Die renommierte Schriftstellerin Alina Bronsky kehrt am Donnerstag, den 24. Juli 2025, für ihre dritte und vorerst letzte Poetikvorlesung an die Universität Bamberg zurück.
Die Veranstaltung findet um 18 Uhr im Hörsaal U2/00.25 in der Universitätsstraße 2 (U2) statt. Mit dieser Vorlesung endet ihre diesjährige Gastprofessur, die im Rahmen der Bamberger Poetikprofessur 2025 ausgerichtet wird. Die Vorlesungsreihe war bereits im Mai mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im ETA Hoffmann Theater gestartet und sorgte in den darauffolgenden Wochen für regen Publikumszuspruch. Literaturinteressierte aus Bamberg und Umgebung nutzten die Gelegenheit, Alina Bronskys literarisches Schaffen aus nächster Nähe kennenzulernen.
Forschungskolloquium vertieft die Auseinandersetzung
Ergänzend zur Vorlesungsreihe findet vom 23. bis 25. Juli 2025 ein Forschungskolloquium zum Werk Alina Bronskys statt. Veranstaltungsort ist das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in der Concordiastraße 28, 96049 Bamberg.
Die Termine des Kolloquiums im Überblick:
– Mittwoch, 23. Juli 2025, ab 13 Uhr
– Donnerstag, 24. Juli 2025, ab 9 Uhr
– Freitag, 25. Juli 2025, ab 9.30 Uhr
Die Veranstaltung wird durch die Fritz Thyssen Stiftung sowie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia unterstützt. Der Eintritt ist zu allen Programmpunkten frei. Im Kolloquium werden Wissenschaftler, Studierende sowie Literaturbegeisterte das Werk Bronskys aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Diskutiert werden unter anderem Fragen nach Narration, Identität, Migration sowie Ethik und Repräsentation in der Literatur – zentrale Themen in Bronskys Œuvre.
Kooperation mit Schule stärkt Literaturvermittlung
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Poetikprofessur war die kreative Zusammenarbeit mit dem Dientzenhofer Gymnasium Bamberg. Im Rahmen eines Schulprojekts lasen Schüler gemeinsam mit Studierenden mehrere Romane der Autorin, darunter den aktuellen Titel ‚Pi mal Daumen‘ (2024). Begleitet wurde die Lektüre durch die Gestaltung kreativer Leseportfolios, Rollenfotografien und Gesprächsrunden. Bei einem persönlichen Treffen diskutierten die Teilnehmenden mit Alina Bronsky ihre Lektüreerfahrungen, literarische Arbeitsprozesse und ihre Gedanken zur Verantwortung von Literatur in gesellschaftlichen Diskursen. Die Kooperation unterstreicht den Anspruch der Poetikprofessur, Literatur lebendig, zugänglich und gesellschaftlich relevant zu vermitteln.
Eine Stimme für mehrere Generationen
Alina Bronsky, geboren 1978 im russischen Swerdlowsk, lebt seit den frühen 1990er Jahren in Deutschland. Ihre Romane richten sich an Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Werke wie ‚Baba Dunjas letzte Liebe‘ (2015), ‚Schallplattensommer‘ (2022) oder ‚Pi mal Daumen‘ (2024) finden bei Lesenden wie Kritik Anklang. Ihre Bücher waren mehrfach für renommierte Preise nominiert, darunter der Deutsche Jugendliteraturpreis, der Deutsche Buchpreis, der Aspekte-Literaturpreis sowie das Lieblingsbuch unabhängiger Buchhandlungen. Bronsky gelingt es, mit humorvoller Sprache und tiefgründiger Thematik Figuren zu zeichnen, die zwischen den Kulturen stehen – ein wiederkehrendes Motiv, das sie zu einer prägenden Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur macht.
Ein Jahr der Begegnungen und Impulse
Mit der Bamberger Poetikprofessur 2025, die erstmals in Kooperation zwischen der Universität Bamberg und der Stadt Bamberg ausgerichtet wird, hat Alina Bronsky ein intensives Jahr des literarischen Austauschs geprägt. Die Veranstaltungen zogen nicht nur ein interessiertes Fachpublikum, sondern auch zahlreiche Literaturfans an. Die Poetikvorlesungen, das Schulprojekt und das Forschungskolloquium stehen exemplarisch für die vermittelnde Kraft literarischer Begegnungen – sei es zwischen Autorin und Leserschaft, zwischen Wissenschaft und Schule oder zwischen Universität und Stadtgesellschaft.















