Mit der offiziellen Einweihung des neuen Bike-PV-Ports am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Bamberg ist eines der letzten Projekte des Förderprogramms „MitMachKlima“ erfolgreich abgeschlossen worden.
Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp nahm die solarbetriebene E-Bike-Ladestation Mitte Juni symbolisch in Betrieb und löste dabei eine zuvor augenzwinkernd angekündigte Wette ein: Sein E-Bike wurde direkt vor Ort mit selbst erzeugtem Sonnenstrom geladen.
Nachhaltige Mobilität trifft berufliche Bildung
„Die Wette ist aufgegangen – mein E-Bike lädt tatsächlich mit dem Strom, den die Schülerinnen und Schüler hier selbst erzeugen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz, Innovation und berufliche Bildung erfolgreich zusammenwirken können“, sagte Glüsenkamp bei der Einweihung. Herzstück des Projekts ist eine autark arbeitende E-Bike-Ladestation, die ihren Strom vollständig über eine Photovoltaikanlage auf dem Pavillon am Lehrerparkplatz erzeugt. Die Anlage arbeitet unabhängig vom öffentlichen Stromnetz im Inselbetrieb. Der erzeugte Solarstrom wird gespeichert und versorgt vier Ladepunkte für E-Bikes.
Moderne Technik für den Unterricht
Ergänzt wird der Bike-PV-Port durch eine Werkzeugstation, Fahrradbügel sowie weiteres Zubehör. Für Ausbildungszwecke wurden außerdem zwei unterschiedliche Speichersysteme integriert – ein Lithium-Ionen-Akkusystem und ein Blei-Akkusystem. So können verschiedene Speichertechnologien im Unterricht praxisnah verglichen und vermittelt werden. Eine besondere Herausforderung stellte die Umsetzung des Projekts dar: Unter dem Pavillon befindet sich ein historischer Glockenstuhl aus dem 17. Jahrhundert, der im Zuge der Bauarbeiten fachgerecht versetzt werden musste.
Schülerinnen und Schüler setzten das Projekt um
Von Anfang an war der Bike-PV-Port als Beteiligungsprojekt angelegt. Schülerinnen und Schüler wirkten bereits bei der Entwicklung mit und übernahmen anschließend Planung, Aufbau, Inbetriebnahme sowie Wartung der Anlage im Rahmen ihres Unterrichts. Über zwei Schuljahre hinweg arbeiteten mehrere Ausbildungsgänge gemeinsam an dem Projekt. Die abschließenden Arbeiten realisierten angehende Technikerinnen und Techniker der Fachschule für Mechatroniktechnik unter der Leitung von Antonia Engelbrecht und Mario Burkard gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Berufsgrundschuljahres Bau unter der Leitung von Bernd Hellgoth. Die Gesamtkoordination am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum übernahm Markus Grill gemeinsam mit der Schulleitung um OStD Christian Neubauer.
Dank an alle Beteiligten
Zum erfolgreichen Abschluss dankte die Schule insbesondere dem Förderprogramm „MitMachKlima“, das die Umsetzung maßgeblich unterstützt hat. Weitere Unterstützung kam vom Zweckverband Berufsschulen Stadt und Landkreis Bamberg sowie von Thomas Scholz vom kreiseigenen Hochbau.
Auch künftig ein Lernort für nachhaltige Technik
Der Bike-PV-Port soll künftig nicht nur den Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Schulzentrums zur Verfügung stehen. Die Anlage dient zugleich als Demonstrationsobjekt für benachbarte Schulen und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für einen praxisnahen Unterricht in den Bereichen Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik sowie Metall-, Bau- und Holztechnik. Mit dem Projekt ist ein nachhaltiges Lern- und Ausbildungsobjekt entstanden, das Klimaschutz, moderne Energietechnik und berufliche Bildung auf anschauliche Weise miteinander verbindet.
















