Am 12. Juni 2026 hat der Universitätsrat der Otto-Friedrich-Universität Bamberg die Vizepräsidentin und die Vizepräsidenten für die kommende Amtsperiode gewählt.
Während Prof. Dr. Stefan Hörmann und Prof. Dr. Sabine Vogt in ihren Ämtern bestätigt wurden, zieht mit Prof. Dr. Martin Friesl ein neues Mitglied in das Präsidium ein. Die neue Universitätsleitung wird ihre Arbeit am 1. Oktober 2026 aufnehmen. Die Amtszeit beträgt jeweils drei Jahre. Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Fischbach blickt den kommenden Aufgaben optimistisch entgegen: „Die Universität steht in den kommenden Jahren vor wichtigen Herausforderungen in allen Bereichen. Ich freue mich, diese Aufgaben gemeinsam mit Martin Friesl, Stefan Hörmann, Sabine Vogt und Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser anzugehen.“
Martin Friesl übernimmt den Bereich Forschung
Eine der wichtigsten Veränderungen betrifft den Bereich Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs. Diese Verantwortung übernimmt künftig Prof. Dr. Martin Friesl, der an der Universität Bamberg den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Strategie und Organisation innehat. Der Wirtschaftswissenschaftler bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit und möchte die bestehende Forschungsstrategie konsequent weiterentwickeln. Dabei stehen insbesondere die Förderung exzellenter Forschung, die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die internationale Sichtbarkeit der Universität im Mittelpunkt.
Darüber hinaus sieht Friesl großes Potenzial in der stärkeren Vernetzung der verschiedenen Fachbereiche. Ziel sei es, die vorhandenen Kompetenzen noch enger zusammenzuführen und neue wissenschaftliche Impulse zu setzen. „Die Universität Bamberg ist mit ihren vier Forschungsschwerpunkten national und international exzellent aufgestellt“, erklärt Friesl. „Entscheidend wird sein, die Stärken unserer Fächer noch weiter zusammenzubringen und mutig dort zu investieren, wo wir als Universität Bamberg einen neuen wissenschaftlichen Beitrag leisten können.“
Abschied von einem prägenden Forschungsstrategen
Mit dem Wechsel an der Spitze des Forschungsressorts endet gleichzeitig die Amtszeit von Prof. Dr. Thomas Saalfeld. Nach zwei Amtsperioden stellte er sich nicht erneut zur Wahl und wird im Jahr 2027 in den Ruhestand eintreten. Während seiner sechsjährigen Amtszeit hat Saalfeld die Forschungslandschaft der Universität nachhaltig geprägt. Zu seinen bedeutendsten Leistungen zählt die Entwicklung einer universitätsweiten Forschungsstrategie, die heute als zentrale Grundlage für die wissenschaftliche Profilbildung gilt.
Auch bei der Sicherung hoher wissenschaftlicher Standards setzte er wichtige Akzente. Die Verankerung guter wissenschaftlicher Praxis in zentralen Ordnungen stärkte die Qualitätssicherung in Forschung und Lehre nachhaltig. Besonders bemerkenswert ist zudem die Entwicklung der Drittmitteleinnahmen. Diese stiegen von rund 36 Millionen Euro im Jahr 2020 auf etwa 45 Millionen Euro im Jahr 2025. „Thomas Saalfeld hat das Forschungssystem unserer Universität nachhaltig geprägt“, betont Präsident Fischbach. „Unter seiner Verantwortung wurden strategische Grundlagen geschaffen, von denen die Universität auch in Zukunft stark profitieren wird.“
Stefan Hörmann setzt auf Studienqualität und Innovation
Kontinuität gibt es im Bereich Lehre und Studierende. Prof. Dr. Stefan Hörmann wurde für eine dritte Amtszeit als Vizepräsident bestätigt und wird seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2020 hat Hörmann zahlreiche Entwicklungen angestoßen. Zu den wichtigsten Erfolgen zählt die erfolgreiche Systemreakkreditierung des Qualitätsmanagementsystems für Studium und Lehre. Diese gilt ohne Auflagen bis zum Jahr 2032 und bestätigt die hohe Qualität der universitären Ausbildungsangebote. Darüber hinaus wurde unter seiner Leitung ein neues Leitbild für die Lehre entwickelt und die Modernisierung zahlreicher Studiengänge vorangetrieben. Viele Programme wurden neu geschaffen oder an aktuelle Anforderungen angepasst.
Für die kommenden Jahre verfolgt Hörmann das Ziel, die Universität Bamberg als attraktiven Studienstandort weiter zu stärken. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Studienangebots soll dabei auch der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Lehre eine wichtige Rolle spielen. „Studierende entscheiden sich nicht allein für einen Studiengang, sondern für eine Universität als Lebens- und Lernort“, sagt Hörmann. Deshalb sei es entscheidend, nicht nur fachliche Qualität zu bieten, sondern auch ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Studierende aktiv einbringen und wohlfühlen können.
Sabine Vogt stärkt Vielfalt und Internationalisierung
Auch Prof. Dr. Sabine Vogt genießt weiterhin das Vertrauen des Universitätsrats. Sie wurde für eine zweite Amtszeit als Vizepräsidentin für Diversität und Internationales gewählt. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2023 hat sie zahlreiche Projekte umgesetzt, die das Profil der Universität in diesen Bereichen geschärft haben. Dazu gehören Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt, Initiativen gegen Diskriminierung sowie Programme zur internationalen Vernetzung.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer bisherigen Arbeit lag auf der Förderung internationaler Mobilität und der Sensibilisierung für unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven innerhalb der Hochschulgemeinschaft. In den kommenden Jahren möchte Vogt diesen Weg konsequent fortsetzen. Dabei stehen die weitere Internationalisierung der Universität, die Förderung von Chancengleichheit sowie die Unterstützung von Studierenden aus nicht-akademischen Familien im Fokus. „Diversität und Internationalität sind keine zusätzlichen Aufgaben einer Universität, sondern wesentliche universitäre Grundwerte“, betont Vogt. Die Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven sei eine der großen Stärken der akademischen Gemeinschaft.
Universität stellt die Weichen für die Zukunft
Mit der Wahl des neuen Präsidiums setzt die Otto-Friedrich-Universität Bamberg auf eine Mischung aus Erfahrung, Kontinuität und neuen Impulsen. Während Stefan Hörmann und Sabine Vogt ihre erfolgreiche Arbeit fortführen, bringt Martin Friesl neue Perspektiven in die Universitätsleitung ein. Die kommenden Jahre werden von wichtigen Themen geprägt sein: die Stärkung der Forschung, die Weiterentwicklung der Lehre, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die weitere Internationalisierung und Diversifizierung der Hochschule. Mit dem neu gewählten Führungsteam sieht sich die Universität Bamberg gut aufgestellt, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und ihre Position als renommierter Wissenschaftsstandort weiter auszubauen.
Leah
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