Mit dem Schuljahr 2026/27 gibt es personelle Verstärkung an den Grund- und Mittelschulen in Bamberg und im Landkreis.
Insgesamt 56 Lehramtsanwärterinnen und -anwärter wurden im Rahmen einer offiziellen Feierstunde am Landratsamt Bamberg vereidigt. Bereits am vergangenen Freitag waren außerdem sieben neue Rektorinnen, Rektoren, Konrektorinnen und Konrektoren in ihre Ämter eingeführt worden. Sie übernehmen künftig Führungsverantwortung an Schulen in der Stadt und im Landkreis. Damit startet das neue Schuljahr nicht nur für die Schülerinnen und Schüler mit Veränderungen. Auch zahlreiche Lehrkräfte und Schulleitungen beginnen einen neuen Abschnitt und bringen zusätzliche Unterstützung in die Bildungsregion.
Wichtige Aufgabe für die Zukunft der Region
Bei der Vereidigung betonte der stellvertretende Landrat Wolfgang Möhrlein die Bedeutung der neuen Lehrkräfte. Gerade zu Beginn eines neuen Schuljahres würden viele Schülerinnen und Schüler vor einem wichtigen neuen Abschnitt stehen. Damit Kinder und Jugendliche ihre Stärken entwickeln und ihren eigenen Weg gehen könnten, brauche es engagierte und gut ausgebildete Lehrkräfte. Sie begleiteten die Schülerinnen und Schüler, förderten ihre Fähigkeiten und unterstützten sie bei ihrer Entwicklung. Möhrlein zeigte sich deshalb erfreut darüber, dass mit den neuen Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern sowie den neuen Schulleitungen engagierte Menschen für die Schulen gewonnen werden konnten.
Neue Schulleitungen übernehmen Verantwortung
Auch die sieben neuen Schulleitungen stehen vor einer verantwortungsvollen Aufgabe. Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier dankte ihnen dafür, diese Verantwortung zu übernehmen. Schulen zu führen sei grundsätzlich anspruchsvoll. Gleichzeitig seien die Herausforderungen aktuell besonders groß. Niedermaier verwies unter anderem auf zunehmende extremistische Strömungen und die wichtige Rolle der Schulen bei der Aufklärungsarbeit. Den neuen Schulleitungen wünschte er für ihre neue Aufgabe Mut, Freude und ein gutes Miteinander im Kollegium. Zugleich stellte der Oberbürgermeister klar, dass auch die Stadt ihren Beitrag leisten müsse. Beim Thema Schulen gehe es dabei insbesondere darum, den bestehenden Investitionsstau abzubauen.
„Schwungvoller Start“ für die neuen Lehrkräfte
Im Namen der Stadt Bamberg richtete auch Bürgermeister Jonas Glüsenkamp Wünsche an die neuen Lehramtsanwärterinnen und -anwärter. Er wünschte ihnen einen „schwungvollen Start“ in ihre neue berufliche Aufgabe. Für die jungen Lehrkräfte beginnt damit eine wichtige Phase ihrer Ausbildung und ihres Berufswegs. Sie werden künftig an den Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis eingesetzt und verstärken dort die bestehenden Kollegien.
Haltung ist genauso wichtig wie Fachwissen
Schulamtsdirektor und Fachlicher Leiter der Schulämter im Landkreis und in der Stadt Bamberg, Matthias Thiem, stellte in seiner Ansprache die besondere Verantwortung des Lehrerberufs heraus. Eine gute Lehrkraft zeichne sich demnach nicht ausschließlich durch fachliches Wissen aus. Ebenso entscheidend sei die Haltung gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Kinder und Jugendliche müssten wahrgenommen, gefördert und gefordert werden. Gleichzeitig gehe es darum, ihnen mit Respekt und echtem Interesse zu begegnen. Für den Schulalltag bedeute das auch, den individuellen Lernfortschritt stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Lehrkräfte sollten sich regelmäßig fragen, ob die Schülerinnen und Schüler die vermittelten Inhalte tatsächlich verstanden haben.
