Die BMA365 Bamberg Baskets haben am 30. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga ein starkes Statement gesetzt.
Mit einem überzeugenden 83:61-Erfolg gegen die EWE Baskets Oldenburg sicherten sich die Franken nicht nur ihren 20. Saisonsieg, sondern machten auch einen wichtigen Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme. Vor allem die herausragende Defensivleistung war der Schlüssel zum Erfolg.
Defensivstrategie als Schlüssel zum Erfolg
Bereits vor der Partie hatte Head Coach Anton Gavel die Marschroute klar vorgegeben: Ohne konsequente Verteidigung würde es keinen Sieg geben. Seine Mannschaft setzte diese Vorgabe nahezu perfekt um. Besonders im Fokus stand Oldenburgs Topscorer Christopher Clemons, der im Schnitt zu den gefährlichsten Spielern der Liga zählt. Die Bamberger schafften es, Clemons nahezu komplett aus dem Spiel zu nehmen. Mit nur sechs Punkten und einer schwachen Wurfquote blieb er weit unter seinen Möglichkeiten. Diese Leistung war kein Zufall, sondern das Resultat einer geschlossenen Teamverteidigung, die aggressiv, aufmerksam und diszipliniert agierte.
Zäher Start – starke Reaktion
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Beide Teams hatten Schwierigkeiten, offensiv in ihren Rhythmus zu finden. Die Verteidigungsreihen dominierten das Spielgeschehen, sodass es einige Minuten dauerte, bis die ersten Punkte fielen. Erst nach rund zweieinhalb Minuten eröffnete Ibi Watson das Scoring für Bamberg. Doch auch Oldenburg tat sich schwer, sodass sich ein defensiv geprägtes Duell entwickelte. Cobe Williams und Michale Kyser setzten erste offensive Akzente und hielten ihre Teams im Spiel. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Bamberg jedoch die Kontrolle. Die Einwechslungen von Austin Crowley und Daniel Keppeler brachten frischen Schwung ins Spiel. Beide Spieler lieferten sofort wichtige Punkte und sorgten dafür, dass Bamberg das erste Viertel mit 22:14 für sich entscheiden konnte.
Bamberger Lauf entscheidet die erste Halbzeit
Der Übergang ins zweite Viertel gehörte klar den Gastgebern. Bamberg startete einen beeindruckenden 15:0-Lauf und setzte sich früh deutlich ab. Besonders auffällig war dabei die Kombination aus aggressiver Verteidigung und effizientem Umschaltspiel. Oldenburg wirkte in dieser Phase überfordert. Selbst Auszeiten von Coach Lazar Spasic konnten den Lauf nicht stoppen. Bamberg baute die Führung zeitweise auf 19 Punkte aus und kontrollierte das Spielgeschehen nach Belieben. Ein weiterer entscheidender Faktor: die frühe Foulbelastung von Christopher Clemons. Bereits im zweiten Viertel musste er mit drei Fouls auf die Bank, was Oldenburg zusätzlich schwächte. Zur Halbzeit führten die Gastgeber verdient mit 41:31 – ein Vorsprung, der vor allem auf ihrer defensiven Dominanz basierte.
Bamberg bleibt auch nach der Pause dominant
Nach dem Seitenwechsel versuchte Oldenburg, den Rückstand zu verkürzen. Doch die Hoffnung auf eine Aufholjagd wurde schnell zunichtegemacht. Bamberg blieb konzentriert und setzte seinen Gameplan konsequent um. Ein früher Dreier von Richard Balint stellte direkt klar, dass die Gastgeber nicht nachlassen würden. Die Defense blieb stabil, während offensiv immer wieder gute Lösungen gefunden wurden. Bis zur Mitte des dritten Viertels wuchs der Vorsprung auf über 20 Punkte an. Ein Highlight des Spiels war ein spektakulärer Alley-oop-Dunk von Austin Crowley nach einem Ballgewinn – ein Sinnbild für die Energie und den Teamgeist der Bamberger.
Schwache Dreierquote besiegelt Oldenburger Niederlage
Ein zentraler Grund für die klare Niederlage der Gäste war ihre schwache Trefferquote von der Dreierlinie. Während Oldenburg als eines der besten Distanzwurf-Teams der Liga angereist war, traf man lediglich 3 von 25 Versuchen – eine Quote von nur 12 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigte Bamberg eine solide Leistung von außen. Besonders Richard Balint und Cobe Williams überzeugten mit wichtigen Treffern. Insgesamt versenkte das Team 10 Dreier und sorgte damit für den nötigen offensiven Output. Diese Diskrepanz im Wurfverhalten machte letztlich den Unterschied und ließ Oldenburg keine Chance auf ein Comeback.
Geschlossene Teamleistung als Erfolgsfaktor
Neben der starken Defense war es vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit, die Bamberg auszeichnete. Gleich mehrere Spieler punkteten zweistellig oder lieferten wichtige Beiträge in anderen Bereichen.
Top-Performer Bamberg:
- Cobe Williams: 17 Punkte, 6 Assists
- Richard Balint: 14 Punkte, 3 Steals
- Daniel Keppeler: 10 Punkte, 5 Rebounds
- Onu: 10 Punkte, 2 Blocks
Auch Spieler von der Bank brachten wertvolle Impulse und sorgten dafür, dass das Niveau über die gesamte Spielzeit hoch blieb.
Stimmen zum Spiel
Nach der Partie zeigte sich Head Coach Anton Gavel zufrieden, sah aber dennoch Verbesserungspotenzial:
„Wir haben heute nur 61 Punkte zugelassen gegen eine der besten Dreier-Mannschaften der Liga, was die Trefferquote angeht. Wir haben sie heute bei 12 Prozent von der Dreierlinie halten können. Natürlich war das nicht alles unserer Verteidigung geschuldet, aber ich glaube, dass wir Chris Clemons gut verteidigt haben. Wir haben den Topscorer der Liga bei 6 Punkten und einer Quote von 1 aus 11 gehalten. Wir hatten vor dem Spiel darüber gesprochen, dass wir defensiv gut spielen müssen. Das ist uns phasenweise auch gelungen und wir konnten daraus auch offensiv etwas finden. Trotzdem hätten wir den Ball deutlich besser gegen ihre Verteidigung bewegen müssen. Daran werden wir noch arbeiten.“
Auch Oldenburgs Coach Lazar Spasic erkannte die Leistung des Gegners an:
„Wir sind eine Mannschaft, die eigentlich ganz passabel wirft und auch darauf baut. Heute aber haben wir nur 3 von 25 Dreier getroffen und hier mit einer derartigen Quote zu gewinnen, ist einfach nicht möglich.
Playoff-Kurs fest im Blick
Mit diesem Sieg festigen die Bamberger ihre Position im oberen Tabellendrittel. Der 20. Saisonsieg bringt das Team dem Ziel einer sicheren Playoff-Teilnahme ein großes Stück näher. Die konstante Entwicklung der Mannschaft sowie die stabile Defensive machen Bamberg zu einem ernstzunehmenden Gegner für die kommenden Wochen.
Nächste Herausforderungen stehen bevor
Nach dem intensiven Spiel gegen Oldenburg bleibt dem Team nun etwas Zeit zur Regeneration. Die nächste Aufgabe wartet am Montag, den 27.04 um 20 Uhr auswärts gegen die NINERS Chemnitz, bevor es im Heimspiel gegen Hamburg erneut vor eigenem Publikum zur Sache geht. Diese Phase der Saison wird entscheidend sein, um die gute Ausgangsposition weiter zu festigen.
















