An der Luitpoldschule in Bamberg beginnt mit dem Schuljahr 2026/27 ein neues Kapitel gelebter Inklusion.
Zwei Partnerklassen der Bertold-Scharfenberg-Schule der Lebenshilfe Bamberg werden künftig an der Luitpoldschule unterrichtet und betreut. Insgesamt besuchen 20 Schülerinnen und Schüler die beiden Partnerklassen. Die Stadt Bamberg schafft dafür die notwendigen räumlichen Voraussetzungen und setzt das Projekt gemeinsam mit den beteiligten Schulen, dem Staatlichen Schulamt und der Regierung von Oberfranken um.
Neuer Standort für bewährtes Konzept
Die Partnerklassen waren bislang an der Grundschule Gaustadt angesiedelt. Dort wurden sie gemeinsam mit den Grundschulkindern unterrichtet. Aufgrund der seit Jahren steigenden Schülerzahlen im Stadtteil werden die vorhandenen Räume der Grundschule Gaustadt inzwischen vollständig für den regulären Unterricht und die Ganztagsbetreuung benötigt. Deshalb musste für das inklusive Angebot ein neuer Standort gefunden werden. Mit der Luitpoldschule wurde nun eine neue Lösung gefunden, sodass das bewährte Konzept fortgesetzt werden kann.
Luitpoldschule setzt auf gemeinsames Lernen
Die Initiative für den neuen Standort ging von der Schulleiterin der Luitpoldschule, Monika Mühlhölzl, aus. Nach einer öffentlichen Stadtratssitzung im Herbst 2025 erklärte sie die Bereitschaft ihrer Schule, die Partnerklassen aufzunehmen. Anschließend wurde gemeinsam mit der Bertold-Scharfenberg-Schule und dem Bildungsbüro der Stadt Bamberg ein pädagogisches und organisatorisches Konzept für den Neustart entwickelt. „Unsere Schule versteht sich als Ort der Vielfalt und des gemeinsamen Lernens“, erklärt Mühlhölzl. Die Schule freue sich darauf, die Kinder der Partnerklassen willkommen zu heißen und gemeinsam mit der Bertold-Scharfenberg-Schule Inklusion im Schulalltag weiter mit Leben zu füllen.
Stadt schafft passende Räume
Damit die beiden Partnerklassen an der Luitpoldschule starten können, werden derzeit zwei Klassenzimmer entsprechend ertüchtigt. Die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen übernimmt die Regierung von Oberfranken. Damit schafft die Stadt Bamberg die räumlichen Voraussetzungen für die dauerhafte Fortführung des inklusiven Angebots. Schulreferentin Gabriele Kepic dankte allen Beteiligten, die an der Umsetzung des Standortwechsels mitgewirkt haben. Besonders für die Kinder und ihre Familien sei damit eine gute Perspektive geschaffen worden.
So funktioniert das Partnerklassenmodell
Das Partnerklassenkonzept verbindet Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf im gemeinsamen Schulalltag. Jeweils eine Klasse der Förderschule und eine Klasse der Regelschule arbeiten dabei regelmäßig zusammen. Gemeinsamer Unterricht, Projekte und weitere Aktivitäten ermöglichen Begegnungen und gemeinsame Lernerfahrungen. Die Lehrkräfte beider Schulen planen und gestalten die Angebote gemeinsam. Ziel ist es, Inklusion unmittelbar erlebbar zu machen, soziale Kompetenzen zu stärken und allen Kindern unterschiedliche Lernmöglichkeiten zu eröffnen.
Vorfreude auf die Zusammenarbeit
Auch die Bertold-Scharfenberg-Schule blickt positiv auf den Neustart. Schulleiter Tobias Fürst freut sich über den neuen Standort und die Zusammenarbeit mit der Luitpoldschule. Die pädagogischen und organisatorischen Absprachen zwischen den beteiligten Kollegien und Betreuungsteams seien bereits im Vorfeld konstruktiv verlaufen. Nun gehe es darum, die Zusammenarbeit langfristig erfolgreich zu gestalten. Für die beteiligten Schulen steht dabei ein gemeinsames Ziel im Mittelpunkt: Die Kinder sollen sich am neuen Standort wohlfühlen und voneinander lernen können.
Inklusion wird Teil des Schulalltags
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier sieht in den Partnerklassen einen wichtigen Bestandteil der inklusiven Bildungslandschaft Bambergs. Inklusion gelinge dort besonders gut, wo sie selbstverständlich gelebt werde – und zwar im gemeinsamen Schulalltag. Mit dem neuen Standort an der Luitpoldschule könne das wichtige Angebot erhalten und weitergeführt werden. Die beiden Partnerklassen stehen damit beispielhaft für einen Schulalltag, in dem gemeinsames Lernen und die Begegnung von Kindern mit unterschiedlichen Voraussetzungen selbstverständlich dazugehören.
Neuer Standort, gemeinsames Ziel
Mit dem Start der Partnerklassen an der Luitpoldschule setzt Bamberg den eingeschlagenen Weg für mehr inklusive Bildung fort. Der Wechsel von der Grundschule Gaustadt an den neuen Standort war aufgrund der steigenden Schülerzahlen notwendig geworden, ermöglicht nun aber die Fortsetzung des erfolgreichen Konzepts. Für die 20 Schülerinnen und Schüler beginnt damit ein neuer Schulabschnitt. Gemeinsam mit den Kindern der Luitpoldschule sollen sie lernen, Projekte gestalten und den Schulalltag miteinander erleben. Die beteiligten Schulen und die Stadt Bamberg setzen dabei auf eine langfristige Zusammenarbeit – mit dem gemeinsamen Ziel, Inklusion nicht nur als Konzept zu verstehen, sondern im täglichen Miteinander sichtbar und erlebbar zu machen.















