Die BMA365 Bamberg Baskets gehen als Tabellendritter der easyCredit Basketball Bundesliga in die Playoffs.
Am letzten Spieltag der Hauptrunde feierte das Team von Head Coach Anton Gavel einen überzeugenden 102:83-Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn und blieb damit im siebten Ligaspiel in Folge ungeschlagen. Vor 5.700 Zuschauern in der ausverkauften BROSE ARENA zeigte Bamberg über weite Strecken eine starke Vorstellung und revanchierte sich zugleich für die knappe Niederlage aus dem Hinspiel. Gleichzeitig bildete der Erfolg die perfekte Bühne für das emotionale Jersey Retirement von Vereinslegende Karsten Tadda, dessen Trikotnummer 9 nach Spielende unter das Hallendach gezogen wurde.
Traumstart bringt Bamberg früh auf Kurs
Zum inzwischen 33. Mal in dieser Saison schickte Anton Gavel dieselbe Starting Five aufs Feld – und seine Mannschaft legte direkt stark los. Bereits in den ersten Minuten überzeugten die Gastgeber mit aggressiver Verteidigung und hoher Trefferquote von außen. Dreier von Richard Balint, Demarcus Demonia und Moritz Krimmer sorgten früh für eine 17:10-Führung. Besonders defensiv präsentierten sich die Bamberger hellwach und ließen den Gästen kaum zweite Chancen zu. Zach Ensminger erhöhte mit einem weiteren Distanztreffer auf 22:12, ehe Austin Crowley mit einem spektakulären Fast-Break-Dunk den Schlusspunkt unter ein starkes erstes Viertel setzte. Nach zehn Minuten führte Bamberg verdient mit 26:18.
Bonn kämpft sich vor der Pause zurück
Auch der zweite Abschnitt begann vielversprechend für die Hausherren. Kapitän Ibi Watson traf direkt den nächsten Dreier und Bamberg hielt den Vorsprung zunächst konstant im zweistelligen Bereich. Doch Mitte des Viertels änderte sich das Spiel. Bonn erhöhte die Intensität deutlich und dominierte plötzlich die Rebounds. Vor allem unter den Körben bekam Bamberg nun Probleme. Die Gäste verkürzten Schritt für Schritt und kamen kurz vor der Halbzeit bis auf zwei Punkte heran. Dank sicher verwandelter Freiwürfe von Ensminger, Watson und Williams retteten die Gastgeber ihre Führung in die Kabine. Mit der Schlusssirene verkürzte Jonathan Bähre per Tip-In auf 44:41.
Watson führt Bamberg durch intensive Phase
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Erneut eröffnete Ibi Watson den Abschnitt mit einem erfolgreichen Dreier und übernahm offensiv Verantwortung. Bonn blieb jedoch hartnäckig. Vor allem Jalen Finch und Joel Aminu hielten die Rheinländer im Spiel. Als Finch per Fast-Break-Layup auf 61:60 verkürzte und kurze Zeit später erneut von außen traf, lagen die Gäste erstmals in Führung. Bamberg reagierte jedoch souverän. Nach einer Auszeit von Anton Gavel stabilisierte sich die Defensive wieder und die Gastgeber fanden zurück zu ihrem Rhythmus. Mit einer knappen 69:65-Führung ging es in das Schlussviertel.
Starker Schlusslauf entscheidet die Partie
Im letzten Viertel drehten die Bamberger noch einmal richtig auf. Adrian Petković eröffnete den Abschnitt mit einem Dreier zum 76:67 und brachte die Halle endgültig zum Kochen. Zwar kämpfte sich Bonn noch einmal auf vier Punkte heran, doch anschließend setzte Bamberg zum entscheidenden Lauf an. Mit einem beeindruckenden 17:4-Run innerhalb weniger Minuten sorgten die Gastgeber für klare Verhältnisse. Vor allem offensiv bewegten Watson, Williams und Co. den Ball nun hervorragend und erspielten sich hochprozentige Abschlüsse. Gleichzeitig dominierte die Defensive um EJ Onu die Schlussphase. Der Center setzte wichtige Blocks und ließ Bonn kaum noch einfache Punkte zu. Spätestens beim 93:76 war die Partie entschieden.
Emotionale Momente für Karsten Tadda
Neben dem sportlichen Erfolg stand der Nachmittag ganz im Zeichen von Karsten Tadda. Die Vereinsikone erhielt nach Spielende eine besondere Ehrung, als seine Rückennummer 9 offiziell unter das Hallendach der BROSE ARENA gezogen wurde. Die Fans feierten den langjährigen Publikumsliebling minutenlang und sorgten für einen emotionalen Abschluss der Hauptrunde.
Stimmen zum Spiel
Bambergs Head Coach zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Sieg, sah aber weiterhin Verbesserungspotenzial:
„Es ging in diesem letzten Spiel nicht um mehr wirklich richtig viel. Das konnte man auch ab und an immer mal wieder sehen. Wir haben offensiv dann doch besser gespielt als noch im letzten Spiel, aber defensiv war es nicht gut. Wir haben 25 Offensiv-Rebounds zugelassen und auch Turnover gehabt, die nicht sein mussten. Die reguläre Saison ist jetzt vorbei. Teil zwei der Hauptrunde war schon nicht schlecht, aber jetzt geht es wieder bei Null los und es wird eine schwierige Serie.“
Kapitän Ibi Watson zog ein positives Zwischenfazit:
„Die Saison bis hierher war unglaublich. Von dem Moment an, als wir in der Vorbereitung als Mannschaft mit der Arbeit begonnen haben, hatten wir uns als Ziel die direkte Qualifikation für Playoffs, ohne Play-Ins, gesteckt. Auf dem Weg dorthin haben wir den Pokal gewonnen. Die Saison bis hierher war gut, aber wir haben noch sehr viel zu tun!“
Playoff-Duell gegen ratiopharm ulm steht fest
Mit dem Erfolg sicherten sich die BMA365 Bamberg Baskets endgültig Platz drei in der Abschlusstabelle. Im Viertelfinale wartet nun ratiopharm ulm, das die Hauptrunde auf Rang sechs beendet hat. Spiel eins der Best-of-Five-Serie steigt am Samstag, den 16. Mai, um 18:30 Uhr in der BROSE ARENA.
Die Playoff-Paarungen im Überblick
- FC Bayern München Basketball vs. Sieger Play-In
- ALBA BERLIN vs. Sieger Play-In
- BMA365 Bamberg Baskets vs. ratiopharm ulm
- Telekom Baskets Bonn vs. Fitness First Würzburg Baskets
Bamberg startet voller Selbstvertrauen in die wichtigste Saisonphase
Mit sieben Siegen in Serie und einer starken zweiten Saisonhälfte reisen die Bamberger mit viel Rückenwind in die Playoffs. Die Mannschaft wirkt gefestigt, spielt offensiv variabel und hat sich in den vergangenen Wochen als echtes Spitzenteam präsentiert. Nun beginnt in Freak City die entscheidende Phase der Saison – und die Vorfreude auf die Viertelfinalserie gegen Ulm ist bereits riesig.















