Der Kulturhof beziehungsweise Platz der Menschenrechte auf dem Lagarde-Campus ist für den Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2026 nominiert.
Eine Fachjury hat das Bamberger Projekt in der Kategorie ‚Plätze und Straßen im öffentlichen Raum‘ unter die vier ausgewählten Projekte aufgenommen. Neben der Entscheidung der Fachjury können nun auch Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte ihre Stimme abgeben. Das Publikumsvoting läuft bis Montag, 24. August 2026.
8.000 Quadratmeter mitten im Kulturquartier
Der Kulturhof erstreckt sich auf rund 8.000 Quadratmetern zwischen Posthalle und Reithalle. Damit bildet er ein zentrales Element des Kulturquartiers auf dem ehemaligen Lagarde-Kasernengelände. Der Platz verbindet verschiedene Bereiche miteinander. Dazu gehören der Kulturgarten an der Weißenburgstraße, eine offene und flexibel nutzbare Platzfläche sowie der Kulturhain vor dem KulturWerk. Durch diese Aufteilung bietet der Kulturhof Raum für unterschiedliche Aktivitäten und Zielgruppen. Sitz- und Bewegungsangebote treffen auf großzügige Grünflächen und offene Bereiche für Veranstaltungen.
Treffpunkt für Kultur und Begegnung
Der Platz soll nicht nur ein Durchgangsort sein, sondern als öffentlicher Treffpunkt für Bamberg-Ost und die gesamte Stadt dienen. Märkte, Konzerte und weitere Veranstaltungen können auf der großzügigen Fläche stattfinden. Wie vielseitig der Kulturhof genutzt werden kann, zeigte zuletzt das Bürgerfest „Bamberg Ost kommt zusammen“. Menschen aus dem Stadtteil und aus anderen Teilen Bambergs kamen dort zusammen, um gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und verschiedene Angebote zu nutzen. Damit erfüllt der Platz eine wichtige Funktion im neuen Kulturquartier: Er verbindet Freiraum, Kultur und gesellschaftliches Miteinander.
Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle
Bei der Gestaltung des Kulturhofs wurde neben der Nutzung auch auf Klimaanpassung und Nachhaltigkeit Wert gelegt. Klimaangepasste Gehölze und wasserdurchlässige Oberflächen sollen dazu beitragen, den Platz zukunftsfähig zu gestalten. Für die Gestaltung wurde außerdem regionaler Naturstein verwendet. Ein weiterer Bestandteil des nachhaltigen Konzepts ist der Umgang mit Regenwasser. Das Regenwasser, das auf den Dachflächen der Reithalle anfällt, wird in einer Zisterne gesammelt. Es kann anschließend für die Bewässerung der Grünflächen genutzt werden.
Nachhaltige Energieversorgung integriert
Auch unterhalb des Platzes findet sich ein Bestandteil des nachhaltigen Gesamtkonzepts des Lagarde-Quartiers. Unter der zentralen Platzfläche befindet sich ein Erdsondenfeld, das in die Energieversorgung des Quartiers eingebunden ist. Damit verbindet der Kulturhof verschiedene Aspekte moderner Freiraumplanung: Aufenthaltsqualität, Begrünung, Klimaanpassung und eine nachhaltige technische Infrastruktur.
Berliner Landschaftsarchitekturbüro plante den Kulturhof
Entworfen wurde der Kulturhof von der hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin. Bauherrin ist die Stadt Bamberg – Bamberg Service. An Planung und Umsetzung waren darüber hinaus weitere Fachplanungsbüros und Unternehmen beteiligt. Gemeinsam entstand ein öffentlicher Raum, der unterschiedliche Anforderungen miteinander verbindet und das ehemalige Kasernengelände als neues Stadtquartier ergänzt.
Publikum darf jetzt mitentscheiden
Mit der Nominierung für den Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis erhält das Projekt nun auch über Bamberg hinaus Aufmerksamkeit. Die Fachjury würdigt damit die Qualität des Kulturhofs als Beispiel für zeitgemäße Freiraumplanung. Doch neben der Juryentscheidung ist auch die Meinung des Publikums gefragt. Noch bis 24. August 2026 kann für den persönlichen Favoriten abgestimmt werden. Für die Teilnahme muss auf der Internetseite des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekt zunächst eine E-Mail-Adresse eingetragen und ein Zugang angefordert werden. Anschließend erhalten die Teilnehmenden per E-Mail einen persönlichen Voting-Link. Über diesen kann einmalig abgestimmt werden.
Jetzt Stimme für Bamberg abgeben
Der Kulturhof auf dem Lagarde-Campus verbindet Grünflächen, Begegnung, Kultur und nachhaltige Gestaltung auf einer zentralen Fläche. Mit seiner Nominierung gehört das Bamberger Projekt bereits zu den vier ausgewählten Kandidaten in seiner Kategorie. Wer den Platz der Menschenrechte beim Publikumsvoting unterstützen möchte, kann noch bis zum 24. August seine Stimme abgeben. Damit besteht die Möglichkeit, dem Bamberger Projekt auch bei der Publikumsentscheidung zum Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2026 den Rücken zu stärken.
















