Mehr als 20 hauptamtliche Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger aus dem Landkreis Bamberg haben sich im Jugendzentrum in Strullendorf zum dritten Fachzirkel der Kommunalen Jugendarbeit getroffen.
Im Mittelpunkt der Fortbildung stand das Thema ‚Links, rechts, Extremismus – und weitere ‚Ismen‘ aus der Mitte der Gesellschaft‘. Ziel der Veranstaltung war es, Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für gesellschaftliche und politische Herausforderungen zu sensibilisieren und ihre Handlungssicherheit zu stärken.
Umgang mit extremistischen Aussagen im Fokus
Als Referent führte Jannes Rupf vom Internationaler Bund durch den praxisnahen Workshop. Dabei vermittelte er Grundlagen zum Thema Extremismus und zeigte auf, dass problematische Denkweisen nicht ausschließlich an politischen Rändern entstehen, sondern auch aus der gesellschaftlichen Mitte heraus auftreten können. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden darüber, wie Jugendpfleger auf schwierige oder provokante Aussagen reagieren können, ohne den Kontakt zu Jugendlichen abbrechen zu lassen. Besonders wichtig war dabei die Frage, wie Gespräche offen und respektvoll geführt werden können.
Demokratische Werte aktiv fördern
Ein zentraler Schwerpunkt des Fachzirkels lag auf der Förderung von Dialogfähigkeit und demokratischen Grundwerten in der Jugendarbeit. Die Fachkräfte tauschten Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag aus und entwickelten Strategien für konstruktive Diskussionen mit jungen Menschen. Gerade in Zeiten zunehmend polarisierter gesellschaftlicher Debatten komme der offenen Jugendarbeit eine wichtige Rolle zu. Jugendzentren und Jugendtreffs seien häufig erste Anlaufstellen für Jugendliche, wenn es um politische oder gesellschaftliche Fragen gehe.
Praktische Methoden für den Jugendalltag
Am Nachmittag standen konkrete Methoden und praktische Ansätze im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden unter anderem spielerische Formate, Bilder- und Kartenmethoden sowie interaktive Escape Games. Viele der vorgestellten Ideen wurden direkt ausprobiert und von den Teilnehmenden positiv bewertet. Besonders geschätzt wurde der hohe Praxisbezug der Fortbildung, da sich zahlreiche Methoden unmittelbar im Alltag von Jugendtreffs einsetzen lassen.
Austausch und Vernetzung vor Ort
Die Fachzirkel der Kommunalen Jugendarbeit gelten als kompakte Fortbildungsangebote direkt in der Region. Neben fachlichem Input bieten sie vor allem Raum für Austausch, Weiterbildung und Vernetzung zwischen den Fachkräften. Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Der Fachzirkel in Strullendorf machte erneut deutlich, wie wichtig engagierte Fachkräfte für demokratische Bildung und gesellschaftlichen Dialog sind.“














