Die Medikamente per Klick Bamberg Baskets haben das Frankenderby gegen die KB Sharks Würzburg für sich entschieden.
Am 4. Spieltag der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga gewann das Team von Head Coach Samuel Gloser vor 527 Zuschauern in der gut gefüllten Graf-Stauffenberg-Halle mit 73:69 (33:34). Damit kassierten die bis dahin ungeschlagenen Würzburgerinnen ihre erste Niederlage der Saison. Für Bamberg war es dagegen der dritte Sieg in Serie. Der Erfolg war angesichts der schwierigen Voraussetzungen besonders bemerkenswert. Die Bambergerinnen mussten in der Woche vor dem Derby sowohl die Trennung von Aufbauspielerin Andrea Jovicevic als auch den langfristigen Ausfall von Point Guard Emma Rettinger verkraften. Trotzdem zeigte die Mannschaft großen Kampfgeist und bewies, dass sie auch in einer herausfordernden Situation als Team bestehen kann.
Schwierige Woche vor dem Frankenderby
Die Vorbereitung auf das Duell mit Würzburg verlief für die Bambergerinnen alles andere als einfach. Zunächst trennte sich das Team von Aufbauspielerin Andrea Jovicevic. Hinzu kam die schwere Knieverletzung von Emma Rettinger, die sich im vorherigen Heimspiel verletzt hatte und für den Rest der Saison ausfallen wird. Damit musste Head Coach Samuel Gloser seine Mannschaft innerhalb kurzer Zeit auf neue personelle Voraussetzungen einstellen. Die Veränderungen waren auch mental eine Herausforderung. Dennoch gelang es den Spielerinnen, sich auf die Partie zu konzentrieren und gemeinsam eine starke Leistung auf das Parkett zu bringen. Vor heimischer Kulisse entwickelte sich ein intensives und bis in die Schlussphase spannendes Spiel. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, sodass die Entscheidung erst in den letzten Minuten fiel.
Jackie Grisdale überragt mit 36 Punkten
Eine entscheidende Rolle beim Bamberger Erfolg spielte Jackie Grisdale. Die US-Amerikanerin stand über die gesamte Spielzeit auf dem Feld und war von der Würzburger Defensive kaum zu stoppen. Mit 36 Punkten, sieben Rebounds und sieben Steals lieferte sie eine herausragende Vorstellung ab. Auch Emelie Dohrmann überzeugte. Sie steuerte 13 Punkte und sechs Assists bei und hatte damit ebenfalls großen Anteil am dritten Bamberger Saisonsieg. Insgesamt zeigte sich, dass die Gastgeberinnen in den entscheidenden Momenten auf ihre Leistungsträgerinnen zählen konnten. Würzburgs Trainerin Janet Fowler-Michel erkannte Grisdales Bedeutung für den Spielausgang an. Sie bezeichnete die Partie als hart umkämpft und hob hervor, dass die Bamberger Nummer drei am Ende den Unterschied gemacht habe.
Überlegenheit beim Rebound gibt den Ausschlag
Ein wichtiger Schlüssel zum Sieg war die Dominanz der Bambergerinnen unter den Körben. Das Rebound-Duell entschieden sie mit 45:30 klar für sich. Besonders bei den offensiven Rebounds hatten die Gastgeberinnen deutliche Vorteile: 18 abgegriffene Bälle am gegnerischen Korb standen lediglich sieben auf Würzburger Seite gegenüber. Diese zusätzlichen Ballbesitze verschafften Bamberg weitere Chancen im Angriff. Am Ende kamen die Baskets dadurch auf neun Feldwurfversuche und drei Freiwurfversuche mehr als die Gäste. Auch bei den Steals und den Ballverlusten lagen die Bambergerinnen vorne. Sie eroberten 13 Bälle und leisteten sich 13 Ballverluste. Würzburg kam auf neun Steals und 17 Ballverluste. Die bessere Rebound-Arbeit und die geringere Zahl an Ballverlusten halfen den Gastgeberinnen, die Partie trotz einer schwächeren Trefferquote aus dem Feld zu gewinnen.
