Bamberg ist weltberühmt für seine Biertradition – und doch bleiben viele Facetten der Braukunst selbst Einheimischen meist verborgen.
Genau hier setzt die Themenführung ‚Leidenschaft für Gerstensaft‘ an: Sie ermöglicht einen seltenen Blick hinter die Kulissen des traditionsreichen Bierbrau-Handwerks und macht Bamberger Bierkultur hautnah erlebbar.
Exklusive Einblicke in die Brauerei Schlenkerla
Diese Führung steht für Bierkultur in ihrer exklusivsten Form. Nur im Rahmen dieser Tour öffnet die legendäre Brauerei Schlenkerla am Stephansberg ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Die Teilnehmenden erhalten Zugang zu Arbeitsbereichen, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind, und erfahren aus erster Hand, wie das weltberühmte Bamberger Rauchbier entsteht. Im Mittelpunkt steht dabei der traditionelle Brauprozess, der das Rauchbier weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt gemacht hat. Die Geschichte, das Handwerk und die Leidenschaft der Braumeister werden anschaulich und lebendig vermittelt.
Historische Orte und frisches Zwickelbier
Ein besonderes Highlight der Führung ist der exklusive Zutritt zur historischen Mälzerei sowie zum Felsenkeller. Diese Orte erzählen von Jahrhunderten gelebter Brautradition und gehören zu den verborgenen Schätzen der Bamberger Biergeschichte. Abgerundet wird das Erlebnis durch eine Verkostung: Das berühmte Bamberger Rauchbier wird direkt vom Stahltank gezwickelt und mit einem kleinen Probierglas frisch verkostet – ein Genuss, der selbst Kennerinnen und Kenner begeistert.
Regelmäßige Termine ab Mai
Die Themenführung „Leidenschaft für Gerstensaft“ findet ab Mai regelmäßig jeden Dienstag und Donnerstag statt. Sie ist bei jedem Wetter ein besonderes Erlebnis. Aufgrund des steilen Weges und teils enger Stufen werden festes Schuhwerk sowie warme Kleidung empfohlen. Weitere Informationen zur Führung sowie zur Buchung sind unter www.bamberg.info/leidenschaft zu finden.
Warum Bamberger Rauchbier eine echte Spezialität ist
Echtes Rauchbier entsteht durch ein uraltes Verfahren, das bis heute in Bamberg gepflegt wird. Charakteristisch für das ‚Bamberger Rauchbier traditioneller Herstellungsart‘ ist das Rauchmalz. Dieses entsteht, indem grünes, noch feuchtes Malz in brauereieigenen Rauchdarren über offenem Holzfeuer getrocknet wird.
Vom Alltagsbier zur weltweiten Besonderheit
Was heute als Spezialität gilt, war früher selbstverständlich: Bis zur Einführung rauchfreier Trocknungstechniken hatten Biere überall einen Rauchgeschmack. Erst mit dem technischen Wandel wurde Rauchbier zur Rarität. In Bamberg jedoch blieb die Tradition lebendig. Ab etwa 1935 waren die Brauereien Schlenkerla und Spezial die einzigen, die konsequent an der traditionellen Herstellungsweise festhielten und das Rauchbier als lokale Spezialität bewahrten.
Rauchbier als Kulturerbe
Dank ihrer ungebrochenen Brautradition wurden die beiden Bamberger Brauereien Schlenkerla und Spezial in die ‚Arche des Geschmacks‘ der Slow-Food-Bewegung aufgenommen. Damit gilt das Bamberger Rauchbier nicht nur als Genussmittel, sondern als schützenswertes Kulturgut – und als flüssiges Aushängeschild der Stadt Bamberg.















