Das Schulgebäude aus dem Jahr 1880 wird derzeit während des laufenden Schulbetriebs teilsaniert. Nun machen zusätzliche Schäden an der alten Bausubstanz sowie die Kündigung eines Handwerksbetriebs eine Anpassung des Zeitplans notwendig. Für die Schulfamilie bedeutet das weitere Einschränkungen durch Baustellenlärm, Arbeiten und wiederkehrende Terminänderungen. Die Stadt will deshalb transparent über die Gründe für die Verzögerung und die nächsten Schritte informieren.
Schäden erst beim Rückbau sichtbar
Ein wesentlicher Grund für die Verzögerung sind bislang nicht erkennbare Schäden im ersten Obergeschoss. Beim planmäßigen Entfernen der Putzflächen zeigte sich, dass die Bausubstanz deutlich stärker beschädigt ist als zunächst angenommen. Große Teile der Wandflächen mussten ausgebrochen werden. Dadurch ist nun ein wesentlich aufwendigerer Wiederaufbau erforderlich. Die zusätzlichen Arbeiten wirken sich unmittelbar auf den Bauzeitenplan aus. Gerade bei historischen Gebäuden lassen sich Schäden hinter bestehenden Oberflächen häufig erst erkennen, wenn diese im Zuge der Sanierung entfernt werden. Im Fall der Wunderburgschule führt dies nun zu einem erheblichen Mehraufwand.
Handwerksbetrieb wurde gekündigt
Zusätzlich wurde der Bauablauf durch Probleme bei einem beauftragten Handwerksbetrieb erschwert. Die Stadtverwaltung sah sich nach eigenen Angaben gezwungen, dem Fliesenleger wegen vertragswidriger Untätigkeit fristlos zu kündigen. Das betroffene Gewerk muss nun neu vergeben werden. Damit soll verhindert werden, dass sich die Verzögerungen bei der Sanierung noch weiter verlängern. Die Stadt versucht nach eigenen Angaben, durch die erneute Vergabe des Auftrags den weiteren Bauablauf möglichst schnell zu stabilisieren.
Fertigstellung erst für Herbst 2027 geplant
Aufgrund der zusätzlichen Schäden und der weiteren Verzögerungen musste der Zeitplan grundlegend angepasst werden. Der Rück- und Neuaufbau der Bodenkonstruktion im Bereich der Mittagsbetreuung soll gebündelt während der Sommerferien 2026 erfolgen. Für die Arbeiten im Hauptgebäude wird dagegen inzwischen eine Fertigstellung zu den Herbstferien 2027 vorgesehen. Damit verlängert sich die Belastung für die Schule deutlich. Der laufende Schulbetrieb muss weiterhin mit der Baustelle koordiniert werden.
Baukosten steigen auf rund 8,55 Millionen Euro
Nicht nur die Bauzeit verlängert sich. Auch die Kosten der Sanierung steigen. Neben dem zusätzlichen Aufwand durch die tiefergehende Sanierung der historischen Bausubstanz wirken sich auch die allgemeinen Baukostensteigerungen auf das Projekt aus. Die Gesamtkosten werden inzwischen auf rund 8,55 Millionen Euro brutto geschätzt. Dabei werden marktbedingte Kostensteigerungen von etwa zehn Prozent berücksichtigt. Die zusätzlichen Arbeiten an den Wänden und die notwendigen Anpassungen im Bauablauf erhöhen damit sowohl den zeitlichen als auch den finanziellen Aufwand der Sanierung.
Schulfamilie braucht weiterhin Geduld
Eine Sanierung im laufenden Schulbetrieb stellt die Schule vor besondere Herausforderungen. Lärm, Baustellenbereiche und organisatorische Einschränkungen gehören bereits seit Beginn der Arbeiten zum Alltag. Durch die nun erforderliche Verlängerung müssen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Betreuungspersonal weiterhin flexibel bleiben. Gleichzeitig sollen die notwendigen Arbeiten dazu beitragen, die historische Bausubstanz nachhaltig zu sichern und das Gebäude langfristig für den Schulbetrieb zu erhalten. Die aktualisierte Planung soll dabei helfen, die noch ausstehenden Arbeiten verlässlich zu koordinieren und weitere Verzögerungen möglichst zu vermeiden.
















