Die BMA365 Bamberg Baskets haben am sechsten Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga ihren dritten Saisonsieg eingefahren.
Am Freitagabend setzte sich das Team von Head Coach Jesús Ramírez auswärts bei den EWE Baskets Oldenburg mit 80:70 durch. Nach drei umkämpften Vierteln sorgten die Bamberger im Schlussabschnitt für klare Verhältnisse. Vor 6.500 Zuschauern in der ausverkauften EWE Arena entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Die Führung wechselte mehrfach, keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Erst im letzten Viertel gelang es den Gästen aus Freak City, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Mit einem starken Schlussabschnitt, den Bamberg mit 20:6 für sich entschied, sicherten sich die Baskets letztlich einen verdienten Auswärtserfolg. Für die Mannschaft war es der dritte Sieg im vierten Auswärtsspiel der noch jungen Bundesliga-Saison.
Richard Balint führt Bamberg zum Sieg
Offensiv setzte Richard Balint ein Ausrufezeichen. Mit 18 Punkten war der Bamberger der erfolgreichste Werfer der Partie. Auch Trevon Scott, der elf Zähler beisteuerte, und Jordan Jones mit acht Punkten hatten ihren Anteil am Erfolg. Joshua Obiesie kam ebenfalls auf acht Punkte. Aufseiten der Gastgeber waren Tylan Pope mit 17 Punkten und Jeremy Roach mit 16 Zählern die erfolgreichsten Werfer. Oldenburg musste allerdings auf mehrere Spieler verzichten und konnte verletzungsbedingt nur eine Sieben-Mann-Rotation aufbieten. Das machte sich insbesondere im Schlussviertel bemerkbar. Trotzdem hielten die Niedersachsen über weite Strecken mit. Erst als Bamberg in den letzten zehn Minuten das Tempo und den defensiven Druck erhöhte, verloren die Gastgeber zunehmend den Anschluss.
Starker Start, aber knappe Halbzeitführung für Oldenburg
Head Coach Jesús Ramírez setzte erneut auf seine Startformation mit Jordan Jones, Richard Balint, Yuval Hochstadter, Trevon Scott und Hason Ward. Oldenburg musste neben den länger verletzten Le’Tre Darthard, Nate Johnson und Ja’Qualyn Gilbreath auch auf Nicholas Tischler verzichten, der sich im Training einen Fingerbruch zugezogen hatte. Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und gingen früh mit 6:0 in Führung. Trevon Scott antwortete mit einem Dreier und leitete damit eine starke Phase der Bamberger ein. Durch einen 11:0-Lauf drehten die Gäste den Spielstand und lagen zwischenzeitlich mit 11:6 vorne. Oldenburg blieb jedoch gefährlich. Vor allem Jeremy Roach und Tylan Pope sorgten dafür, dass die Partie eng blieb. Nach einem wechselhaften ersten Viertel stand es 25:24 für Bamberg. Auch im zweiten Abschnitt konnten sich die Gäste zunächst leicht absetzen. Oldenburg kämpfte sich aber zurück und glich zum 35:35 aus. Kurz vor der Pause übernahmen die Niedersachsen erneut die Führung. Brendan Terry verkürzte für Bamberg auf 37:39 und stellte damit den Halbzeitstand her.
Auch nach der Pause bleibt das Spiel offen
Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst ähnlich weiter. Oldenburg baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf sieben Punkte aus und führte im dritten Viertel mit 52:45. Bamberg ließ sich davon jedoch nicht abschütteln. Wilson, Hason Ward und Joshua Obiesie brachten die Gäste wieder näher heran. Die Baskets arbeiteten sich Schritt für Schritt zurück ins Spiel, konnten die Führung der Oldenburger zunächst aber nicht vollständig drehen. Vor dem Schlussviertel lagen die Bamberger mit 60:64 zurück. Damit war die Ausgangslage klar: Für den Auswärtssieg musste in den letzten zehn Minuten eine deutliche Leistungssteigerung her.
