Ein Waldbrand zwischen Oberhaid und Sandhof hat am Freitag, 14. August 2026, einen Großeinsatz ausgelöst.
Rund 300 Einsatzkräfte mit 79 Einsatzmitteln aus dem Landkreis Bamberg und der Stadt Bamberg waren im Einsatz. Das Feuer brach in einem Waldgebiet an der Kreisstraße BA 34 aus und breitete sich auf einer Fläche von etwa 16.000 Quadratmetern aus. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen war die Lage besonders kritisch. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Rauchwolke löst Alarm aus
Um 11:46 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Bamberg die Meldung über eine Rauchsäule aus einem Waldgebiet bei Sandhof ein. Aufgrund der bereits angespannten Waldbrandlage in Franken wurden sofort umfangreiche Kräfte alarmiert. Bereits rund elf Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle an der BA 34 zwischen Oberhaid und Sandhof ein. Die Löscharbeiten entwickelten sich zu einem stundenlangen Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Bei Temperaturen von rund 28 Grad Celsius mussten die Feuerwehrleute gegen die Flammen und immer wieder gegen mögliche Glutnester vorgehen.
Feuerwehr kämpft am Boden gegen die Flammen
Um den Brand unter Kontrolle zu bringen, wurden zahlreiche Löschfahrzeuge und Einsatzkräfte eingesetzt. Die Löscharbeiten erfolgten teilweise in unwegsamem Gelände. Ein großer Teil der Arbeit musste dabei von Hand erledigt werden. Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner öffneten und lockerten den Waldboden mit Handwerkzeugen, um versteckte Glutnester aufzuspüren. Anschließend wurden diese gezielt mit Schlauchleitungen abgelöscht. Die aufwendigen Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden.
Unterstützung aus der Luft
Neben den Einsatzkräften am Boden wurde die Einsatzleitung auch aus der Luft unterstützt. Drohnenteams der Feuerwehren, ein Kleinflugzeug zur Luftbeobachtung und ein Polizeihubschrauber lieferten wichtige Informationen über die Entwicklung des Brandes. Die Luftbilder und Beobachtungen ermöglichten es den Einsatzkräften, die Lage im weitläufigen Waldgebiet besser einzuschätzen und Brandstellen gezielt zu überwachen. Nach dem Ende der Löscharbeiten wurde zudem eine Brandwache eingerichtet, um mögliche neue Brandentwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Landwirte und Spedition liefern zusätzliches Löschwasser
Bei dem Großeinsatz unterstützten auch zahlreiche Helfer aus der Region die Feuerwehr. 14 örtliche Landwirte sowie eine Spedition stellten Güllefässer und Tankfahrzeuge zur Verfügung. Mit diesen Fahrzeugen wurde zusätzliches Löschwasser zur Einsatzstelle transportiert. Damit konnte die Wasserversorgung während des langwierigen Einsatzes sichergestellt werden. Auch Polizei und Straßenmeisterei Bamberg waren beteiligt. Sie sperrten Straßen und sorgten dafür, dass die Zufahrtswege für die Einsatzfahrzeuge frei blieben. Die BA 34 musste im betroffenen Bereich während der Löscharbeiten für den Verkehr gesperrt werden.
Neue Technik erstmals bei Waldbrand eingesetzt
Bei dem Einsatz kamen erstmals zwei neue Hilfsmittel zum Einsatz, die der Landkreis Bamberg erst wenige Wochen zuvor angeschafft hatte. Mit insgesamt 40 großen Kreisregnern konnte eine kontinuierliche Bewässerung größerer Flächen aufgebaut werden. Zusätzlich kam eine ferngesteuerte Roboter-Plattformraupe zum Einsatz. Mit ihr konnten lange Schlauchstrecken auch in schwierig zugänglichem Gelände verlegt werden. Die neue Technik ergänzte damit die klassische Arbeit der Feuerwehr und erleichterte die Versorgung der Brandstellen.