Schulen stehen vor großen Herausforderungen
Mit Blick auf die aktuellen PISA-Ergebnisse verwies Thiem auf die Herausforderungen, vor denen die Schulen stehen. Die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler müsse dabei eine wichtige Rolle spielen. Der Unterricht solle nicht allein darauf ausgerichtet sein, Inhalte zu vermitteln. Entscheidend sei auch, genau hinzuschauen und zu erkennen, wo einzelne Kinder und Jugendliche Unterstützung benötigen. Damit komme den Lehrkräften eine besondere Verantwortung zu. Sie begleiten junge Menschen über einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens und können deren Entwicklung entscheidend mitprägen.
Verantwortung reicht über den Unterricht hinaus
Thiem erinnerte die neuen Lehrkräfte außerdem an die besonderen Verpflichtungen, die mit dem Beamtenstatus verbunden sind. Dazu gehören unter anderem die Verschwiegenheit, ein professioneller Umgang mit Konfliktsituationen sowie die Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Gerade im Schulalltag können Lehrkräfte mit unterschiedlichen Interessen, schwierigen Situationen und Konflikten konfrontiert werden. Ein professioneller Umgang damit gehört deshalb ebenfalls zu ihrer Aufgabe. Trotz dieser Herausforderungen gab Thiem den neuen Lehrkräften eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: Sie sollten sich die Freude an der Arbeit mit jungen Menschen bewahren.
Tausende Kinder und Jugendliche an den Schulen
Wie groß die Bildungslandschaft in Stadt und Landkreis Bamberg ist, zeigen auch die aktuellen Schülerzahlen. Im Schuljahr 2026/27 werden an den Grundschulen im Landkreis Bamberg insgesamt 6.098 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. An den Mittelschulen im Landkreis sind es weitere 2.195 Schülerinnen und Schüler. In der Stadt Bamberg besuchen 2.539 Kinder eine Grundschule. An den Mittelschulen der Stadt werden 1.012 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Damit stehen die Schulen in Stadt und Landkreis vor der Aufgabe, eine große Zahl junger Menschen individuell auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.
1.170 aktive Lehrkräfte in Stadt und Landkreis
Für den Unterricht stehen an den Grund- und Mittelschulen in der Stadt Bamberg insgesamt 350 aktive Lehrkräfte zur Verfügung. Im Landkreis Bamberg sind es weitere 820 Lehrkräfte. Zusammen bilden sie das pädagogische Fundament der Grund- und Mittelschulen in der Region. Mit den 56 neuen Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern sowie den sieben neuen Schulleitungen wird dieses Personal nun weiter verstärkt. Die neuen Lehrkräfte kommen dabei in eine bestehende Bildungslandschaft, in der bereits zahlreiche Kolleginnen und Kollegen täglich Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen.
Gemeinsam für eine starke Bildungsregion
Die neuen Lehrkräfte und Schulleitungen sollen künftig dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und die Schulen in Stadt und Landkreis weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht allein um Unterricht und organisatorische Aufgaben. Schule ist auch ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Orientierung erhalten, ihre Fähigkeiten entdecken und wichtige Erfahrungen für ihren weiteren Weg sammeln. Gerade deshalb kommt den Lehrkräften und Schulleitungen eine besondere Bedeutung zu. Sie gestalten den Schulalltag unmittelbar mit und tragen dazu bei, wie junge Menschen ihre Schule erleben.
Mit Engagement ins neue Schuljahr
Mit dem Start des Schuljahres 2026/27 ist damit auch ein personeller Neustart verbunden. 56 Lehramtsanwärterinnen und -anwärter beginnen ihre Tätigkeit an Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis Bamberg. Gleichzeitig übernehmen sieben neue Schulleitungen ihre Aufgaben. Die Botschaft der Verantwortlichen ist dabei klar: Gute Schule braucht engagierte Menschen, die Verantwortung übernehmen, genau hinschauen und Schülerinnen und Schüler individuell begleiten. Für die neuen Lehrkräfte beginnt damit eine anspruchsvolle, aber ebenso wichtige Aufgabe. Sie sollen Wissen vermitteln, junge Menschen fördern und ihnen mit Respekt begegnen. Gemeinsam mit den erfahrenen Kollegien und den neuen Schulleitungen tragen sie dazu bei, die Bildungslandschaft in Stadt und Landkreis Bamberg zukunftsfähig zu gestalten.
















