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News Bamberg

Bamberg: Bilanz nach 100 Tagen Niedermaier

Oberbürgermeister zieht Bilanz und gibt einen Ausblick auf seine nächsten Vorhaben

Leah Von Leah
12.August.2026 | 15:50 Uhr
in Bamberg, Politik
Der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ist Sebastian M.
Niedermaier besonders wichtig. / Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen
Schraudner

Der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ist Sebastian M. Niedermaier besonders wichtig. / Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen Schraudner

Seit rund 100 Tagen ist Sebastian M. Niedermaier Oberbürgermeister von Bamberg.

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In seinen ersten Monaten setzte er bewusst auf Präsenz vor Ort und zahlreiche Gespräche mit den Menschen in der Stadt. Statt sich zunächst ausschließlich mit Verwaltungsabläufen zu beschäftigen, suchte Niedermaier den direkten Kontakt zu Unternehmern, Einzelhändlern, Gastronomen, Bürgervereinen, Investoren und Bürgerinnen und Bürgern. „Mir war wichtig, vom ersten Tag an anzupacken“, sagt der Oberbürgermeister. Sein Ziel sei es, Probleme frühzeitig zu erkennen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und wichtige Projekte möglichst schnell voranzubringen.

Bürgersprechstunden sollen Austausch erleichtern

Ein Schwerpunkt der ersten 100 Tage war der direkte Dialog mit der Stadtgesellschaft. Niedermaier veranstaltete Bürgersprechstunden im Rathaus und in den Stadtteilen und führte Gespräche mit Bürgervereinen. Auch bei den Bürgerversammlungen soll es künftig neue Formate geben. Die Stadt möchte damit den Austausch erleichtern und Entscheidungswege verkürzen. Für Niedermaier ist der persönliche Austausch ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Die Menschen vor Ort wüssten häufig sehr genau, wo Probleme bestehen und welche Lösungen gebraucht werden.

Innenstadt und Wirtschaft im Fokus

Besonders intensiv beschäftigte sich der Oberbürgermeister in den vergangenen Monaten mit der Bamberger Innenstadt und der lokalen Wirtschaft. Bei zahlreichen Vor-Ort-Terminen informierte er sich über die Auswirkungen von Baustellen und sprach mit Einzelhändlern und Gastronomen. Gemeinsam sollten möglichst pragmatische Lösungen gefunden werden. Als Beispiel nennt die Stadt die Sperrung am Brucknersteg, die in Abstimmung mit den ansässigen Betrieben möglichst kurz gehalten wurde. Auch am Maxplatz wurde während der laufenden Bauarbeiten reagiert: Ein orangefarbener Weg soll Besucherinnen und Besucher zu den Geschäften hinter der Baustelle führen.

„Wir müssen den Mut haben, Dinge anzupacken“

Niedermaier will nach eigenen Angaben stärker auf pragmatische Lösungen setzen. Nicht jede Entscheidung müsse von Anfang an perfekt sein, entscheidend sei vielmehr, Probleme anzugehen und Lösungen bei Bedarf weiterzuentwickeln. Auch innerhalb der Stadtverwaltung sollen Prozesse schneller werden. Dazu wurden unter anderem klare Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geschaffen.

Wirtschaft soll stärker eingebunden werden

Mit einem neuen Wirtschaftsbeirat und einem Wirtschaftssenat möchte die Stadt Unternehmen, Handwerk, Handel, Industrie und Wissenschaft stärker in strategische Entscheidungen einbinden. Für Niedermaier ist die Wirtschaft ein zentraler Bestandteil der Stadtentwicklung. Unternehmen, die investieren, Arbeitsplätze schaffen oder ihren Standort weiterentwickeln wollen, sollen die Stadtverwaltung als verlässlichen Partner erleben.

„Lebensader Innenstadt“ als Zukunftsprojekt

Ein wichtiges Projekt der ersten 100 Tage ist die geplante „Lebensader Innenstadt“. Mit einer Bewerbung um Bundesfördermittel möchte die Stadt unter anderem den Maxplatz und weitere Bereiche der Innenstadt klimaresilient umgestalten. Geplant sind mehr Grün und Wasser sowie eine höhere Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig soll die Innenstadt als Einkaufsstandort gestärkt werden. Niedermaier sieht dabei keinen Widerspruch zwischen Klimaanpassung und Wirtschaft. Eine attraktive Innenstadt brauche aus seiner Sicht hochwertige öffentliche Räume, die wiederum Handel, Gastronomie und weitere Angebote stärken.

Große Projekte für Bambergs Zukunft

Neben der Innenstadt standen auch langfristige Themen auf der Agenda des neuen Oberbürgermeisters. Dazu gehört die Entwicklung des Bamberger Ostens. In Gesprächen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben geht es um die weitere Entwicklung entsprechender Flächen. Auch beim Bahnausbau will die Stadt frühzeitig ihre Interessen vertreten. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn setzt sich Bamberg dafür ein, den Bahnausbau voranzubringen und den ICE-Halt langfristig zu sichern. Für Niedermaier sind solche Entscheidungen von großer Bedeutung für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität der Stadt.

Stadt und Landkreis wollen enger zusammenarbeiten

Auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Bamberg soll weiter intensiviert werden. Gemeinsam mit Landrat Johannes Maciejonczyk wurden bereits in den ersten Wochen verschiedene Zukunftsthemen besprochen. Dazu gehören unter anderem der öffentliche Nahverkehr, gemeinsame Einrichtungen und die regionale Entwicklung. Die Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis soll dabei helfen, übergreifende Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Die ersten 100 Tage als Startschuss

Nach 100 Tagen im Amt versteht Niedermaier seine Bilanz ausdrücklich nicht als Abschluss einer ersten Phase. Vielmehr sieht er die vergangenen Monate als Startschuss für die weitere Arbeit. „Natürlich ist nach drei Monaten noch kein Großprojekt abgeschlossen“, erklärt der Oberbürgermeister. Gleichzeitig seien Gespräche geführt, Entscheidungen vorbereitet, erste Veränderungen umgesetzt und wichtige Projekte angestoßen worden. Den eingeschlagenen Weg will Niedermaier nun fortsetzen. Dabei setzt er weiterhin auf einen offenen Austausch mit den Menschen in Bamberg und auf einen pragmatischen Umgang mit den Herausforderungen der Stadt.

Gemeinsam an Bambergs Zukunft arbeiten

Für den Oberbürgermeister steht nach den ersten 100 Tagen vor allem eines im Mittelpunkt: Bamberg soll gemeinsam weiterentwickelt werden. Ideen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Nicht jede Maßnahme werde sofort erfolgreich sein, räumt Niedermaier ein. Entscheidend sei aber, Dinge anzupacken, Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Damit verbindet der Oberbürgermeister seine erste Amtsphase mit einem klaren Anspruch: offen bleiben, pragmatisch handeln und den Mut haben, neue Wege zu gehen.

Quelle: Stadt Bamberg
Leah


Leah

Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.

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