Mit einem festlichen Gottesdienst im Bamberger Dom hat Erzbischof Herwig Gössl den 26-jährigen Daniel Hartmann zum Priester geweiht.
In seiner Predigt stellte der Erzbischof die selbstlose Liebe als Grundlage des priesterlichen Dienstes in den Mittelpunkt und gab dem Neupriester ermutigende Worte für seinen künftigen Weg mit auf den Weg. „Die Liebe rechnet nicht. Sie gibt im Übermaß, reichlich mit Segen“, zitierte Gössl den Apostel Paulus und machte deutlich, dass der Dienst als Priester vor allem von Hingabe und Nächstenliebe geprägt sein müsse.
Dienst aus Liebe zu Gott und den Menschen
In seiner Predigt betonte der Erzbischof, dass Daniel Hartmann mit der Priesterweihe sein Leben bewusst in den Dienst Gottes und der Menschen stelle. „Sie geben sich und Ihr ganzes Leben hinein in den priesterlichen Dienst – aus Liebe zu Gott und zu seinem Volk“, erklärte Gössl. Wer diesen Weg gehe, rechne nicht auf, wie viel Liebe angesichts von Krisen, Kriegen oder persönlichen Enttäuschungen noch möglich sei. Vielmehr gehe es darum, sich mit Vertrauen und Zuversicht ganz auf die Aufgabe einzulassen.
Kirche steht vor großen Herausforderungen
Gleichzeitig verschwieg der Erzbischof nicht die schwierige Situation, in der sich die Kirche derzeit befindet. Er sprach offen von einer Kirche „im Ab- und Umbau“, deren Veränderungen viele Gläubige und Mitarbeitende belasteten. Dennoch zeigte sich Gössl überzeugt, dass Christus seine Kirche weiterhin begleite und leite. Auch in herausfordernden Zeiten könne der Glaube Hoffnung schenken und das Wirken der Gläubigen Früchte tragen.
Das Kreuz als Zeichen der Hoffnung
Den Neupriester ermutigte Gössl, sich von den Herausforderungen des kirchlichen Dienstes nicht entmutigen zu lassen. Das Kreuz stehe nicht nur für Leid und Opfer, sondern vor allem für die Liebe Gottes und die Hoffnung auf neues Leben. Der priesterliche Dienst könne dazu beitragen, die Welt ein Stück gerechter, friedlicher und menschlicher zu machen. Gleichzeitig äußerte der Erzbischof die Hoffnung, dass sich künftig wieder mehr junge Menschen für einen geistlichen Beruf entscheiden.
Werdegang des Neupriesters
Daniel Hartmann stammt aus Herzogenaurach und trat 2019 in das Bamberger Priesterseminar ein. Parallel dazu studierte er katholische Theologie in Würzburg. Zwei Freisemester führten ihn nach Rom, bevor er sein Studium in München fortsetzte. Seit 2024 absolvierte er seinen Pastoralkurs im Seelsorgebereich Ansbach Stadt und Land. Im September 2025 wurde er zum Diakon geweiht und bereitete sich auf den Empfang der Priesterweihe vor.
Erste Aufgaben als Priester
Als Primizspruch wählte Daniel Hartmann den Bibelvers: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein“ (Jesaja 43,1). Nach seiner Weihe übernimmt der Neupriester zunächst eine Vertretung als Krankenhausseelsorger am Klinikum Bamberg. Anschließend wird er seine erste Kaplanstelle im Seelsorgebereich Ansbach antreten und dort seinen priesterlichen Dienst beginnen.















