigetränken, Foodtruck, Grillstation, Tombola, Merchandising-Angeboten sowie dem kompletten Pokalsieger-Team. Um 17:30 Uhr beginnt die offizielle Veranstaltung mit anschließender Autogrammstunde.
Eine Spielzeit, die in Erinnerung bleibt
Die Niederlage in Berlin markiert zwar das Ende einer erfolgreichen Saison, schmälert jedoch nicht die Leistungen der vergangenen Monate. Mit dem Pokalsieg, dem Einzug ins Playoff-Halbfinale und zahlreichen emotionalen Momenten haben die Bamberg Baskets ihren Fans eine Spielzeit beschert, die lange in Erinnerung bleiben wird. Auch wenn der letzte Schritt ins Finale nicht gelang, hat die Mannschaft eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in ihr steckt – und eine starke Grundlage für die kommende Saison geschaffen.















