Nach einem schwerwiegenden Vorfall am Zentralen Omnibusbahnhof in Bamberg haben die Stadtwerke Bamberg einen Busfahrer fristlos entlassen.
Der Fahrer hatte am vergangenen Wochenende einem Fahrgast das Steuer eines Linienbusses überlassen – obwohl sich weitere Fahrgäste im Bus befanden. Die Stadtwerke sprechen von einem irreparabel zerstörten Vertrauensverhältnis und kündigen weitere rechtliche Schritte an.
Fahrgast steuert Linienbus
Der Vorfall ereignete sich am Bamberger ZOB. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Busfahrer seinen Platz am Steuer für einen Fahrgast freigemacht. Der Bus setzte sich daraufhin in Bewegung und legte eine Strecke von weniger als 100 Metern zurück. Die Fahrt endete mit einem abrupten Bremsmanöver. Dabei wurden nach aktuellem Stand der polizeilichen Ermittlungen zwei Fahrgäste leicht verletzt.
Sofortige Freistellung noch vor Ort
Die Stadtwerke reagierten unmittelbar auf den Vorfall. Noch während des Polizeieinsatzes am Freitagnachmittag wurde der Busfahrer vom Dienst freigestellt. Nun ist auch die arbeitsrechtliche Konsequenz entschieden: Das Arbeitsverhältnis wird außerordentlich und fristlos beendet. Zusätzlich erhält der Fahrer Hausverbot bei den Stadtwerken Bamberg.
Stadtwerke zeigen klare Haltung
Geschäftsführer Michael Fiedeldey äußerte sich deutlich zu dem Vorfall. Das Verhalten des Busfahrers habe nicht nur die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet, sondern auch das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr beschädigt. Besonders kritisch bewertet er den Imageschaden für die Stadtwerke sowie die Auswirkungen auf die vielen Fahrerinnen und Fahrer, die täglich verantwortungsvoll ihren Dienst leisten.
Betriebsrat unterstützt Kündigung
Auch der Betriebsrat der Stadtwerke Bamberg unterstützt die Entscheidung zur fristlosen Kündigung. Nach Einschätzung der Arbeitnehmervertretung sei das notwendige Vertrauensverhältnis dauerhaft zerstört. Zudem betont der Betriebsrat, dass die sofortige Trennung notwendig sei, um das Ansehen und die Integrität der gesamten Berufsgruppe zu schützen.
Weitere rechtliche Schritte angekündigt
Neben der Kündigung kündigten die Stadtwerke weitere rechtliche Maßnahmen gegen den Busfahrer sowie den beteiligten Fahrgast an. Details dazu wurden bislang nicht bekanntgegeben. Die polizeilichen Ermittlungen zum Vorfall dauern derzeit noch an.
Sicherheit hat oberste Priorität
Der Vorfall sorgt in Bamberg weiterhin für großes Aufsehen. Für die Stadtwerke steht fest: Sicherheit und Verantwortung im öffentlichen Nahverkehr haben höchste Priorität. Mit der schnellen Reaktion wollen die Verantwortlichen deutlich machen, dass derartige Verstöße nicht toleriert werden.