Enger Spielverlauf bis zur Schlusssirene
Der Spielverlauf unterstrich, wie ausgeglichen das Derby war. Bamberg startete gut in die Partie und gewann das erste Viertel mit 21:14. Im zweiten Abschnitt fanden die Würzburgerinnen besser ins Spiel und drehten den Rückstand. Zur Halbzeit lagen die Gäste knapp mit 34:33 vorne. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich erneut ein offener Schlagabtausch. Bamberg gewann das dritte Viertel mit 25:20 und verschaffte sich damit eine knappe Führung. Im Schlussabschnitt hielten die Gäste dagegen, doch die Baskets bewahrten die Nerven und brachten den 73:69-Erfolg über die Zeit.
Die Viertelergebnisse im Überblick:
- 1. Viertel: Bamberg 21:14 Würzburg
- 2. Viertel: Bamberg 12:20 Würzburg
- 3. Viertel: Bamberg 25:20 Würzburg
- 4. Viertel: Bamberg 15:15 Würzburg
Auch die Wurfstatistik zeigt, dass sich Bamberg den Sieg hart erarbeiten musste. Während Würzburg bei den Zweipunktewürfen eine Quote von 62 Prozent erreichte, kamen die Bambergerinnen auf 49 Prozent. Von der Dreierlinie waren die Gastgeberinnen mit sieben Treffern bei 27 Versuchen erfolgreicher als Würzburg mit fünf Treffern bei 23 Versuchen. Beide Teams verwandelten ihre Freiwürfe mit ähnlichen Quoten.
Samuel Gloser lobt den Zusammenhalt seiner Mannschaft
Nach dem Spiel zeigte sich Head Coach Samuel Gloser beeindruckt von der Reaktion seines Teams. Die vergangenen Tage seien die bislang schwierigste Woche der Saison gewesen. Einige Spielerinnen hätten mit den Ereignissen zu kämpfen gehabt und seien deshalb nicht bei voller Leistungsfähigkeit gewesen. Umso mehr hob Gloser den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervor. Gespräche, gegenseitige Unterstützung und die enge Verbindung zwischen den Spielerinnen hätten dazu beigetragen, die schwierige Phase gemeinsam zu bewältigen. Auf dem Feld habe sich dieser Teamgeist in jedem einzelnen Spielzug gezeigt. Besonders in den entscheidenden Momenten hätten die Spielerinnen füreinander gekämpft und sich gegenseitig angetrieben. Grisdales starke Leistung sei zwar herausragend gewesen, der Erfolg aber nur durch die gemeinsame Arbeit des gesamten Teams möglich geworden. Gloser wertete den Sieg außerdem als Zeichen dafür, dass Bamberg in dieser Saison jeden Gegner schlagen könne. Nach zwei Erfolgen gegen Würzburg sieht er seine Mannschaft im fränkischen Vergleich vorne. Gleichzeitig betonte er, dass es nun darum gehe, die neuen Rollen in der Rotation weiter zu festigen und als Team noch enger zusammenzuwachsen.
Nächste Aufgabe wartet in Mainz
Lange Zeit zum Durchatmen bleibt den Bambergerinnen nicht. Nach zuletzt drei Heimspielen steht am kommenden Samstag wieder eine Auswärtsaufgabe auf dem Programm. Dann gastieren die Medikamente per Klick Bamberg Baskets beim ASC Theresianum Mainz. Die Mainzerinnen haben ebenfalls einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt und stehen nach zuletzt zwei Siegen in Folge bei drei Erfolgen und einer Niederlage. Damit wartet auf Bamberg ein Gegner, der mit einer ähnlichen Bilanz in das Duell geht. Der Tip-off in Mainz ist für Samstag um 17 Uhr angesetzt. Mit dem Rückenwind aus dem Frankenderby wollen die Baskets dort den nächsten Schritt machen und ihre Siegesserie fortsetzen.
















