Ein verschlafenes erstes Viertel hat die BMA365 Bamberg Baskets beim amtierenden Meister FC Bayern München Basketball früh aus dem Rennen geworfen.
Nach einem katastrophalen Start (13:32) lief das Team von Head Coach Anton Gavel lange einem Rückstand hinterher und unterlag am Ende mit 81:96 (42:52) vor 6.500 Zuschauern im ausverkauften BMW Park.
Bayern startet mit Wut im Bauch – Bamberg chancenlos im ersten Viertel
Von Beginn an war spürbar, dass die Münchner nach ihrer klaren EuroLeague-Niederlage gegen Kaunas (70:98) auf Wiedergutmachung aus waren. Hochmotiviert und aggressiv setzten die Bayern früh die Akzente. Bereits nach zwei Minuten stand es 0:7, und Isiaha Mike war kaum zu stoppen – er erzielte allein im ersten Viertel zehn Punkte. Die Distanzwürfe der Gastgeber fielen sicher: Nach dem vierten erfolgreichen Dreier, diesmal von Andreas Obst (8:20, 7. Minute), nahm Gavel die erste Auszeit und forderte mehr Entschlossenheit. Doch auch danach blieb der Meister klar überlegen. Zwei Ballverluste und ein 8:25-Rückstand später war das Viertel praktisch entschieden. Nach zehn Minuten führte München mit 32:13 – eine Hypothek, die Bamberg nicht mehr aufholen sollte.
Aufbäumen vor der Pause – Bamberger zeigen Moral
Im zweiten Abschnitt blieb der FC Bayern zunächst dominant und baute seinen Vorsprung auf 38:18 (13.) aus. Erst danach fanden die Gäste ihren Rhythmus: Demarcus Demonia brachte mit seinen ersten Punkten Energie ins Spiel, und ein 13:2-Lauf kurz vor der Halbzeit – angeführt von Ibi Watson, Richard Balint und einem spektakulären Alley-Oop von Zach Ensminger auf EJ Onu – brachte Bamberg wieder ins Spiel. Zur Pause war der Rückstand auf zehn Zähler geschrumpft (42:52), und die Hoffnung lebte wieder auf.
Dritter Abschnitt: Bamberg kämpft sich heran
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bamberg mutig. Die Bayern legten zwar erneut vor (59:45, 23.), doch Watson und Balint hielten dagegen. Nach einem Drei-Punkte-Spiel von Kapitän Patrick Heckmann und einem weiteren Dreier des stark aufspielenden Watson verkürzten die Gäste auf 57:64 (26.). Als Ensminger per Freiwürfe sogar auf fünf Punkte heranbrachte (61:66, 28.), schien die Partie wieder offen. Doch genau in dieser Phase zeigte der Meister seine ganze Klasse: Innerhalb von nur 70 Sekunden sorgten Obst und Giffey mit zwei Dreiern wieder für klare Verhältnisse (61:72).
Münchens Routine verhindert Bamberger Überraschung
Zu Beginn des Schlussviertels keimte noch einmal kurz Hoffnung auf. Austin Crowley traf per Dreier zum 66:72 (31.), doch die Bayern antworteten sofort. Ein Offensivrebound von Leon Kratzer und der folgende Dreier von Andreas Obst brachten die Münchner wieder zweistellig in Front. Mit einem 10:0-Lauf auf 86:68 (35.) sorgte der Meister endgültig für klare Verhältnisse. Justinian Jessups Dreier zum 92:74 besiegelte die Niederlage der Bamberger, die trotz kämpferischer Leistung nie wirklich an einem Auswärtssieg schnuppern konnten.
Stimmen zum Spiel
Patrick Heckmann (BMA365 Bamberg Baskets):
„Wir haben das erste Viertel komplett verschlafen. Die Bayern kamen aggressiv ins Spiel, haben uns alles weggenommen und da wir selbst schlecht verteidigt haben, waren wir schnell 20 Punkte in Rückstand gelegen. Mit so einem Rückstand nach dem ersten Viertel ist es hier sehr schwer zu gewinnen.“
Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):
„Im ersten Viertel konnten die Bayern machen, was sie wollten. Es gab kaum Gegenwehr von unserer Seite. Im Laufe des Spiels haben wir auch Stopps kreiert, um auch einfache Punkte machen zu können und nicht immer gegen ein Bollwerk zu laufen. Es war schwierig, das Ball Movement der Bayern zu stoppen. 26 Assists sprechen hier Bände.“
Gordon Herbert (Head Coach FC Bayern München Basketball):
„Wir haben ein sehr gutes erstes Viertel gespielt, ehe Antons Team im zweiten mit viel mehr Physis rauskam und zurück ins Spiel. Sie haben dann sehr gut gespielt und eine gute Widerstandskraft gezeigt, sind mehrfach wieder rangekommen. Mir hat gefallen, wie wir den Ball bewegt haben. In der Verteidigung hatten wir ein paar Brüche, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung.“
Blick auf das Pokal-Wochenende
Die easyCredit Basketball Bundesliga legt am kommenden Wochenende eine Pause ein – dafür steht der BBL-Pokal im Fokus. Für die BMA365 Bamberg Baskets geht es im Achtelfinale erneut auswärts zur Sache: In der Stadthalle Weißenfels trifft das Team auf den SYNTAINICS MBC – eine Neuauflage des letztjährigen Pokalfinals. Der Tip-Off ist am Samstag um 20:00 Uhr, live und exklusiv bei DYN.
Fokus und Energie für die nächsten Aufgaben
Trotz der klaren Niederlage beim Meister zeigten die Bamberger Phasen, in denen sie mithalten konnten. Wenn das Team die Lehren aus dem Fehlstart zieht und die Intensität über 40 Minuten hochhält, ist im Pokal alles möglich. Der Glaube daran – so scheint es – ist in Freak City ungebrochen.















