Ein lauter Knall durchbrach am frühen Freitagmorgen (09.01.2026) die Stille im Bamberger Berggebiet. Gegen 5.15 Uhr wurden Anwohner eines Einfamilienhauses in der St.-Getreu-Straße jäh aus dem Schlaf gerissen: Eine Fensterscheibe neben der Haustür war eingeschlagen worden – mutmaßlich der Beginn eines versuchten Einbruchsdiebstahls.
Die sofort alarmierte Polizei reagierte mit einem Großaufgebot: Mehrere Streifenwagen rückten aus, um die Umgebung nach dem flüchtigen Täter abzusuchen. Was folgte, war eine strukturierte Fahndung – mit Erfolg.
Spurensuche im Schnee: Fuß- und Blutspuren verraten den Täter
Dank der winterlichen Wetterlage offenbarte sich den Ermittlern schnell eine entscheidende Spur: Im frisch gefallenen Schnee fanden sie deutlich sichtbare Schuhabdrücke sowie Blutspuren, die vom Tatort in ein nahegelegenes Waldgebiet führten. Die Polizei setzte zusätzlich zwei Hundeführer ein, um die Fährte zu verfolgen.
Knapp vier Stunden nach dem Vorfall – gegen 9 Uhr – gelang es den Beamten, einen Tatverdächtigen im Waldgebiet zwischen Gaustadt und Wildensorg aufzuspüren und festzunehmen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 31-jährigen russischen Staatsbürger, der sich nach bisherigen Erkenntnissen bei dem Einbruchsversuch an den Händen verletzt und dabei Blut verloren hatte.
Ermittlungen der Kriminalpolizei und Haftbefehl
Die Kriminalpolizei Bamberg übernahm umgehend die weiteren Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde der Tatverdächtige noch am selben Nachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl – unter anderem wegen des versuchten schweren Wohnungseinbruchdiebstahls.
Laut ersten Informationen handelt es sich um einen Einzeltäter, der bislang polizeilich nicht im Zusammenhang mit anderen Einbruchserien in Erscheinung getreten war. Ob es dennoch Verbindungen zu weiteren Straftaten gibt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Einbruchsschutz und erhöhte Wachsamkeit gefordert
Der aktuelle Fall zeigt deutlich, wie wichtig Aufmerksamkeit und schnelles Handeln im Ernstfall sind. Durch die schnelle Reaktion der Anwohner und das koordinierte Vorgehen der Polizei konnte ein möglicher größerer Schaden verhindert werden. Der Einbruch blieb im Versuchsstadium – gestohlen wurde nach bisherigen Erkenntnissen nichts.
Polizei und Stadtverwaltung raten der Bevölkerung weiterhin zu erhöhter Wachsamkeit, insbesondere in den dunklen Wintermonaten, in denen Einbrüche erfahrungsgemäß zunehmen. Bewohner sollten auf verdächtige Geräusche oder unbekannte Personen in ihrer Nachbarschaft achten und im Zweifel den Notruf wählen.











