Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Bamberg bleibt groß. Unternehmen, die ihren Betrieb erweitern möchten, und Interessenten, die sich neu in der Stadt ansiedeln wollen, suchen geeignete Grundstücke.
Doch das Angebot reicht derzeit nicht aus. Auch für das rund 16.500 Quadratmeter große Metalluk-Gelände an der Ohmstraße 8 konnte bislang keine passende Lösung gefunden werden. Das Interessenbekundungsverfahren für das Areal wurde ohne Vergabe abgeschlossen. Die Stadt Bamberg will nun prüfen, wie die Fläche künftig besser auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten werden kann.
Drei Angebote für das Metalluk-Gelände
Im April hatte die Stadt ein Interessenbekundungsverfahren für das Metalluk-Gelände gestartet. Insgesamt gingen drei konkrete Angebote ein. Keines davon entsprach jedoch den Vorstellungen der Stadt, wie das Grundstück künftig gewerblich entwickelt werden soll. Für Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier ist das Ergebnis deshalb kein Grund, den Bedarf an Gewerbeflächen infrage zu stellen. Vielmehr müsse genauer geprüft werden, wie sich das Areal sinnvoll vermarkten lässt. „Das Ergebnis zeigt uns vor allem, dass wir noch einmal genauer hinschauen müssen, wie wir diese Fläche auf den Markt bringen“, erklärt Niedermaier. Die Größe und der Zuschnitt des Grundstücks könnten dazu geführt haben, dass sich kein passendes Angebot ergeben habe.
Stadt erwägt Aufteilung in kleinere Grundstücke
Eine mögliche Lösung sieht die Stadt darin, das Metalluk-Gelände in mehrere Teilflächen aufzuteilen. Diese könnten anschließend einzeln angeboten werden. Dadurch ließe sich der Zuschnitt stärker an den tatsächlichen Bedarf unterschiedlicher Unternehmen anpassen. Denn nicht jeder Betrieb benötigt ein großes Gewerbegrundstück. Während Handwerksunternehmen häufig Flächen von wenigen tausend Quadratmetern suchen, brauchen größere Gewerbe- und Industriebetriebe teilweise Grundstücke mit mehreren Hektar. „Entscheidend ist, dass wir die Grundstücke so anbieten, dass sie zu den tatsächlichen Bedarfen unserer Unternehmen passen“, betont der Oberbürgermeister. Das Metalluk-Gelände an der Ohmstraße 8 steht kurz- bis mittelfristig für eine gewerbliche Entwicklung zur Verfügung. Mit einer möglichen Unterteilung könnte die Stadt versuchen, die vorhandene Fläche besser zu nutzen und neue Optionen für ansiedlungswillige Betriebe zu schaffen.
Hohe Nachfrage trifft auf begrenztes Angebot
Der Bedarf an Gewerbeflächen stellt Bamberg weiterhin vor Herausforderungen. Nach Angaben von Oberbürgermeister Niedermaier wenden sich sowohl Unternehmen mit Erweiterungsplänen als auch Interessenten für eine Neuansiedlung regelmäßig an die Wirtschaftsförderung und an ihn persönlich. „Diese Nachfrage können wir derzeit nicht bedienen“, erklärt Niedermaier. Die fehlenden Flächen schränken damit die Entwicklungsmöglichkeiten bestehender Betriebe ein und erschweren zugleich die Ansiedlung neuer Unternehmen. Auch Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller sieht die Situation kritisch. Zahlreiche Anfragen nach geeigneten Grundstücken könnten derzeit nicht erfüllt werden. Das sei sowohl für die Weiterentwicklung der örtlichen Wirtschaft als auch für neue Unternehmensstandorte ein Problem.
Große Gewerbegebiete brauchen mehr Zeit
Zusätzliche Flächenpotenziale gibt es in Bamberg durchaus. Größere Entwicklungen nördlich der B26 und auf dem Muna-Areal sind nach Einschätzung der Stadt allerdings mit komplexen Rahmenbedingungen verbunden. Deshalb werden diese Flächen voraussichtlich erst mittel- bis langfristig für eine gewerbliche Nutzung verfügbar sein. Kurzfristig können sie den bestehenden Bedarf somit nicht decken. Für die Stadt ergibt sich daraus die Aufgabe, neben den langfristigen Planungen auch kleinere und zeitnah nutzbare Möglichkeiten in den Blick zu nehmen. Dazu zählt das Metalluk-Gelände, das nach Ansicht der Stadt einen wichtigen Beitrag leisten könnte.
Metalluk-Gelände als wichtiger Baustein
Oberbürgermeister Niedermaier spricht sich dafür aus, nicht ausschließlich auf die großen Gewerbeflächenpotenziale der Zukunft zu setzen. Vielmehr müssten auch die Möglichkeiten genutzt werden, die bereits heute und in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. „Wir dürfen deshalb nicht nur auf die großen Flächenpotenziale der Zukunft schauen, sondern müssen auch die Möglichkeiten nutzen, die wir heute und in den kommenden Jahren haben“, sagt Niedermaier. „Das Metalluk-Gelände ist dafür ein wichtiger Baustein.“ Wie es mit dem Grundstück an der Ohmstraße weitergeht, hängt nun auch davon ab, ob eine Aufteilung in kleinere Flächen sinnvoll umgesetzt werden kann. Ziel bleibt es, passende Angebote für unterschiedliche Betriebe zu schaffen und damit sowohl bestehende Unternehmen als auch mögliche Neuansiedlungen zu unterstützen.















