Auf dem Weltacker in der Bamberger Südflur können Besucherinnen und Besucher erleben, wie die weltweite Landwirtschaft auf einer begrenzten Fläche abgebildet werden kann.
Das Bildungsprojekt öffnete 2025 erstmals seine Pforten und liegt direkt neben den Flächen der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Bamberg. Nach dem klassischen Weltacker-Konzept wird auf 2.000 Quadratmetern eine flächengetreue Darstellung der globalen Landwirtschaft angebaut. Auf dieser Fläche soll symbolisch all das wachsen, was die Menschen weltweit verbrauchen.
Mehr als 40 Nutzpflanzen wachsen auf dem Acker
Seit Mai 2025 werden auf dem Bamberger Weltacker mehr als 40 verschiedene Nutzpflanzen angebaut. Die Palette reicht von Ackerbohnen über Baumwolle bis hin zu Zuckermais. Der Weltacker ist dabei nicht nur als Anbaufläche gedacht. Das Projekt versteht sich vor allem als Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Seit dem Start fanden bereits mehr als 100 Bildungsveranstaltungen statt. Dabei wurde gemeinsam gestaunt, gelernt, geackert und gekocht.
Projekt sucht langfristige finanzielle Unterstützung
Damit der Weltacker dauerhaft bestehen kann, hat der BUND Naturschutz Bamberg als Träger nun Ackerpatenschaften ins Leben gerufen. Bereits ab 25 Euro pro Quadratmeter und Jahr können Interessierte symbolisch eine Patenschaft übernehmen. Mit den Einnahmen sollen unter anderem der Anbau verschiedener Kulturen, die professionelle Pflege der Flächen und die Bildungsarbeit finanziert werden.
Jonas Glüsenkamp wirbt für Ackerpatenschaften
Auch der Zweite Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp unterstützt die Idee. Bei einem Besuch auf dem Weltacker im Rahmen des Bamberger Ferienprogramms rief er dazu auf, eine Patenschaft zu übernehmen. „Werden Sie Patin oder Pate und damit ein Teil dieses beeindruckenden Projekts“, sagte Glüsenkamp. Er unterstütze den Weltacker von Anfang an, weil dieser gut zur Bamberger Gärtnerstadt passe. Besonders die Arbeit mit Kindern sei dabei wichtig. Sie könnten auf dem Weltacker unmittelbar erleben, woher die Lebensmittel kommen, die sie täglich essen. Gleichzeitig würden sie für den Wert der Natur und nachhaltiges Handeln sensibilisiert.
Mit 2.000 Patenschaften wäre die Finanzierung gesichert
Projektleiterin Christine Hertrich erklärt, welches Ziel hinter der Aktion steht. Wenn für alle 2.000 Quadratmeter eine Patin oder ein Pate gefunden werde, sei die finanzielle Zukunft des Weltackers gesichert. Dabei muss eine Patenschaft nicht auf einen Quadratmeter beschränkt bleiben. Interessierte können laut Projekt auch mehrere Quadratmeter übernehmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Ackerpatenschaft zu verschenken.
Kinder ernten Süßkartoffeln
Wie praktisch die Bildungsarbeit auf dem Weltacker aussieht, zeigte sich beim Ferienprogramm. Nach seinem Besuch griff Umweltreferent Glüsenkamp selbst zur Grabgabel und half den teilnehmenden Kindern dabei, Süßkartoffeln auszugraben. Anschließend verarbeiteten die Kinder die Ernte gemeinsam mit Zucchini, Mangold und frischen Kräutern zu einem Eintopf. Verwendet wurden ausschließlich Zutaten, die auf dem Weltacker gewachsen waren. Die Aktion steht beispielhaft für den praktischen Ansatz des Projekts. Unterstützt wurde sie unter anderem durch den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg und das Förderprojekt MitMachKlima.

Erntedankfest bietet Möglichkeit zur Patenschaft
Wer eine Ackerpatenschaft übernehmen möchte, kann dies auch direkt vor Ort tun. Beim Erntedankfest am 4. Oktober von 14 bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, eine Patenschaft auf dem Weltacker abzuschließen. Das Fest wird gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung und der Solidarischen Landwirtschaft veranstaltet.
Patenschaft auch online möglich
Wer nicht zum Erntedankfest kommen kann, kann das Formular für eine Ackerpatenschaft auch von der Internetseite des BUND Naturschutz herunterladen. Das ausgefüllte Formular kann anschließend per E-Mail an info@weltacker-bamberg.de geschickt werden. Alternativ kann das Formular telefonisch bei Projektleiterin Christine Hertrich unter 0155/63350316 angefordert und anschließend per Post verschickt werden.
Weltacker verbindet Anbau und Bildung
Der Weltacker in Bamberg verbindet praktischen Anbau mit Bildungsarbeit. Auf der 2.000 Quadratmeter großen Fläche werden verschiedene Kulturen angebaut und zugleich Zusammenhänge rund um Landwirtschaft, Ernährung und Nachhaltigkeit vermittelt. Mit den neuen Ackerpatenschaften soll nun die langfristige Finanzierung des Projekts gesichert werden. Interessierte können dabei nicht nur eine symbolische Patenschaft übernehmen, sondern gleichzeitig die weitere Bildungsarbeit auf dem Weltacker unterstützen.














