Diese Nachricht dürfte viele Anwohner freuen – nicht zuletzt, weil sie sich im Rahmen der Aktion ‚Bäume für Bamberg‘ genau das gewünscht hatten. Die grüne Stadtratsfraktion hatte im Zuge dieser Mitmach-Kampagne zahlreiche Rückmeldungen erhalten, in denen die Bürger explizit die Nachpflanzung in der Hellerstraße forderten.
Jahre des Wartens und politische Blockaden
Der Hintergrund: Bereits 2021 mussten dort drei große Robinien aus Verkehrssicherheitsgründen gefällt werden. Seitdem warteten Anwohner vergeblich auf Ersatz. Ein Antrag der grünen Stadträte Stefan Kurz, Andreas Eichenseher und Markus Schäfer auf Neupflanzungen wurde zunächst abgelehnt. Die Verwaltung argumentierte, dass eine vollständige Neugestaltung des Straßenraums bevorstehe – und neue Bäume erst dann sinnvoll seien.
Unklare Planungen verzögern die Sanierung
Doch was als baldige Umgestaltung angekündigt war, entpuppt sich als Planung ohne festen Zeitrahmen. Die Verwaltung teilte nun im Bausenat mit, dass die umfassende Sanierung der Hellerstraße aus Kapazitätsgründen nicht absehbar sei. Fördermittel aus dem Programm ‚Innenstädte beleben‘, die eigentlich für diese Maßnahme vorgesehen waren, werden nicht mehr für die Hellerstraße genutzt. Die lange angekündigte Aufwertung bleibt damit auf unbestimmte Zeit verschoben.
Beharrlichkeit zahlt sich aus
Trotz der bürokratischen Hürden gaben die Grünen nicht auf. Mit Nachdruck und Engagement drängten sie weiter auf eine kurzfristige Lösung – und erhielten nun endlich Zustimmung. Die Stadtverwaltung sagte zu, im kommenden Herbst neue Bäume zu pflanzen. Damit endet eine vierjährige Hängepartie, die für viele Bürger längst zum Symbol für politische Trägheit geworden war.
Die Hellerstraße bleibt ein Problemfall
So erfreulich die Nachricht von den neuen Bäumen auch ist – der generelle Zustand der Hellerstraße bleibt ein Ärgernis. Derzeit gleicht der Bereich eher einem wilden Parkplatz als einem gestalteten, lebenswerten Stadtraum. Genau hier wollen die Grünen ansetzen. Sie fordern eine klare Neuordnung der Nutzung des öffentlichen Raums und eine konsequente Ahndung von Verstößen gegen geltende Regeln.
Zwischen Aufbruch und Rückstand
Die bevorstehende Bepflanzung ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass politisches Engagement konkrete Veränderungen bewirken kann. Doch gleichzeitig zeigt der Fall Hellerstraße auch, wie sehr sich städtische Prozesse verzögern können, wenn klare Prioritäten und Kapazitäten fehlen. Für die Grünen ist der nächste Schritt daher klar: Nicht nur Bäume pflanzen, sondern auch eine umfassende und nachhaltige Umgestaltung vorantreiben – im Dialog mit den Bürgern und mit mehr Tempo seitens der Stadtverwaltung.