Die 36. Bamberger Hegelwoche steht in diesem Jahr unter dem Titel ‚Die Fanatiker – Überall? Wir alle?‘ und beschäftigt sich mit einem Thema, das aktueller kaum sein könnte.
Vom 9. bis 11. Juni 2026 diskutieren renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Bamberg über die Formen, Ursachen und Folgen von Fanatismus in Gesellschaft, Politik und Religion. Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe bringt dabei erneut Philosophie, Wissenschaft und gesellschaftlichen Dialog zusammen.
Fanatismus als gesellschaftliche Herausforderung
Ob politische Radikalisierung, religiöser Extremismus oder ideologische Kulturkämpfe – Fanatismus prägt zunehmend öffentliche Debatten weltweit. Die diesjährige Hegelwoche greift diese Entwicklungen auf und fragt nach den historischen, psychologischen und gesellschaftlichen Hintergründen fanatischen Denkens. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Warum radikalisieren sich Menschen? Welche gesellschaftlichen Spannungen fördern Extremismus? Und wie entstehen kompromisslose Weltbilder? Die Veranstalter wollen damit Raum für eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem Phänomen schaffen, das oft zu Polarisierung und gesellschaftlichen Konflikten führt.
Auftakt mit Terrorismusforscherin Beatrice de Graaf
Den Eröffnungsvortrag am Dienstag, 9. Juni 2026, hält die niederländische Historikerin und Terrorismusforscherin Prof. Dr. Beatrice de Graaf von der Utrecht University. Unter dem Titel ‚Was Terroristen hoffen‘ beleuchtet sie Fanatismus aus historischer und religionswissenschaftlicher Perspektive. De Graaf zählt international zu den bekanntesten Expertinnen auf den Gebieten Terrorismus, Sicherheit und Radikalisierung.
Heinz Bude spricht über gesellschaftliche Spannungen
Am Mittwoch, 10. Juni 2026, folgt der Soziologe Prof. Dr. em. Heinz Bude von der Universität Kassel mit seinem Vortrag ‚Was in der Gesellschaft gärt‘. Bude beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesellschaftlichen Stimmungen, sozialer Ausgrenzung und politischer Polarisierung. In Bamberg wird er insbesondere auf Einsamkeit, Verunsicherung und soziale Spannungen als mögliche Ursachen radikaler Haltungen eingehen.
Psychologische Perspektive zum Abschluss
Den Abschluss der diesjährigen Hegelwoche übernimmt am Donnerstag, 11. Juni 2026, der Wiener Psychiater und Neurowissenschaftler Dr. med. univ. Dr. phil. Raphael M. Bonelli. In seinem Vortrag ‚Wie fanatisch Gläubige sind‘ analysiert er die psychologischen Mechanismen hinter Glauben, Polarisierung und extremistischen Überzeugungen. Dabei geht es unter anderem um emotionale Bindungen, Identität und die Wirkung ideologischer Weltbilder. Im Anschluss an den letzten Vortrag findet eine gemeinsame Podiumsdiskussion mit allen Referierenden statt. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Christian Illies, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie II an der Universität Bamberg.
Vorträge in der Aula der Universität Bamberg
Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.15 Uhr in der Aula der Universität Bamberg. Für die Teilnahme werden kostenfreie Eintrittskarten ausgegeben. Diese sind ohne feste Sitzplatznummerierung erhältlich und können in den Teilbibliotheken 3 und 4 der Universität Bamberg abgeholt werden.
Traditionsreiche Veranstaltungsreihe mit prominenten Gästen
Die Bamberger Hegelwoche zählt seit vielen Jahren zu den bedeutenden wissenschaftlich-kulturellen Veranstaltungsreihen der Region. Ziel ist es, aktuelle gesellschaftliche Fragen im Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit zu diskutieren. In den vergangenen Jahren waren zahlreiche prominente Persönlichkeiten zu Gast, darunter Hans-Georg Gadamer, Heiner Geißler, Vittorio Hösle und Carl Friedrich von Weizsäcker. Auch 2026 verspricht die Hegelwoche wieder intensive Diskussionen und spannende Perspektiven auf eines der prägendsten Themen unserer Zeit.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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