Mit einer bewegenden Trauerfeier haben das Erzbistum Bamberg und die Dompfarrei Abschied von Monsignore Dr. Gerhard Förch genommen.
Der langjährige Dompfarrer und frühere Domkapitular war am 7. Februar 2026 im Alter von 82 Jahren verstorben. Zahlreiche Gläubige, Weggefährten und Mitglieder der Gemeinde füllten den Dom, um ihrem Seelsorger die letzte Ehre zu erweisen.
Ein Leben im Dienst Jesu Christi
Erzbischof Herwig Gössl würdigte Förch in seiner Predigt als tiefgläubigen, menschennahen Priester, der es verstand, Menschen zusammenzuführen und Spaltung zu überwinden. „In seinem ganzen Leben wusste sich Gerhard Förch Jesus Christus verbunden“, betonte Gössl. Besonders hervorgehoben wurde Förchs Engagement für den Zusammenhalt der Gemeinde und seine ökumenische Arbeit, die der Verständigung zwischen den Konfessionen diente. Auch in seiner letzten Lebensphase habe ihn die Verbundenheit zu Menschen getragen – durch Besuche, Zuwendung und Pflege.
Stationen seines priesterlichen Wirkens
Gerhard Förch wurde am 27. Januar 1944 in Fürth geboren und 1970 zum Priester geweiht. Seine berufliche Laufbahn war geprägt von Seelsorge, Jugendarbeit und Leitungsaufgaben:
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Ab 1977 Diözesanjugendpfarrer
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Ab 1978 Domvikar und Leiter des Erzbischöflichen Jugendamtes
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Ab 1984 Hochschulseelsorger
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Ab 1986 Pfarrer in St. Kunigund in Bamberg
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1994–1998 Pfarrer in St. Ludwig, Ansbach
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1998 Ernennung zum Dompfarrer in Bamberg
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1996 Mitglied des Domkapitels
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2000 Regionaldekan für die Dekanate Bamberg, Burgebrach, Hallstadt-Scheßlitz und Hirschaid
2015 verlieh ihm Papst Franziskus kurz vor dem Ruhestand den Ehrentitel ‚Kaplan Seiner Heiligkeit‘.
Geistliches Leitwort und letzte Jahre
Förchs Lebensweg war geprägt von Nähe zu den Menschen – in der Familie wie in seinem priesterlichen Dienst. Sein geistliches Leitwort aus dem Römerbrief, „Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn“, begleitete ihn bis zuletzt und steht auch auf seinem Sterbebild. In seinen letzten Jahren lebte Förch im Caritasheim St. Josef in Gaustadt. Dort zeigte er sich dankbar für Besuche, Zuwendung und die Betreuung durch das Pflegepersonal.
Trauerfeier und Beisetzung
Das Pontifikalrequiem am Freitag im voll besetzten Dom bildete den feierlichen Rahmen für den Abschied. Nach der Trauerfeier wurde Gerhard Förch auf dem Kapitelsfriedhof im Kreuzgarten des Doms beigesetzt. Im Anschluss versammelten sich Angehörige, Weggefährten und Gemeindemitglieder im Dompfarrheim zu Bier und Bratwurst – ganz nach dem Wunsch des Verstorbenen, um in Gemeinschaft zusammenzukommen und sein Leben zu feiern.
Vermächtnis des Dompfarrers
Gerhard Förch hinterlässt ein Vermächtnis der Verbundenheit, des Zusammenhalts und der christlichen Nächstenliebe. Durch seine ruhige, unaufdringliche Art hat er zahlreiche Menschen inspiriert und über Jahrzehnte hinweg die Gemeinschaft in Bamberg gestärkt. Sein Wirken bleibt in der Stadt, im Erzbistum und bei den vielen Menschen, die ihm begegnet sind, unvergessen.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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