Bei einem Vor-Ort-Termin hat sich Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier mit rund 40 Anwohnerinnen und Anwohnern über die geplanten Maßnahmen, die Parksituation und mögliche Verbesserungen ausgetauscht. „Wir wollen so viele marode Straßen sanieren wie möglich – jetzt kommt der Spiegelgraben dran“, erklärte Niedermaier bei dem Termin. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Stadt die Hinweise aus der Anwohnerschaft ernst nehmen und auf ihre Umsetzbarkeit prüfen möchte.
Stadtwerke starten am 7. September
Den Anfang machen die Stadtwerke Bamberg. Vom Montag, 7. September, bis voraussichtlich Samstag, 19. September 2026, werden auf Höhe der Hausnummer 2 Arbeiten an Kanal sowie Wasser- und Stromanschlüssen durchgeführt. Dafür muss der Straßenabschnitt zwischen der Münzmeisterstraße und der Klosterstraße für den Verkehr gesperrt werden. Die Zufahrt zum Parkplatz hinter dem Kloster „zum Heiligen Grab“ bleibt nach aktuellem Stand frei. Temporär gesperrte Bewohnerparkplätze im Baustellenbereich werden im Abschnitt Spiegelgraben 10 bis 18 ersetzt.
Anschließend wird die Fahrbahn erneuert
Nach Abschluss der Arbeiten der Stadtwerke geht es direkt mit der eigentlichen Straßensanierung weiter. Bamberg Service beginnt voraussichtlich am Montag, 21. September, mit der Erneuerung der Fahrbahndecke. Die Arbeiten sollen bis Freitag, 9. Oktober 2026, dauern und in drei Bauabschnitten erfolgen. Jeder Abschnitt soll dabei jeweils rund fünf Werktage beanspruchen. Der erste Bauabschnitt führt von der Einfahrt des Spiegelgrabens an der Heiliggrabstraße bis zur Hausnummer 25. Anschließend folgt der Bereich von Hausnummer 25 bis zur Münzmeisterstraße.
Umleitungen während der Bauarbeiten
Während der ersten beiden Bauabschnitte wird der Verkehr über die Memmelsdorfer Straße, Ludwigstraße und Münzmeisterstraße umgeleitet. Im dritten Bauabschnitt wird der Bereich zwischen Münzmeisterstraße und Klosterstraße saniert. Für die dort lebenden Anwohnerinnen und Anwohner sowie den ansässigen Betrieb sollen entsprechende Lösungen gefunden werden. Die konkreten Informationen dazu sollen direkt an die Betroffenen vor Ort kommuniziert werden.
Gehwege sollen künftig besser nutzbar sein
Neben der Sanierung der Fahrbahn steht auch die künftige Parksituation im Mittelpunkt. Nach Abschluss der Arbeiten wird das bisherige beidseitige Gehwegparken nicht mehr möglich sein. Grund dafür sind die Anforderungen an eine ausreichende und rechtssichere Gehwegbreite. Oberbürgermeister Niedermaier erklärte, dass die Stadt nach einer Straßensanierung verpflichtet sei, die Verkehrsflächen entsprechend zu gestalten. Im Spiegelgraben verbleiben durch auf dem Gehweg abgestellte Fahrzeuge teilweise weniger als 1,50 Meter nutzbare Gehwegbreite. Das kann insbesondere für Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren, Gehhilfen oder Rollstühlen problematisch sein. Auch radfahrende Kinder werden dadurch beeinträchtigt. Teilweise erschweren abgestellte Fahrzeuge zudem den Zugang zu Hauseingängen. Zusätzlich können Fahrräder, die an Hauswänden abgestellt werden, die ohnehin begrenzte Fläche weiter einengen.
