Im Rahmen eines großen Familientages in Bamberg hat der emeritierte Erzbischof Ludwig Schick die von ihm gegründete Familienstiftung Kinderreich offiziell an seinen Nachfolger Erzbischof Herwig Gössl übergeben.
Die Übergabe fand auf dem Gelände des Don-Bosco-Jugendwerks statt und bildete einen besonderen Höhepunkt der Veranstaltung für kinderreiche Familien aus dem Erzbistum Bamberg. Mit dem Schritt soll die Zukunft der Stiftung dauerhaft gesichert und die Unterstützung von Familien mit vielen Kindern langfristig fortgeführt werden.
Engagement für Familien seit mehr als 20 Jahren
Die Familienstiftung Kinderreich wurde im Jahr 2005 von Ludwig Schick ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist es, kinderreiche Familien zu fördern und ihnen gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Familien in finanziellen Notlagen – unabhängig von ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Seit ihrer Gründung konnten bereits mehr als 724.000 Euro an betroffene Familien ausgezahlt werden. Zusätzlich fördert die Stiftung regelmäßig Projekte der Caritas, die Familien stärken und unterstützen.
„Kinderreiche Familien sind die Zukunft“
Bei der Übergabe betonte Ludwig Schick die große Bedeutung von Familien mit mehreren Kindern für die Gesellschaft. Kinderreiche Familien würden häufig nicht die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen. Die Stiftung solle dazu beitragen, diese Familien sichtbar zu machen und ihre wichtige Rolle für die Zukunft hervorzuheben. Gleichzeitig äußerte der emeritierte Erzbischof seine Sorge über die sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland. Nach seinen Worten leide die Gesellschaft weniger unter einer Überalterung als vielmehr unter einem Mangel an jungen Menschen. Um die Herausforderungen in Wirtschaft und Sozialwesen langfristig bewältigen zu können, seien mehr Kinder und Jugendliche notwendig.
Herwig Gössl übernimmt Verantwortung
Mit der offiziellen Übergabe übernimmt Erzbischof Herwig Gössl künftig den Vorsitz der Stiftung. Schick verband diesen Schritt mit dem Wunsch, dass die Familienstiftung auch in Zukunft ein deutliches Zeichen für Familienfreundlichkeit im Erzbistum Bamberg setzt. Gössl dankte seinem Vorgänger für dessen jahrzehntelanges Engagement und die erfolgreiche Arbeit der Stiftung. Er würdigte die Leistungen der vergangenen 20 Jahre und kündigte an, die Unterstützung kinderreicher Familien mit voller Überzeugung fortzuführen. Unter dem Beifall der anwesenden Familien versprach der Erzbischof, sich weiterhin für die Anliegen kinderreicher Familien einzusetzen.
Familientag mit mehr als 120 Kindern
Die Stiftungsübergabe fand im Rahmen eines Begegnungs- und Erlebnistages für kinderreiche Familien statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Familienbund der Katholiken im Erzbistum Bamberg. Rund 30 Elternpaare mit insgesamt 123 Kindern nahmen an dem Familientag teil. Auf dem Programm standen zahlreiche Freizeitangebote und Workshops für Kinder und Erwachsene. Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen Familien zu fördern und gleichzeitig wichtige gesellschaftliche Themen in den Mittelpunkt zu rücken.
Psychische Gesundheit im Fokus
Ein besonderer Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dabei wurden aktuelle Herausforderungen sowie Möglichkeiten der Unterstützung für Familien thematisiert. Die Veranstaltung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und sich über Hilfsangebote zu informieren.
Gemeinsamer Segen zum Abschluss
Den Abschluss des Familientages bildete ein gemeinsamer Segen für die anwesenden Familien. Erzbischof Herwig Gössl und sein Vorgänger Ludwig Schick spendeten diesen gemeinsam und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit. Die Veranstaltung machte deutlich, welchen Stellenwert Familienarbeit im Erzbistum Bamberg einnimmt und wie wichtig die Unterstützung kinderreicher Familien auch in Zukunft bleiben wird.
Stiftung setzt Arbeit fort
Mit dem Wechsel an der Spitze beginnt für die Familienstiftung Kinderreich ein neues Kapitel. Die Ziele bleiben dabei unverändert: Familien stärken, finanzielle Unterstützung leisten und die gesellschaftliche Anerkennung kinderreicher Familien fördern. Durch die Übergabe an Erzbischof Gössl soll sichergestellt werden, dass dieses Engagement auch in den kommenden Jahren fortgesetzt wird und Familien in schwierigen Situationen weiterhin auf Hilfe zählen können.















