Großer Erfolg für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Forschungsprojekt „WELLCOG“ von Dr. Johanna Hartung im renommierten Emmy-Noether-Programm.
Mit einer Fördersumme von bis zu 2.064.646 Euro erhält die Wissenschaftlerin die Möglichkeit, in den kommenden sechs Jahren eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen und zu leiten.
Renommierte Förderung für exzellente Forschung
Das Emmy-Noether-Programm zählt zu den angesehensten Förderprogrammen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase. Ziel ist es, herausragenden Forschenden den Weg zu einer Professur zu ebnen. Die Vergabe erfolgt in einem anspruchsvollen und hochkompetitiven Auswahlverfahren. Für Dr. Johanna Hartung ist die Förderung eine besondere Auszeichnung und zugleich eine große Chance, ihre Forschung auf internationalem Spitzenniveau weiterzuentwickeln.
Forschung zu Kognition und Wohlbefinden
Im Mittelpunkt des Projekts WELLCOG steht die Frage, wie sich kognitive Leistungsfähigkeit, die subjektive Wahrnehmung des eigenen Gedächtnisses und das psychische Wohlbefinden gegenseitig beeinflussen. Dabei untersucht das Forschungsteam sowohl kurzfristige Veränderungen im Alltag als auch langfristige Entwicklungen über die gesamte Erwachsenenlebensspanne hinweg. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Faktoren die geistige Gesundheit und das Wohlbefinden nachhaltig fördern.
Eigenes Forschungsteam entsteht in Bamberg
Dank der DFG-Förderung kann an der Universität Bamberg eine neue Forschungsgruppe aufgebaut werden. Geplant sind unter anderem vier Promotionsstellen sowie zusätzliche wissenschaftliche Unterstützung in den Bereichen Datenerhebung und Datenmanagement. Johanna Hartung betont, dass insbesondere die Verbindung alltäglicher Erfahrungen mit langfristigen Entwicklungsprozessen neue Erkenntnisse über gesundes Altern und kognitive Entwicklung ermöglichen soll.
Umfangreiche Langzeitstudie geplant
Kern des Projekts ist eine mehrjährige Längsschnittstudie mit Erwachsenen verschiedener Altersgruppen. Die Teilnehmenden werden über mehrere Jahre regelmäßig begleitet. Während intensiver Erhebungsphasen beantworten sie mehrfach täglich Fragen zu ihrem Wohlbefinden, ihren Aktivitäten und ihrer Gedächtnisleistung. Ergänzend kommen wissenschaftliche Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit zum Einsatz. Auch Persönlichkeitsmerkmale und der individuelle Lebensstil fließen in die Auswertung ein.
Stärkung des Forschungsstandorts Bamberg
Mit der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe baut die Universität Bamberg ihre Forschung in den Bereichen Entwicklung, Lernen und gesundes Altern weiter aus. Gleichzeitig schafft die Förderung hervorragende Bedingungen für die Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die erfolgreiche Einwerbung der Mittel unterstreicht die hohe wissenschaftliche Qualität der Universität und stärkt ihre Sichtbarkeit in der nationalen wie internationalen Forschungslandschaft.















