Am Samstag, den 17. Mai 2025, lud der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg zum ersten Vernetzungstreffen Naturgarten ein.
Zahlreiche naturverbundene Gartenfreunde aus dem gesamten Landkreis folgten der Einladung, um sich über naturnahes Gärtnern auszutauschen und gemeinsam neue Impulse zu sammeln. Der Halbtagesausflug führte die Teilnehmenden zu drei eindrucksvollen Naturgärten – zwei davon in Buttenheim, einer in Hirschaid.
Begrüßung durch Landrat Johann Kalb
Zum Auftakt des Treffens begrüßte Landrat Johann Kalb, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes, die Teilnehmenden. In seiner Ansprache zeigte er sich erfreut über das rege Interesse und unterstrich die Bedeutung direkter Naturerfahrungen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Er betonte, dass die Naturgartenzertifizierung des Kreisverbands einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die noch junge Naturgartenbewegung im Landkreis nachhaltig zu stärken.
Drei Gärten, drei Perspektiven – gelebter Naturschutz vor Ort
Die Naturgärten der Familien Lamm, Schlund und Marstatt öffneten ihre Tore für die Besucherinnen und Besucher. Jeder Garten präsentierte auf einzigartige Weise, wie naturnahes Gärtnern in der Praxis aussehen kann – mit blühenden Wiesen, Trockenmauern, Nistplätzen und regionaltypischen Pflanzen. Die Gärten stehen exemplarisch für über 90 zertifizierte Naturgärten, die seit 2019 im Landkreis ausgezeichnet wurden.
Austausch und Netzwerkpflege als Herzstück des Treffens
Zwischen den Gartenführungen bot das Treffen reichlich Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Ob Anfänger oder erfahrene Naturgärtnerin – alle Teilnehmenden konnten Erfahrungen, Ideen und Tipps miteinander teilen. Besonders geschätzt wurde der informelle Austausch, der das wachsende Netzwerk rund um das Thema naturnahes Gärtnern stärkt.
Fachlicher Input durch Thomas Pickel von ‚Die Summer e. V.‘
Ein Highlight des Nachmittags war der Vortrag von Thomas Pickel, der als Vertreter des Vereins ‚Die Summer e. V.‘ wertvolle Einblicke in die Förderung von heimischer Artenvielfalt im eigenen Garten gab. Er erklärte anschaulich, wie Sandarien, Wildstauden, Totholzbereiche und Blumenwiesen erfolgreich angelegt und gepflegt werden können. Seine praxisnahen Tipps waren eine echte Bereicherung für die Teilnehmenden und motivierten zur Umsetzung im eigenen Garten.
Dank an Gastgeber, Unterstützer und Mitwirkende
Der Kreisverband Bamberg bedankte sich am Ende herzlich bei allen Beteiligten: bei den Gastfamilien, die ihre Gärten für die Öffentlichkeit zugänglich machten, beim Obst- und Gartenbauverein Buttenheim sowie beim Markt Buttenheim für die logistische und organisatorische Unterstützung. Gemeinsam wurde ein Tag gestaltet, der nicht nur informativ, sondern auch verbindend und zukunftsweisend war.
Naturnah gärtnern – eine Bewegung mit Zukunft
Das erste Vernetzungstreffen hat gezeigt, wie groß das Interesse und die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung einer naturnahen Gartenkultur im Landkreis Bamberg ist. Mit Engagement, Austausch und Begeisterung wächst nicht nur das Netzwerk, sondern auch die Wirksamkeit der Naturgartenbewegung vor Ort – ganz im Sinne von gelebtem Naturschutz im eigenen Garten.














