Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihren Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale der easyCredit BBL eindrucksvoll verteidigt.
Nach dem 80:74-Erfolg im ersten Duell setzte sich das Team von Head Coach Anton Gavel am Montagabend auch in Spiel zwei gegen ratiopharm ulm durch. Vor 5.360 Zuschauern in der BROSE ARENA gewann Bamberg nach einem intensiven Basketball-Krimi mit 90:87 und führt die Best-of-five-Serie nun mit 2:0 an. Wie bereits im ersten Aufeinandertreffen lieferten sich beide Mannschaften über die gesamte Spielzeit ein hochintensives und physisches Duell. Erst ein starker Lauf im dritten Viertel brachte die Gastgeber entscheidend nach vorne, ehe Ulm im Schlussabschnitt noch einmal spektakulär zurückkam.
Bamberg startet konzentriert in die Partie
Von Beginn an war spürbar, dass beide Teams sofort wieder an die Intensität des ersten Spiels anknüpfen wollten. Die Gastgeber erwischten diesmal den besseren Start. Dreier von Ibi Watson und Cobe Williams sowie ein Dunk von Demarcus Demonia sorgten früh für eine 8:4-Führung. Doch Ulm antwortete umgehend. Vor allem Mark Smith zeigte sich extrem treffsicher und brachte sein Team mit mehreren erfolgreichen Abschlüssen zurück ins Spiel. Die Führung wechselte in der Anfangsphase beinahe bei jedem Angriff. Ein Dreier von Moritz Krimmer stellte schließlich den 22:18-Zwischenstand nach dem ersten Viertel her.
Ulm kämpft sich vor der Pause zurück
Im zweiten Abschnitt blieb die Partie vollkommen offen. Die Gäste fanden zunehmend ihren Rhythmus und kamen vor allem über die Freiwurflinie zu einfachen Punkten. Mit einer starken Trefferquote von 80 Prozent hielt Ulm den Druck konstant hoch. Die Bamberger stemmten sich dagegen mit viel Einsatz. Besonders EJ Onu sorgte mit großem Kampfgeist für wichtige Szenen. Nach mehreren Offensivrebounds erzielte er in der 14. Minute selbst den Korb zum 27:24. Kurz darauf antworteten die Gastgeber mit einem 7:0-Lauf und setzten sich auf 35:29 ab. Doch erneut fand Ulm eine Antwort. Zwei Dreier von Mark Smith und weitere Punkte von Joel Soriano brachten die Gäste wieder heran. Sieben Sekunden vor der Halbzeit führte Ulm sogar mit 42:39. Austin Crowley traf zwar noch mit der Sirene, sein Wurf wurde jedoch nachträglich nur als Zweier gewertet. Somit ging es mit einer knappen 41:42-Führung für Ulm in die Kabinen.
Das dritte Viertel bringt die Vorentscheidung
Nach der Pause blieb das Spiel zunächst völlig ausgeglichen. Beim 58:58 knapp vier Minuten vor Ende des dritten Viertels war weiterhin alles offen. Dann jedoch folgte die stärkste Phase der Bamberger. Angeführt von Daniel Keppeler und einer aggressiven Verteidigung starteten die Hausherren einen beeindruckenden 15:2-Lauf. Bamberg verteidigte nun deutlich intensiver, gewann wichtige Rebounds und verwandelte Ballgewinne konsequent in Schnellangriffe. Mit einer komfortablen 73:60-Führung ging das Team von Anton Gavel in den Schlussabschnitt.
Ulm startet furiose Aufholjagd
Wer nun dachte, die Partie sei entschieden, wurde schnell eines Besseren belehrt. Ulm kam mit enormer Energie aus der Viertelpause und setzte Bamberg sofort unter Druck. Vor allem Tobias Jensen, Mark Smith und Chris Ledlum führten die Gäste zurück ins Spiel. Mit einem 14:1-Lauf glich Ulm die Partie beim 74:74 wieder aus. Die Gastgeber wirkten in dieser Phase nervös und fanden offensiv kaum Lösungen. Erst Richard Balint erlöste Bamberg mit dem ersten Feldkorb nach mehreren Minuten und legte wenig später einen wichtigen Dreier zum 81:76 nach.
Dramatische Schlussphase in der BROSE ARENA
Auch in den letzten Minuten blieb das Spiel hochspannend. Nach einem Drei-Punkte-Spiel von EJ Onu schien Bamberg beim 87:79 bereits auf der Siegerstraße zu sein. Doch Ulm gab sich erneut nicht geschlagen. Mit fünf schnellen Punkten verkürzten die Gäste 17 Sekunden vor dem Ende auf 87:84. Zach Ensminger behielt anschließend an der Freiwurflinie die Nerven und erhöhte auf 89:84. Thomas Klepeisz traf im Gegenzug einen schwierigen Dreier zum 89:87. Nach einem weiteren Freiwurf von Demarcus Demonia blieb Ulm noch ein letzter Angriff. Tatsächlich bekam Klepeisz mit 2,2 Sekunden auf der Uhr noch einmal die Chance auf den Ausgleich, doch sein finaler Dreier verfehlte das Ziel. Damit sicherten sich die BMA365 Bamberg Baskets auch den zweiten Sieg der Serie.
Mark Smith überragt offensiv
Bester Werfer der Partie war Ulms Mark Smith mit starken 29 Punkten. Auf Bamberger Seite überzeugte vor allem Cobe Williams mit 18 Punkten und sechs Rebounds. Ebenfalls zweistellig punkteten Richard Balint und Austin Crowley mit jeweils 14 Zählern. Zudem zeigte Daniel Keppeler von der Bank eine wichtige Leistung in der entscheidenden Phase des dritten Viertels.
Stimmen zum Spiel
Anton Gavel (Head Coach Bamberg)
Der Bamberger Trainer lobte insbesondere die starke Phase seines Teams im dritten Viertel, zeigte sich aber mit dem Schlussabschnitt nicht zufrieden:
„Das dritte Viertel war natürlich super. Da haben wir Stopps bekommen und daraus Offensive generiert. Im letzten Viertel war unser Gamemanagement offensiv aber nicht gut. Da müssen wir viel smarter agieren.“
Ty Harrelson (Head Coach Ulm)
Der Ulmer Coach hob vor allem die Moral seiner Mannschaft hervor:
„Wir haben uns heute nie aufgegeben und bis zur Schlusssirene gekämpft. Wie bereits im ersten Spiel hatten wir Foulprobleme im dritten Viertel, die uns ein wenig den Rhythmus nahmen. Auch heute hatten wir bis zum Ende wieder die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden – das stimmt mich zuversichtlich. Jetzt möchten wir gemeinsam mit unseren Fans im Rücken ein viertes Spiel erzwingen und die Saison weiter verlängern.“
Die Serie wechselt nun nach Ulm
Nach den beiden Spielen in Freak City zieht die Serie jetzt nach Ulm weiter. Spiel drei des Playoff-Viertelfinales findet am Samstag, den 23. Mai, um 16:30 Uhr in der ratiopharm arena statt. Sollte Ulm die Serie ausgleichen können, würde auch Spiel vier zwei Tage später erneut in Ulm ausgetragen werden. Fest steht bereits jetzt: Die Fans in Bamberg dürfen sich in dieser Saison noch auf mindestens ein weiteres Playoff-Heimspiel freuen. Ob im Viertelfinale oder bereits im Halbfinale, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Bamberg hat sich mit zwei Heimsiegen eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet – doch die Serie gegen kämpferische Ulmer ist noch lange nicht beendet.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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