Für die BMA365 Bamberg Baskets führt der Weg Richtung Pokal-Halbfinale nicht direkt nach München, sondern zunächst an die Ostsee.
Am Mittwochabend gastiert das Team von Head Coach Anton Gavel am 21. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den ROSTOCK SEAWOLVES. Tip-Off in der Stadthalle Rostock ist um 18:30 Uhr. Übertragen wird die Partie live und exklusiv beim Streamingdienst DYN. Kommentator ist Heiko Schaffartzik, der sich bereits ab 18:15 Uhr meldet.
Schwieriges Pflaster an der Ostsee
Die Erinnerungen an die vergangenen Gastspiele in Rostock sind aus Bamberger Sicht alles andere als positiv. In den letzten beiden Jahren setzte es deutliche Niederlagen gegen das Team von Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz. „Das Spiel in Rostock ist eines der schwierigsten Spiele überhaupt“, betont Anton Gavel im Vorfeld. Die SEAWOLVES seien gut gecoacht, variabel und insbesondere zuhause enorm unangenehm zu bespielen. Für Bamberg wird es darum gehen, von Beginn an physisch dagegenzuhalten.
Das Hinspiel als Warnsignal
Ein Blick auf das erste Aufeinandertreffen der Saison zeigt klar, wo der Schlüssel liegen könnte: Rebounds. Während sich Rostock im Hinspiel unglaubliche 53 Abpraller sicherte, kam Bamberg nicht einmal auf die Hälfte dieser Zahl. Besonders schmerzhaft waren die 15 Offensiv-Rebounds der Rostocker, die in 18 Punkte aus zweiten Chancen mündeten. Bamberg brachte es in dieser Kategorie lediglich auf vier Zähler. Dazu kamen schwache Wurfquoten: 38 Prozent aus dem Feld und nur 22 Prozent von jenseits der Dreierlinie. Klar ist: Unter den Brettern darf sich Bamberg keinen erneuten Einbruch erlauben.
Rebound-Stärke als Rostocker Markenzeichen
Mit durchschnittlich 41,5 Rebounds pro Partie gehören die SEAWOLVES zu den stärksten Teams der Liga in dieser Kategorie. Hier liegt der deutlichste statistische Vorteil gegenüber Bamberg. Ansonsten sprechen viele Zahlen leicht für die Franken. In mehreren Teamstatistiken – insbesondere bei den Wurfquoten – haben die Bamberger die Nase vorn. Doch ohne Kontrolle über das Brett könnten diese Vorteile schnell verpuffen.
TJ Crockett als offensive Konstante
Mit 16,3 Punkten pro Spiel ist Tarontate de Shawn „TJ“ Crockett Jr. der Topscorer der Rostocker. Gemeinsam mit Andy van Vliet (10,3) und D’Shawn Schwartz (13,6) bildet er das offensive Rückgrat der Mannschaft. Crockett steht in der Mehrzahl der Spiele in der Starting Five und nimmt mit 11,4 Würfen pro Partie die meisten Abschlüsse im Team. Seine Durchschlagskraft macht ihn zu einem der gefährlichsten Spieler auf dem Parkett.
Owen Klassen dominiert unter dem Korb
Ein zentraler Faktor im Rostocker Spiel ist Center Owen Klassen. Der erfahrene Big Man absolvierte bereits 242 Partien in der Bundesliga und sammelte Stationen in Hagen, Würzburg, Ludwigsburg, Oldenburg und Braunschweig. Mit 8,2 Rebounds pro Spiel ist Klassen bester Abpraller der SEAWOLVES und ligaweit einer der stärksten Rebounder. Im Hinspiel gegen Bamberg griff er sich allein 14 Rebounds – eine Zahl, die aus Bamberger Sicht nicht noch einmal passieren darf.
DeAndre Lansdowne als Taktgeber
Mit DeAndre Lansdowne verfügen die Rostocker über einen echten Spielmacher. Der 36-Jährige führte 2024 die NINERS Chemnitz zum Gewinn des FIBA Europe Cups und bringt enorme Erfahrung mit. Mit 4,5 Assists ist er der beste Vorlagengeber im Team. Hinzu kommen 9,4 Punkte, 3,4 Rebounds und 1,1 Steals pro Partie. Lansdowne ist der Denker und Lenker im Spielaufbau und sorgt für Struktur im Rostocker Angriff.
D’Shawn Schwartz als Allround-Waffe
D’Shawn Schwartz spielt seine zweite Saison an der Ostsee und überzeugt als vielseitiger Flügelspieler. Mit 13,6 Punkten, 5,6 Rebounds und soliden Assist-Werten gehört er zu den effektivsten Akteuren im Team. Seine Mischung aus Athletik und Wurfstärke macht ihn zu einem schwer zu verteidigenden Matchup. Für Bamberg wird es darauf ankommen, seine Kreise frühzeitig einzuengen.
Fokus und Intensität als Schlüssel
Für die Bamberger ist das Duell in Rostock mehr als nur ein weiteres Ligaspiel. Es ist der letzte Härtetest vor dem Pokal-Halbfinale am Wochenende in München. Entsprechend wichtig wird es sein, Selbstvertrauen und Rhythmus mitzunehmen. Entscheidend dürfte erneut die Arbeit unter den Brettern werden. Gelingt es Bamberg, die Rebound-Dominanz der SEAWOLVES einzudämmen und die eigenen Stärken bei den Wurfquoten auszuspielen, ist ein Auswärtssieg möglich. Tip-Off in der Rostocker Stadthalle ist am Mittwoch um 18:30 Uhr. Über DYN können Fans aus Freak City die Partie live verfolgen und ihre Mannschaft aus der Ferne unterstützen.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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