Förster unterstützt bei der Eindämmung
Eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Waldbrandes spielten auch der zuständige Förster und weitere Forstfachleute. Sie waren frühzeitig an der Einsatzstelle und unterstützten die Feuerwehr bei der Einschätzung der Situation. Unter anderem wurden gezielte Fällarbeiten durchgeführt. Dadurch konnte eine Rückegasse freigemacht werden, die dazu beitrug, die weitere Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Gerade weil der Brand mitten in einem großen, zusammenhängenden Waldgebiet ausgebrochen war, war eine schnelle Begrenzung der Feuerfront entscheidend.
Feuer am Abend unter Kontrolle
Am frühen Abend erreichten die Einsatzkräfte das wichtigste Ziel: Das Feuer war unter Kontrolle und eine weitere Ausbreitung konnte verhindert werden. Damit war der Einsatz allerdings noch nicht beendet. Die Feuerwehr musste noch über mehrere Stunden nach möglichen Glutnestern suchen und diese ablöschen. Insgesamt dauerte der Einsatz rund neun Stunden. Anschließend wurde eine Brandwache eingerichtet, um die betroffene Fläche weiter zu kontrollieren. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen konnte verhindert werden, dass sich der Brand auf eine deutlich größere Waldfläche ausbreitete.
Acht Feuerwehrleute verletzt
Die hohen Temperaturen und die körperlich anspruchsvollen Arbeiten verlangten den Einsatzkräften viel ab. Insgesamt mussten acht Feuerwehrangehörige medizinisch versorgt werden. Eine Einsatzkraft wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Betroffenen konnten vor Ort versorgt werden.
Rund 300 Einsatzkräfte beteiligt
Der Einsatz zeigte die große Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren im Landkreis und der Stadt Bamberg. Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte mit 79 Einsatzmitteln beteiligt. Unter anderem waren Feuerwehren aus Oberhaid, Baunach, Bischberg, Breitengüßbach, Buttenheim, Dörfleins, Frensdorf, Hallstadt, Hirschaid, Kemmern, Lauter, Rattelsdorf, Staffelbach, Steppach, Strullendorf, Trunstadt, Unterhaid, Viereth und Altendorf im Einsatz. Zusätzlich unterstützten die Kreisbrandinspektion, der Katastrophenschutz sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung Bamberg-Land die Maßnahmen. Für die Verpflegung und die sanitätsdienstliche Absicherung sorgten Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes.
Waldbrandgefahr bleibt hoch
Der Brand bei Oberhaid ist Teil einer Serie von Wald- und Vegetationsbränden, die durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen begünstigt werden. Für Ober- und Unterfranken wurden deshalb bereits verstärkte Luftbeobachtungen angeordnet. Ziel ist es, mögliche Brände möglichst frühzeitig zu erkennen und dadurch eine schnelle Reaktion der Einsatzkräfte zu ermöglichen. Der Kreisfeuerwehrverband und die Kreisbrandinspektion Bamberg appellieren gleichzeitig an die Bevölkerung, weiterhin besonders vorsichtig zu sein.
Kleine Unachtsamkeit kann große Folgen haben
Offenes Feuer und andere mögliche Zündquellen haben derzeit im Wald und in unmittelbarer Waldnähe nichts verloren. Aufgrund der trockenen Bedingungen kann sich ein Feuer schnell ausbreiten und einen Großeinsatz auslösen. Der Einsatz bei Oberhaid zeigt, wie schnell aus einer zunächst begrenzten Brandstelle eine gefährliche Situation entstehen kann. Nur durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr und die enge Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Der Kreisfeuerwehrverband und die Kreisbrandinspektion Bamberg bedankten sich bei allen beteiligten Einsatzkräften, Landwirten, Forstfachleuten, der Spedition sowie Polizei, Straßenmeisterei und den weiteren Helfern für ihren engagierten und professionellen Einsatz.












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