Auch die kostenlosen Busverbindungen an den Adventssamstagen entfallen. Diese Entscheidung haben die Kreisgremien im Rahmen der Haushaltsberatungen im März und April getroffen. Für beide Angebote hatten der Landkreis Bamberg und die beteiligten Gemeinden in den Jahren 2024 und 2025 zusammen rund 44.000 Euro aufgewendet. Die Finanzierung erfolgte als freiwillige Leistung.
Steigende Kosten und sinkende Fahrgastzahlen
Von 2006 bis 2023 wurde der Sandkerwa-Express von den regionalen Verkehrsunternehmen eigenständig organisiert und finanziert. Aufgrund rückläufiger Fahrgastzahlen und steigender Betriebskosten war das Angebot ab 2024 jedoch nicht mehr kostendeckend. Auch 2025 setzte sich diese Entwicklung fort. Während die Fahrgastzahlen weiter sanken, stiegen die Betriebskosten erneut an. Die entstandenen Defizite wurden in den vergangenen beiden Jahren vom Landkreis und den Gemeinden übernommen.
Pflichtaufgaben haben Vorrang
Für das Jahr 2026 sieht der Landkreis diese finanzielle Unterstützung nicht mehr als möglich an. Hintergrund ist der deutlich gestiegene Finanzbedarf bei den gesetzlichen Pflichtaufgaben. Im Vergleich zum Vorjahr werden rund 30 Millionen Euro zusätzlich benötigt. Das Geld fließt unter anderem in die Finanzierung des Defizits der Landkreis-Kliniken, der Bezirksumlage sowie des öffentlichen Linienbusverkehrs.
Freiwillige Leistungen auf dem Prüfstand
Angesichts der angespannten Haushaltslage hat die Sparkommission des Landkreises sämtliche freiwilligen Leistungen überprüft. Im Ergebnis wurden Projekte und Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Millionen Euro gestrichen oder verschoben. Mit der Einstellung des Sandkerwa-Expresses endet damit vorerst ein Mobilitätsangebot, das Besucherinnen und Besucher der Sandkerwa über viele Jahre sicher und bequem zur Veranstaltung gebracht hatte.