Einseitiges Parken wird geprüft
Da die Fahrbahn des Spiegelgrabens nicht breit genug ist, um dauerhaftes Parken auf beiden Seiten zu ermöglichen, soll die Parksituation künftig neu geordnet werden. Nach dem derzeitigen Lösungsvorschlag ist ein einseitiges, gegebenenfalls versetztes Parken vorgesehen. Eine entsprechende Beschilderung und Markierung werden aktuell noch geprüft. Die geplante Neuordnung würde nach aktuellem Stand den Wegfall von 18 Dauerstellplätzen bedeuten. Gleichzeitig sollen vier neue Lizenzparkplätze für Anwohnerinnen und Anwohner sowie rund acht Fahrradabstellplätze entstehen. Ziel ist es, auf beiden Seiten des Spiegelgrabens durchgängig nutzbare Gehwege zu schaffen.

Anwohner bringen eigene Vorschläge ein
Bei dem Vor-Ort-Termin stieß die geplante Neuordnung durchaus auf Verständnis. Gleichzeitig äußerten die Anwohnerinnen und Anwohner mehrere konkrete Ideen. Im Mittelpunkt standen Vorschläge dazu, wie der Wegfall von Parkplätzen möglicherweise kompensiert und die Belastungen während der Bauphase reduziert werden könnten. Oberbürgermeister Niedermaier begrüßte den direkten Austausch ausdrücklich. Die Menschen im Viertel wüssten schließlich am besten, wo es noch Möglichkeiten für Verbesserungen gebe. Die eingebrachten Vorschläge werden nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Sollte eine Anregung umgesetzt werden können, soll darüber entsprechend informiert werden.
Verständnis für neue Regelung
Auch wenn die Veränderungen bei den Parkmöglichkeiten für die Anwohnerschaft eine Herausforderung darstellen, wurde bei dem Termin deutlich, dass die geplante Neuordnung grundsätzlich nachvollzogen werden kann. Hintergrund sind unter anderem die gesetzlichen Vorgaben zum Gehwegparken. Dieses ist grundsätzlich nicht zulässig, wenn dadurch keine ausreichende Restbreite für den Fußverkehr verbleibt. Auch die jüngere Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verpflichtet Kommunen dazu, Situationen mit erheblichen Behinderungen des Fußverkehrs zu prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen gegen das Gehwegparken zu ergreifen.
Diese Bauabschnitte stehen an
Die Sanierung des Spiegelgrabens erfolgt nach aktuellem Stand in mehreren Schritten:
| Zeitraum | Maßnahme | Bereich |
|---|---|---|
| 7. bis 19. September 2026 | Kanal-, Wasser- und Stromanschlüsse | Münzmeisterstraße bis Klosterstraße |
| ab 21. September | Fahrbahnsanierung, 1. Bauabschnitt | Heiliggrabstraße bis Hausnummer 25 |
| anschließend | Fahrbahnsanierung, 2. Bauabschnitt | Hausnummer 25 bis Münzmeisterstraße |
| anschließend | Fahrbahnsanierung, 3. Bauabschnitt | Münzmeisterstraße bis Klosterstraße |
| bis voraussichtlich 9. Oktober | Abschluss der Fahrbahnsanierung | Spiegelgraben |
Die genannten Termine entsprechen dem aktuellen Planungsstand und können sich im Verlauf der Bauarbeiten verändern.
Austausch soll auch während der Arbeiten weitergehen
Die Stadt setzt bei der Sanierung nicht nur auf die technische Erneuerung der Straße, sondern auch auf den Austausch mit den Menschen vor Ort. Der Vor-Ort-Termin zeigte, dass Anwohnerinnen und Anwohner konkrete Erfahrungen und Ideen einbringen können. Diese Hinweise sollen nun in die weitere Prüfung einfließen. Für die Betroffenen bedeutet die Sanierung zunächst Einschränkungen und Veränderungen. Gleichzeitig soll der Spiegelgraben nach Abschluss der Arbeiten eine erneuerte Fahrbahn und besser nutzbare Gehwege erhalten. Am 7. September beginnen die ersten Arbeiten. Damit startet ein Bauprojekt, das nicht nur die Straße selbst verändert, sondern auch die Verkehrs- und Parksituation im gesamten Viertel neu ordnen wird.
















