Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist die erste Hochschule in Deutschland, die mit dem Nachhaltigkeitsstandard ‚We Impact‘ zertifiziert wurde.
Damit baut die Universität ihr bestehendes Umweltmanagement weiter aus und setzt künftig noch stärker auf soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit. Bereits Anfang 2026 hatte die Universität erfolgreich die Revalidierung ihres Umweltmanagementsystems nach EMAS abgeschlossen. Mit der neuen Zertifizierung werden nun zusätzlich soziale und organisatorische Aspekte systematisch berücksichtigt.
Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht
Für die Universität bedeutet Nachhaltigkeit weit mehr als Umwelt- und Klimaschutz. Im Fokus stehen auch Themen wie Gesundheit, Chancengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser erklärt: „Mit We Impact machen wir sichtbar, dass wir Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen: ökologisch, sozial, wirtschaftlich und kulturell.“ Das Zertifizierungssystem baut auf dem bekannten EMAS-Standard auf und erweitert diesen um sogenannte ESG-Themen – also Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Externe Gutachter prüfen Universität vor Ort
Der Weg zur Zertifizierung umfasste mehrere Schritte. Dazu gehörten unter anderem eine Analyse der universitären Strukturen, eine Risiko- und Wesentlichkeitsanalyse sowie die Entwicklung neuer Nachhaltigkeitsziele. Von 11. bis 13. Mai 2026 waren externe Gutachterinnen und Gutachter an der Universität vor Ort. Sie prüften Dokumentationen, führten Gespräche mit Beschäftigten und verschafften sich ein Bild davon, wie Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt wird. Gutachter Günther Rau lobte insbesondere die Vorreiterrolle der Universität Bamberg. Das bereits bestehende Nachhaltigkeitsmanagement sei umfassend aufgebaut und werde mit We Impact konsequent weiterentwickelt.
Mentale Gesundheit und soziale Verantwortung im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sozialer Nachhaltigkeit. Dazu zählen Angebote für Gesundheit, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe. So unterstützt das Gesundheitsmanagement der Universität Mitarbeitende unter anderem mit Beratungsangeboten, Bewegungsprogrammen und Maßnahmen zur psychosozialen Gesundheit. Gleichzeitig startete mit ‚Mind Matters‘ ein neues Projekt zur Stärkung der mentalen Resilienz von Studierenden. Mit Workshops, Mitmachaktionen und Gesprächsformaten setzte die Universität bereits Anfang Mai ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit rund um mentale Gesundheit.
Vielfalt und Familienfreundlichkeit fest verankert
Auch Themen wie Diversity und Familienfreundlichkeit spielen an der Universität eine wichtige Rolle. Seit Jahren trägt die Hochschule das Prädikat ‚familiengerechte Hochschule‘. Flexible Strukturen, Beratungsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten sollen Studierenden und Beschäftigten helfen, Familie, Studium und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Darüber hinaus engagiert sich die Universität aktiv für Chancengleichheit und Antidiskriminierung. Verschiedene Beratungsstellen und Gleichstellungsangebote sollen ein offenes und diskriminierungsfreies Hochschulumfeld fördern.
Weitere Nachhaltigkeitsprojekte geplant
Die Universität will ihre Nachhaltigkeitsstrategie künftig weiter ausbauen. Geplant ist unter anderem ein neuer Erweiterungsstudiengang ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘, der ab dem Wintersemester 2026/2027 starten soll. Außerdem entsteht im Gebäude Am Kranen 10 ein neues ‚Innovationsforum Nachhaltigkeit‘. Dort sollen künftig innovative Lehrformate, Projektarbeit und Veranstaltungen stattfinden. Gemeinsam mit der Stadt Bamberg und der Volkshochschule engagiert sich die Universität zudem im Rahmen der ‚Local Green Deals‘ für nachhaltige Bildung in der Region.
Verantwortung für kommende Generationen
Für Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser steht fest: Nachhaltige Entwicklung könne nur gelingen, wenn ökologische und soziale Verantwortung gemeinsam gedacht werden. Die erfolgreiche Zertifizierung sei deshalb nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Universität und ihrer Studierenden.















