Mit einem Friedensgebet im Bamberger Dom ist am Freitagabend das Mädchenchorfestival ‚Pueri Cantores‘ eröffnet worden.
Erzbischof Herwig Gössl würdigte dabei die rund 1.200 Sängerinnen und Sänger als Botschafter des Friedens. In seiner Predigt betonte Gössl die besondere Bedeutung der Chormusik. „Euer Singen und Musizieren ist Friedensarbeit im besten Sinn“, sagte der Erzbischof zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Gemeinsam singen und Harmonie erleben
Nach den Worten Gössls verbindet der gemeinsame Chorgesang Menschen und schafft eine besondere Atmosphäre. Wo miteinander gesungen werde, herrsche in der Regel Harmonie, erklärte der Erzbischof. Die Musik könne dadurch auch eine friedliche Stimmung erzeugen. Für Gössl ist der Gesang deshalb mehr als eine musikalische Darbietung. Die jungen Sängerinnen und Sänger würden mit ihrem musikalischen Engagement zugleich eine Friedensbotschaft vermitteln. „Ihr verbreitet durch euren Gesang auch eine Friedensbotschaft, denn ihr singt von dem, der der Friede selber ist: von Jesus Christus“, sagte Gössl.
Musik als Zeichen des Glaubens
Der Erzbischof stellte in seiner Predigt auch den religiösen Aspekt des Festivals heraus. Mit ihrem musikalischen Dienst stärkten die Chöre das Vertrauen in Gott und vermittelten einen Frieden, „den die Welt nicht geben kann, den sie aber zutiefst ersehnt“. Gerade in einer Zeit, in der für viele Menschen vieles unsicher sei oder zusammenbreche, könne dieses Vertrauen Halt geben. Die Musik und die Gemeinschaft der Chöre könnten dabei eine verbindende Wirkung entfalten.
Dank an die jungen Sängerinnen und Sänger
Gössl dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dafür, dass sie ihre Zeit und Energie in den Dienst der Kirchenmusik stellen. Für die kommenden Festivaltage wünschte er den Sängerinnen und Sängern zahlreiche bereichernde Erfahrungen. Auch neue Kontakte und Freundschaften sollten während des Festivals entstehen. Gleichzeitig richtete der Erzbischof seinen Dank an alle Verantwortlichen, die die Veranstaltung über Monate vorbereitet hatten. Zum Abschluss seiner Predigt gab Gössl den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Wunsch mit auf den Weg: „Möge der Friede Gottes sich in euch und unter euch ausbreiten, damit diese Welt sich wandeln kann.“
44 Chöre bringen Bamberg zum Klingen
Zum Festival sind insgesamt 44 Chöre aus ganz Deutschland nach Bamberg gekommen. Rund 1.200 Sängerinnen und Sänger gestalteten das dreitägige Treffen unter dem Motto „Unter Gottes Sternenmantel“. Die Stadt sollte dabei an zahlreichen Orten zum Klingen gebracht werden. Am Samstag standen verschiedene Begegnungskonzerte auf dem Programm. Auftritte sind unter anderem im Bamberger Dom sowie in der Oberen Pfarre, in St. Stephan und St. Martin vorgesehen. Auch auf dem Maxplatz erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.
Begegnung steht im Mittelpunkt
Neben der Musik spielt bei ‚Pueri Cantores‘ auch die Begegnung zwischen den Chören eine zentrale Rolle. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, andere junge Sängerinnen und Sänger kennenzulernen und sich über die gemeinsame musikalische und kirchliche Arbeit auszutauschen. Damit verbindet das Festival musikalische, religiöse und kulturelle Aspekte. Die gemeinsamen Auftritte sollen zugleich die Gemeinschaft der Chöre stärken.
Pueri Cantores verbindet Chöre in Deutschland
Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores besteht bereits seit 1951. Heute gehören dem Verband rund 480 katholische Chöre an. Dazu zählen unter anderem Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinder- und Jugendchöre sowie Scholen. Insgesamt werden nach Angaben des Verbandes mehr als 20.000 Sängerinnen und Sänger durch die Mitgliedschöre erreicht. Der Chorverband unterstützt die kirchlichen Chöre und Ensembles bei ihrer musikalischen, religiösen, liturgischen, kulturellen und erzieherischen Arbeit. Darüber hinaus fördert Pueri Cantores den Austausch zwischen den Chören und organisiert Begegnungen und Partnerschaften auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene.
Festival bietet zahlreiche Begegnungen
Das Festival in Bamberg bot den teilnehmenden Chören die Möglichkeit, ihre Musik einem breiten Publikum vorzustellen und gleichzeitig miteinander ins Gespräch zu kommen. Die verschiedenen Konzertorte verteilten sich über die Bamberger Innenstadt. Mit den Begegnungskonzerten und dem Bühnenprogramm auf dem Maxplatz wurde das Festival auch für Besucherinnen und Besucher außerhalb der teilnehmenden Chöre erlebbar.
Gemeinsam für Musik und Frieden
Mit dem Auftakt im Bamberger Dom hat das Festival ‚Pueri Cantores‘ ein Zeichen für Gemeinschaft, Musik und Frieden gesetzt. Für die rund 1.200 jungen Sängerinnen und Sänger stehen nun drei Tage voller Konzerte, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse bevor. Das Motto „Unter Gottes Sternenmantel“ begleitet dabei ein Festival, das die verbindende Kraft der Musik in den Mittelpunkt stellt. Für Erzbischof Herwig Gössl ist der gemeinsame Gesang zugleich Ausdruck eines Friedens, der über die Musik hinauswirken soll.














