Genau hier setzt das Projekt ‚BamBoards‘ an. Im Rahmen des Programms Smart City Bamberg wurden seit 2023 digitale, interaktive Infostelen entwickelt, die wichtige Informationen für Bürgerinnen und Bürger zugänglich machen – auch ohne eigenes Smartphone. Inzwischen sind die BamBoards bereits an elf Standorten im Stadtgebiet im Einsatz. Zuletzt kamen neue Stelen an zentralen Orten hinzu. Das Ziel: Informationen schnell, barrierearm und unkompliziert bereitstellen.
Digitalisierung ohne Hürden
Die Grundidee hinter den BamBoards ist einfach: Digitale Angebote müssen für alle erreichbar sein. Nicht jede Person verfügt über ein Smartphone oder möchte Apps nutzen. Gemeinsam mit der Stadtbau Bamberg GmbH entwickelte Smart City Bamberg bereits ab 2021 eine erste Version der digitalen Infoboards. Der Fokus lag dabei auf einer intuitiven Bedienung und klar strukturierten Inhalten. Im Juni 2023 wurden drei Bildschirme in Wohnhäusern der Stadtbau installiert. Ein weiteres Gerät ging in der BasKIDhall in Betrieb. Dort informieren die Displays unter anderem über:
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Digitale Aushänge der Hausverwaltung
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Veranstaltungshighlights aus dem Kalender
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Müllabfuhrtermine
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Abfahrtszeiten der nächstgelegenen Bushaltestelle in Echtzeit
Damit bieten die BamBoards einen echten Mehrwert für den Alltag der Menschen vor Ort.
Flexible Inhalte je nach Standort
Seit 2023 wurde das System kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel war es, die Inhalte flexibel an den jeweiligen Standort anzupassen. Denn die Informationsbedürfnisse unterscheiden sich deutlich – je nachdem, wo sich ein BamBoard befindet. Im Rathaus stehen beispielsweise Neuigkeiten aus der Stadtverwaltung im Vordergrund. In Bildungseinrichtungen wie der Volkshochschule kann das aktuelle Kursprogramm oder eine digitale Raum-Navigation besonders gefragt sein. Im öffentlichen Raum wiederum bieten interaktive Karten mit Geheimtipps zu Bamberg einen zusätzlichen Mehrwert – vor allem für Gäste und Touristinnen und Touristen.
Neue Standorte in Bamberg
Die digitalen Infostelen sind mittlerweile an elf Standorten im Stadtgebiet zu finden. Neu hinzugekommen sind BamBoards:
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vor der Stadtbücherei
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beim Tourismus- und Kongress Service Bamberg
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an der Konzert- und Kongresshalle Bamberg
Ein weiterer Schritt ist bereits geplant: Im ersten Quartal 2026 soll ein mobiles BamBoard in Betrieb gehen. Dieses wird zunächst am Quartiersbüro Tivoli-Schlösschen stehen und anschließend an der Universität Bamberg zum Einsatz kommen. An allen Standorten können Nutzerinnen und Nutzer direkt über das Touchdisplay mit dem System interagieren. Durch einfaches Berühren des Bildschirms lassen sich Inhalte aufrufen und vertiefende Informationen anzeigen.
Technische Entwicklung mit Partnern
Die Bedienoberfläche der BamBoards entstand in Zusammenarbeit mit dem IT-Unternehmen SWCode. Technische Grundlage war die sogenannte Soest-App aus dem Smart-City-Programm der Stadt Soest in Nordrhein-Westfalen. Durch die inhaltlichen Überschneidungen konnte das technische System nicht nur für die BamBoards, sondern auch für die Bamberg-App genutzt werden. Diese projektübergreifende Zusammenarbeit ermöglichte eine ressourcenschonende und kosteneffiziente Entwicklung. Das zeigt, wie digitale Innovationen durch Kooperation und kluge Nutzung bestehender Strukturen nachhaltig umgesetzt werden können.
Ein Blick in die digitale Zukunft der Stadt
Mit den BamBoards setzt Bamberg ein klares Zeichen für eine inklusive Digitalisierung. Die Stadt verbindet moderne Technik mit praktischer Alltagstauglichkeit und schafft so einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Informationen. Ob Veranstaltungstipps, Verwaltungsinfos oder Echtzeitdaten: Die interaktiven Infostelen machen digitale Inhalte sichtbar – mitten im öffentlichen Raum und für alle zugänglich.















