5.941 Zuschauer im nahezu ausverkauften Telekom Dome erlebten am Montagabend ein hochintensives und bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel am 14. Spieltag der easyCredit BBL.
Die BMA365 Bamberg Baskets unterlagen bei den Telekom Baskets Bonn knapp mit 74:76 (36:36). Besonders bitter aus Bamberger Sicht: In nahezu allen Wurfkategorien waren die Gäste mindestens ebenbürtig, teils sogar besser. Am Ende machte jedoch ein statistischer Wert den Unterschied – 22 Offensivrebounds der Bonner sorgten für ein deutliches Chancenplus und entschieden die Partie zugunsten der Gastgeber.
Ausgeglichenes erstes Viertel mit leichter Bamberger Führung
Beide Teams starteten hochmotiviert in die Begegnung. Der gegenseitige Respekt war spürbar, einfache Punkte blieben zunächst Mangelware. Nach dem frühen 4:2 entwickelte sich schnell ein intensives Spiel, in dem Richard Balint mit einem Dreier zum 10:10 (4.) ausglich. Ein kleiner Lauf der Bonner brachte das 11:17 (6.), doch Bamberg blieb ruhig, bewegte den Ball gut und antwortete mit einem 8:0-Lauf. Daniel Keppeler setzte per Dunk den Schlusspunkt, Bamberg führte 19:17 (9.) und behauptete die knappe Führung bis zur Viertelpause (22:21).
Zweites Viertel: Kopf-an-Kopf bis zur Pause
Auch im zweiten Abschnitt schenkten sich beide Mannschaften nichts. Patrick Heckmann brachte Bonn kurzzeitig nach vorne (25:31/15.), doch Demarcus Demonia konterte wenig später mit einem energischen Coast-to-Coast-Dunk zur erneuten Bamberger Führung (32:31). Das Spiel blieb ausgeglichen, geprägt von intensiver Defense und wechselnden Führungen. Zur Halbzeitpause stand folgerichtig ein 36:36-Unentschieden auf der Anzeigetafel.
Starker Start der Baskets nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause erwischten die BMA365 Bamberg Baskets den besseren Start. Demonia und EJ Onu sorgten für das 44:38 (22.), wenig später hieß es 50:43 (25.). Bamberg kontrollierte nun phasenweise das Geschehen, spielte geduldig und nutzte seine Chancen. Zwei Freiwürfe von Moritz Krimmer stellten den Vorsprung sogar auf 55:47. Bonn jedoch blieb dran, verkürzte kurz vor Viertelende auf 56:55, ehe Demonia mit der Sirene einen wichtigen Dreier zum 59:55 traf.
Offensivrebounds bringen Bonn zurück
Zu Beginn des Schlussviertels drehten die Gastgeber die Partie erneut (59:60/32.). Beide Teams agierten weiter auf Augenhöhe, doch nun machten sich die vielen zweiten Chancen der Bonner bemerkbar. Allein im letzten Viertel sammelten sie 11 Offensivrebounds ein. Diese zusätzliche Wurfanzahl nutzte Bonn konsequent und setzte sich 2:52 Minuten vor dem Ende auf 73:66 ab.
Dramatische Schlussphase mit vergebenem Buzzer Beater
Bamberg gab sich nicht geschlagen. Cobe Williams brachte sein Team 30 Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen auf 72:74 heran. Beim Stand von 74:76 vergab Marcel Kessens für Bonn elf Sekunden vor Schluss beide Freiwürfe – die Tür für den Ausgleich oder Sieg stand offen. Der letzte Angriff lief über Watson und Demonia zu Moritz Krimmer, dessen Dreier mit der Schlusssirene jedoch nur knapp den Korb verfehlte.
Stimmen zum Spiel
Daniel Keppeler (Bamberg):
„Die Offensiv-Rebounds waren heute ganz klar der ausschlaggebende Punkt. Wenn man ihnen eine zweite und ab und an sogar eine dritte Chance gibt, dann schließen sie zum einen ihre Angriffe eben auch erfolgreich ab, was zum anderen auch schlecht für unser Fast-Break-Spiel ist.“
Anton Gavel (Head Coach Bamberg):
„Die 22 Bonner Offensivrebounds waren heute der entscheidende Faktor. Wir waren nicht physisch genug und haben versucht, Bonn mit bloßer Sprungkraft beim Rebounding zu übertreffen. Zudem haben wir viele schlechte Dreipunktewürfe genommen, anstatt andere Optionen zu suchen. Am Ende hat uns unsere Leistung beim Defensiv-Rebounding das Genick gebrochen.“
Marko Stankovic (Head Coach Bonn):
„In der ersten Halbzeit konnten wir nicht zufrieden mit unseren Ballverlusten und unserer Transition-Defense sein. Wir hatten zu viele leichtfertige Ballverluste, die direkt zu Bamberger Fastbreak-Punkten geführt haben. Auch unser Rebounding war in der ersten Halbzeit nicht gut genug. Das haben wir in der Halbzeitpause thematisiert und anschließend 16 unserer insgesamt 22 Offensivrebounds in der zweiten Halbzeit gesammelt. Mein Team hat heute viel investiert, um das Spiel zu gewinnen, auch wenn wir am Ende etwas Glück hatten, dass Bamberg den letzten Wurf nicht getroffen hat.“
Individuelle Leistungen
Topscorer der Partie war Alijah Comithier mit 22 Punkten für Bonn. Auf Bamberger Seite überzeugte Demarcus Demonia mit 17 Zählern und acht Rebounds. Ebenfalls zweistellig punkteten EJ Onu (10) und Moritz Krimmer (10).
Blick nach vorne: Heimspiel gegen Ludwigsburg
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den BMA365 Bamberg Baskets nicht. Bereits am Freitag wartet die nächste Herausforderung. In der BROSE ARENA empfangen sie die MHP RIESEN Ludwigsburg. Tip-Off ist um 20:00 Uhr. Tickets sind wie gewohnt im Online-Ticketshop oder im Freak City Store erhältlich.
Leah
Als Bambergerin mit Leib und Seele ist Leah unsere Redakteurin für das lokale Geschehen. Sie kennt die Stadt wie ihre Westentasche und weiß ganz genau, wo der Hase wirklich läuft.
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