Die BMA365 Bamberg Baskets haben im Playoff-Halbfinale der easyCredit BBL eindrucksvoll zurückgeschlagen.
Mit einem überzeugenden 81:67-Heimsieg gegen ALBA BERLIN glich das Team von Head Coach Anton Gavel die Best-of-Five-Serie auf 2:2 aus und erzwang damit ein entscheidendes fünftes Spiel in der Hauptstadt. Vor erneut ausverkaufter Kulisse in der BROSE ARENA zeigten die Bamberger vor 5.700 Zuschauern eine leidenschaftliche Leistung und hielten den Traum vom Finaleinzug am Leben.
Ausgeglichenes erstes Halbfinale auf Augenhöhe
Die Partie begann intensiv und ausgeglichen. ALBA BERLIN erwischte durch einen frühen Dreier von Jonas Mattisseck den besseren Start, doch die Gastgeber fanden schnell ihren Rhythmus. Richard Balint sorgte mit einem Distanzwurf für die erste Führung der Bamberger, die sich im weiteren Verlauf ein enges Duell mit den Gästen lieferten. Kein Team konnte sich im ersten Abschnitt entscheidend absetzen. Nach zehn Minuten lagen die Baskets knapp mit 20:19 vorne.
Auch im zweiten Viertel blieb die Begegnung hart umkämpft. Beide Mannschaften begegneten sich physisch auf Augenhöhe und wechselten mehrfach die Führung. Zur Halbzeit stand folgerichtig ein leistungsgerechtes 36:36 auf der Anzeigetafel. Auch statistisch war das Spiel nahezu ausgeglichen. Sowohl bei den Rebounds als auch bei der Dreierquote lagen beide Teams gleichauf.
Demonia und Co. übernehmen Verantwortung
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Bamberger die Intensität deutlich. Vor allem Demarcus Demonia setzte wichtige Akzente und sorgte mit spektakulären Dunks für Begeisterung auf den Rängen. Gemeinsam mit Austin Crowley, Cobe Williams und Ibi Watson bildete er das offensive Rückgrat der Gastgeber. Immer wieder gelang es den Baskets, auf Berliner Läufe die passende Antwort zu finden. Zwar kämpfte sich ALBA mehrfach zurück, doch Bamberg behielt die Kontrolle und ging mit einer 60:54-Führung in den Schlussabschnitt.
Starke Defensive ebnet den Weg zum Sieg
Im letzten Viertel zeigte sich der entscheidende Unterschied. Die Bamberger Verteidigung ließ den Berlinern kaum noch einfache Abschlüsse zu und setzte die Gäste permanent unter Druck. Gleichzeitig fanden die Gastgeber offensiv ihren Rhythmus von der Dreierlinie. Treffer von Watson, Crowley und Williams sorgten für einen zweistelligen Vorsprung und verwandelten die BROSE ARENA in einen Hexenkessel. Als Austin Crowley in der Schlussphase acht Punkte in Serie erzielte, war die Entscheidung gefallen. Bamberg setzte sich letztlich verdient mit 81:67 durch und zwang die Serie in ein entscheidendes fünftes Spiel.
Crowley führt ausgeglichenes Bamberger Team an
Besonders bemerkenswert war die mannschaftliche Geschlossenheit der Gastgeber. Gleich vier Spieler punkteten zweistellig:
- Austin Crowley: 17 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists
- Ibi Watson: 13 Punkte, 6 Rebounds
- Cobe Williams: 12 Punkte
- Demarcus Demonia: 12 Punkte
Auf Berliner Seite waren Michael Rataj mit 18 Punkten sowie Sam Griesel mit 11 Zählern die auffälligsten Akteure.
Stimmen zum Spiel
Demarcus Demonia hob nach der Partie vor allem die Bedeutung der Fans hervor.
„Bei den ersten beiden Spielen in Berlin hat uns die Energie gefehlt. Unsere Fans haben uns genau diese Energie jetzt in den beiden letzten Spielen zurückgegeben. Wir haben jetzt wieder als Mannschaft gespielt und das auch noch sehr physisch und so müssen wir die Serie jetzt dort auch beenden. Wir werden jetzt nach Berlin fahren und dort noch einmal alles geben, was wir haben.“
Auch Head Coach Anton Gavel zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
„Wir haben heute das Rebound-Duell gewonnen, was enorm wichtig für uns war. Klar haben wir dann auch in der zweiten Halbzeit unsere Würfe vorn getroffen, die zum Teil aber auch gut herausgespielt waren. In Berlin werden wir nun mindestens noch einmal so eine Leistung brauchen, aber wenn wir jetzt schon in Spiel 5 sind, wollen wir natürlich auch alles dafür tun, dass wir auch das nächste Spiel gewinnen.“
Alles oder nichts in der Hauptstadt
Nun kommt es am Dienstagabend um 20:30 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle zum großen Showdown. Der Sieger der Partie zieht ins Finale der easyCredit BBL ein und trifft dort auf den bereits qualifizierten FC Bayern München Basketball. Für die Bamberger Fans gibt es dabei eine besondere Unterstützung: Unternehmer Michael Stoschek übernimmt die Kosten für die Fanbusse nach Berlin. Ziel ist es, dem Team auch auswärts den größtmöglichen Rückhalt zu bieten. Die Voraussetzungen für einen packenden Basketball-Abend könnten kaum besser sein. Nach vier intensiven Halbfinalspielen steht die Serie bei 2:2 – und nun entscheidet ein einziges Spiel über den Einzug ins Finale.