Defensive wird zum Schlüssel im Schlussviertel
Diese Steigerung gelang eindrucksvoll. Zu Beginn des letzten Viertels ließen die Bamberger die Gastgeber mehr als drei Minuten lang nicht punkten. Gleichzeitig fanden sie selbst offensiv die richtigen Lösungen und legten neun Zähler in Serie nach. So drehten sie den Spielstand und gingen mit 69:64 in Führung. Oldenburg kam durch Jeremy Roach und Wiggins zwar noch einmal auf 69:68 heran, doch Bamberg behielt die Nerven. Mit einem weiteren Lauf setzten sich die Gäste endgültig ab. Insgesamt gelangen ihnen in der Schlussphase elf Punkte in Serie. Als Joshua Obiesie 94 Sekunden vor dem Ende einen Freiwurf zum 80:68 verwandelte, war die Entscheidung gefallen. Oldenburg konnte nur noch verkürzen, sodass am Ende ein 80:70 für Bamberg auf der Anzeigetafel stand.
Treffsicherheit von außen und konsequente Verteidigung
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg war die Arbeit in der Defensive. Wie bereits beim Auswärtsspiel in Vechta gelang es den Bambergern, ihren Gegner unter 80 Punkten zu halten. Dabei hatten die Oldenburger aus dem Feld mit 49 Prozent sogar eine etwas bessere Trefferquote als Bamberg mit 46 Prozent. Entscheidend war jedoch der Unterschied beim Dreipunktewurf: Während die Gastgeber nur drei ihrer 18 Versuche trafen und damit auf eine Quote von 17 Prozent kamen, versenkten die Bamberger acht von 23 Würfen von jenseits der Dreierlinie. Das entsprach einer Quote von rund 35 Prozent. Zusammen mit dem hohen defensiven Druck im Schlussviertel legte diese Stärke den Grundstein für den Auswärtssieg.
Ramírez lobt den Teamgeist seiner Mannschaft
Nach der Partie zeigte sich Head Coach Jesús Ramírez erleichtert. Er bezeichnete den Erfolg als wichtigen Sieg, den seine Mannschaft unbedingt gebraucht habe:
„Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns, nachdem wir einige Niederlagen einstecken mussten. Wir sind auf dem Weg unsere Identität zu finden und Bamberger Basketball zu spielen. In den letzten Wochen war das nur teilweise zu sehen. Wir sind das Spiel richtig angegangen, auch wenn Oldenburg einige Spieler gefehlt haben. Nach dem guten Start hat unser schlechtes Foulmanagement dafür gesorgt, dass wir unser Spiel nicht umgesetzt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser kontrolliert und es war in Teilen des dritten und vierten Viertels der Druck über das ganze Feld zu sehen, den wir uns vorstellen. Damit haben wir das Spiel gedreht. Ich möchte Oldenburg für die Atmosphäre ein Kompliment machen. Es ist immer schwer, hier zu spielen.“
Champions League wartet bereits am Dienstag
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den BMA365 Bamberg Baskets nicht. Nach dem Erfolg in der Bundesliga richtet sich der Blick wieder auf die Basketball Champions League. Am kommenden Dienstag, 27. Oktober, empfangen die Bamberger in der BROSE ARENA das italienische Team ITELYUM Varese. Der Tip-off ist für 19 Uhr angesetzt. Tickets für die Partie sind online sowie im Freak City Store erhältlich. Auch für das nächste Bundesliga-Heimspiel können bereits Karten erworben werden. Am Sonntag, 1. November, steht für Bamberg der nächste Auftritt in der easyCredit BBL an. Beim Familienspieltag treffen die Baskets um 15 Uhr auf Science City Jena. Mit dem Auswärtssieg in Oldenburg im Rücken wollen die Bamberger nun auch vor heimischem Publikum nachlegen.
















