Die BMA365 Bamberg Baskets müssen in der easyCredit Basketball Bundesliga weiter auf ihren ersten Heimsieg der Saison warten.
Vor 4.023 Zuschauern in der BROSE ARENA unterlag das Team von Head Coach Jesús Ramírez am Samstagabend dem SYNTAINICS MBC mit 74:85. Nach einem vielversprechenden Start verloren die Bamberger in der Mitte der Partie zunehmend den Anschluss. Erst im Schlussviertel fanden sie zurück zu ihrem Spiel, konnten die Niederlage aber nicht mehr verhindern.
Bamberg startet stark, doch der MBC kontert
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start. Trevon Scott traf seine ersten beiden Dreier und brachte Bamberg früh mit 6:0 in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch die Gäste setzte sich das Heimteam erneut ab. Auch Richard Balint und Mylik Wilson trafen aus der Distanz, sodass die Baskets nach neun Minuten mit 22:14 vorne lagen. Der SYNTAINICS MBC ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Mit einem Dreier von DeLonnie Hunt und einem erfolgreichen Sprungwurf von Kris Clyburn verkürzten die Weißenfelser den Rückstand bis zum Ende des ersten Viertels auf 19:22.
Zweites Viertel bringt den Bruch ins Bamberger Spiel
Im zweiten Abschnitt kippte die Partie deutlich. Die Gäste starteten mit einem 6:0-Lauf und gingen erstmals in Führung. Bamberg fand offensiv kaum noch Lösungen, während der MBC geduldig die Lücken in der Verteidigung suchte und immer wieder erfolgreich nutzte. Besonders unter dem Korb bekam das Heimteam die gegnerischen Angreifer nicht in den Griff. Auch bei den Rebounds zeigten sich zunehmend Probleme. In der 17. Minute erzielte Anthony Gaines nach einem freien Abschluss die erste zweistellige Führung für die Gäste. Kurz vor der Halbzeit legte Spencer Reaves mit einem Dreier nach. Zwar konnte Daniel Keppeler noch zwei Punkte für Bamberg erzielen, doch das zweite Viertel ging mit 10:26 klar an den MBC. Zur Pause lagen die Baskets mit 32:45 zurück.
MBC baut den Vorsprung auf 28 Punkte aus
Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Bamberger zunächst nicht zurück in die Partie. Die Gäste hielten den Druck hoch und nutzten die Schwächen der Hausherren konsequent aus. Bamberg fehlten sowohl die nötige Energie als auch die Ideen im Angriff. Nach gut fünf Minuten im dritten Viertel erzielte Collin Welp den Treffer zum 62:34. Damit lag der MBC zwischenzeitlich mit 28 Punkten vorne. Auch in diesem Spielabschnitt fanden die Baskets kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Weißenfelser. Mit lediglich neun erzielten Punkten verlor Bamberg auch das dritte Viertel deutlich. Beim Stand von 41:66 ging es in die letzten zehn Minuten. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie bereits entschieden.
Starke Aufholjagd kommt zu spät
Im Schlussviertel zeigten die Bamberger plötzlich ein anderes Gesicht. Die Verteidigung wurde aggressiver, die Gastgeber provozierten Ballverluste und trafen auch im Angriff wieder besser. Innerhalb von nur zwei Minuten und 35 Sekunden legten sie einen 15:3-Lauf hin und verkürzten auf 56:69. Der MBC reagierte jedoch abgeklärt. Jure Planinic sorgte für wichtige Punkte, anschließend traf Kostja Mushidi einen Dreier zum 74:56 aus Sicht der Gäste. Bamberg gab sich dennoch nicht auf. Ein weiterer Dreier von Trevon Scott brachte die Gastgeber bei noch 4:38 Minuten auf 63:76 heran. Die Weißenfelser bewahrten nach einer Auszeit von Head Coach Vladimir Jovanovic die Ruhe und verhinderten, dass Bamberg noch näher herankam. Am Ende stand ein 85:74-Auswärtssieg für den SYNTAINICS MBC.
Trevon Scott ist Bambergs bester Werfer
Mit 22 Punkten war Trevon Scott der erfolgreichste Werfer der BMA365 Bamberg Baskets. Richard Balint und Mylik Wilson steuerten jeweils zehn Zähler bei. Aufseiten der Gäste punkteten alle fünf Starter zweistellig: Borisa Simanic und Spencer Reaves erzielten jeweils 16 Punkte, DeLonnie Hunt kam auf zwölf, Jure Planinic und Anthony Gaines auf jeweils elf. Entscheidend waren vor allem die deutlichen Unterschiede bei den Rebounds. Der MBC gewann dieses Duell mit 45:24. Jure Planinic sicherte sich allein 16 Abpraller, Borisa Simanic weitere acht. Damit kamen beide zusammen auf genauso viele Rebounds wie das gesamte Bamberger Team. Die Weißenfelser holten zudem zahlreiche offensive Rebounds und erzielten daraus wichtige Punkte im zweiten Versuch. Auch in der Zone waren die Gäste überlegen: 46 Punkte gelangen ihnen in Korbnähe. Dazu kamen 21 verwandelte Freiwurfpunkte.
Ramírez fordert Veränderungen
Nach der Partie fand Bambergs Head Coach Jesús Ramírez deutliche Worte. Er gratulierte dem MBC zum verdienten Sieg, zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft aber unzufrieden. Besonders die fehlende Intensität und die wiederkehrenden Fehler bereiteten ihm Sorgen. Ramírez kritisierte, dass sein Team über 40 Minuten nicht mit der nötigen Mentalität aufgetreten sei. Vor allem im zweiten Viertel habe Bamberg ein sehr niedriges Niveau erreicht und keine Energie gefunden. Auch die zahlreichen offensiven Rebounds des Gegners und dessen einfache Wege in die Zone seien nicht akzeptabel gewesen.
Der Trainer kündigte Veränderungen an. Die Mannschaft müsse verstehen, dass gutes Zusammenspiel und einige erfolgreiche Dreier allein nicht ausreichten, um in der Bundesliga zu bestehen. Zugleich bedankte er sich bei den Fans und entschuldigte sich dafür, dass das Team im zweiten Heimspiel keine bessere Leistung gezeigt habe. MBC-Coach Vladimir Jovanovic lobte dagegen die Verteidigung seiner Mannschaft. Diese sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Zwar habe sein Team im Schlussviertel etwas Energie verloren, doch insgesamt sei es gelungen, die Partie über weite Strecken zu kontrollieren.
Champions League bringt die nächste Herausforderung
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den BMA365 Bamberg Baskets nicht. Bereits am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, steht das erste Heimspiel der neuen Basketball-Champions-League-Saison an. Um 19 Uhr empfangen die Bamberger den spanischen Vertreter UCAM Murcia in der BROSE ARENA. Nach der enttäuschenden Bundesliga-Niederlage wollen die Gastgeber vor heimischem Publikum eine Reaktion zeigen. Tickets für die Partie gegen Murcia sind online sowie im Freak City Store erhältlich.















