Mit dem geplanten Neubau eines Museumsdepots hat das Bauernmuseum Bamberger Land im Februar 2024 ein ambitioniertes Zukunftsprojekt gestartet.
Ziel ist die umfassende Qualifizierung der Sammlung: Tausende Objekte werden systematisch erfasst, bewertet und langfristig für die museale Arbeit gesichert – von der Bewahrung über die Forschung bis hin zur Vermittlung.
Systematische Inventarisierung als Grundlage
Nach intensiven Vorarbeiten begann die Inventarisierung der Bestände zunächst mit einem klaren Fokus auf große und besonders platzintensive Exponate. Parallel dazu wurden Objekte kritisch geprüft und gezielt ausgesondert. So konnten wertvolle Lagerflächen freigemacht und der Sammlungsbestand erstmals strukturiert nach Objektgruppen bewertet werden.
Fortschritte durch konsequente Weiterarbeit
Der Prozess wurde im Jahr 2025 konsequent fortgesetzt. Schritt für Schritt entstand ein genauer Überblick über Umfang, Zustand und Relevanz der Sammlung. Diese systematische Herangehensweise legte die Basis für alle weiteren Planungen und ermöglichte eine nachhaltige Weiterentwicklung der Depotstruktur.
Planungssicherheit für den Depotneubau
Ein zentraler Meilenstein des Vorprojekts war die Ermittlung des tatsächlichen Platz- und Raumbedarfs für das künftige Museumsdepot. Auf dieser Grundlage konnten die Planungen für den Neubau konkretisiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse flossen direkt in die architektonischen und funktionalen Konzepte ein.
Räumung der Scheune ‚Messingschlager‘
Parallel zur Depotplanung hatte die Räumung der Scheune ‚Messingschlager‘ höchste Priorität. Werkzeuge, landwirtschaftliche Geräte und weitere Großobjekte wurden gesichtet, inventarisiert und fachgerecht in Zwischenlager überführt. Dieser Schritt schuf dringend benötigten Raum und sicherte zugleich den sachgerechten Umgang mit den Sammlungsobjekten.
Über 4.000 Objekte bearbeitet
Bis Januar 2025 konnten insgesamt 4.177 Objekte bearbeitet werden. Darunter befanden sich zahlreiche bislang nicht inventarisierte Stücke sowie Bestände, die nicht mehr dem aktuellen Sammlungskonzept entsprachen. Das zweijährige Vorprojekt wurde damit fristgerecht abgeschlossen – die Rückmeldungen der Fördermittelgebenden fielen durchweg positiv aus.
Start des Hauptprojekts im Februar 2026
Zum 1. Februar 2026 beginnt das dreijährige Hauptprojekt. Es umfasst den Bau des neuen Museumsdepots, die vollständige Inventarisierung des gesamten Museumsbestands sowie den Rückzug aller Objekte aus den Zwischenlagern in das neue Depot.
Grundlage für Forschung, Ausstellungen und Bildung
Mit dem neuen Depot schafft das Bauernmuseum Bamberger Land die Grundlage für einen verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Umgang mit dem kulturellen Erbe des ländlichen Raums im Landkreis Bamberg. Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven für Forschung, Ausstellungen und Bildungsarbeit, die das Museum langfristig stärken und weiterentwickeln.
















